Jugend News 2018

09.12.2018: Die Affen sind los: Berchtesgadener Wasserwacht-Nachwuchs macht Salzburger Tierpark unsicher

Ehrenamtliche Rotkreuz-Gemeinschaft sensibilisiert Kinder bereits in jungen Jahren für Nachhaltigkeit und Ökologie

BERCHTESGADEN/SALZBURG (mp/ml) – Mit knapp 50 Teilnehmern hat die Jugend der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden den Salzburger Tierpark unsicher gemacht – nicht nur zur Unterhaltung, denn Natur- und Umweltschutz sind eine der grundlegenden Aufgaben der ehrenamtlichen Rotkreuz-Gemeinschaft, die den Buben und Mädchen deshalb bereits in jungen Jahren ein umfangreiches Wissen zu Tieren und Pflanzen und damit ein intensives Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ökologie vermittelt.

Nach dem Motto „Wozu man einen direkten Bezug entwickelt, achtet man mehr“ konnten die Buben und Mädchen in die Welt der exotischen und oft vom Aussterben bedrohten Tierarten eindringen. Die elf Betreuer teilten die 38 Kinder in zwei Altersgruppen ein, die dann an den beiden Workshops mit den Themen „Afrika“ und „Dschungel“ teilnahmen. Die Gruppenleiter brachten den Kleinsten die farbenprächtige Tierwelt bei einer Führung durch das Affenhaus, durch die Zooschule und bei den Lamas näher. „Wisst Ihr, warum eine Schlange sich überhaupt häutet?“, fragte Zoo-Pädagogin Marlene in der Zooschule. Die Kinder waren fasziniert und begeistert von den beiden Kornnattern, die sie dann auch vorsichtig anfassen und streicheln durften. Sie durften dann die emsigen und auch bissigen Zebramangusten füttern, speziell abgestimmte Themen-Rätsel lösen, den Streichelzoo besuchen und schließlich als Highlight mit etwas Überwindung eine Würgeschlange und eine Riesenschabe anfassen. Abschließend gab es für alle eine Stärkung, bevor es mit vielen neuen Eindrücken zurück über die Grenze nach Berchtesgaden ging. „Für alle war es ein sehr gelungener Tag, der das ökologische Bewusstsein der Kinder vertieft“, freut sich Ortsgruppenleiterin Elke Schneider.

August 2018: Traditionelles Zeltlager des Reichenhaller und Berchtesgadener Wasserwacht-Nachwuchses

Feuerwerk und Kerzen-Boote: 40 Kinder und Jugendliche verbringen mit zehn Betreuern spannende Tage am Waginger See

WAGING AM SEE (ml) – Für die Wasserwacht-Jugend aus Bad Reichenhall und Berchtesgaden fand in den großen Ferien wieder ein mittlerweile schon traditionelles fünftägiges Zeltlager am Waginger See statt. 40 Kinder und Jugendliche verbrachten mit zehn Betreuern spannende und unvergessliche Ferientage.

Die beiden BRK-Wasserwacht-Ortsgruppen Berchtesgaden und Bad Reichenhall veranstalteten ihr gemeinsames Kinder- und Jugend-Zeltlager wie bereits in den Vorjahren am Waginger See, um die Kameradschaft zu pflegen und die Gruppen-Identität zu stärken. Sie nutzten das traumhafte Sommerwetter, um gemeinsam zu spielen, zu schwimmen, zu basteln und zu singen. Am abendlichen Lagerfeuer pflegten die Kinder und Jugendlichen alte und neue Freundschaften. In fünf Mannschaftszelten von BRK-Bereitschaft, Freiwilliger Feuerwehr und Malteser Hilfsdienst (MHD) war Platz für 40 Kinder von sieben bis 17 Jahren und zehn Betreuer.

„Das Küchenteam zauberte jeden Tag Gerichte vom frisch zubereiteten Müsli bis hin zu selbst gemachten Burgern, um für die nötige Energie bei den hungrigen und extrem aktiven Nachwuchs-Wasserwachtlern zu sorgen“, berichtet Ortsgruppenvorsitzende Elke Schneider aus Berchtesgaden. Die ausgebildeten Jugendleiter sorgten mit abwechslungsreichen Spielen und Bastel-Aufgaben, dafür, dass es niemandem langweilig wurde. Für den letzten Abend hatte sich das Betreuerteam einen besonderen Höhepunkt einfallen lassen: „Die Gruppe zog in mühevoller Kleinarbeit gebaute Boote miteinander verbunden und mit Kerzen geschmückt über den See, wobei sie einen besonderen Zauber verströmten, der von gemeinsamen Gesang und Gitarrenbegleitung besonders untermalt wurde. Ein Feuerwerk im Nachbarort kam wie bestellt und ließ das harmonische Zeltlager stimmungsvoll ausklingen“, schwärmt Schneider.

 

August 2018: Spannende Schulferien bei der BRK-Wasserwacht

Ehrenamtliche Rotkreuzler engagieren sich stark in der Jugendarbeit: Besuche von Ferienkindern in Berchtesgaden

BERCHTESGADEN (ml) – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Roten Kreuzes sind stets um Nachwuchsgewinnung bemüht und versuchen schon früh, Buben und Mädchen für ihre Aufgaben zu begeistern. Bei gleich mehreren Terminen haben Ferienkinder die Wasserwacht in Berchtesgaden  besucht.

Traumwetter hatten die Ferienprogramm-Kinder der Gemeinden Schönau am Königssee und Marktschellenberg bei ihrem Besuch bei der Wasserwacht Berchtesgaden, die mit den potentiellen Nachwuchsrettern zum Rettungsboot am Königssee fuhr. Interessiert begutachteten die Schwimmbegeisterten die Spezialausrüstung und das Rettungsboot. Die angenehmen Temperaturen luden zu einem ausgiebigen, erfrischenden Bad im See ein. „Da Schwimmen bekanntlich hungrig macht, kam die anschließende Brotzeit für alle genau richtig!“, berichtet Ortsgruppenvorsitzende Elke Schneider. Wer sich für ein Ehrenamt bei der BRK-Wasserwacht interessiert, kann über die Internetseite https://www.wasserwacht-berchtesgaden.de Kontakt zur Ortsgruppe aufnehmen.

04.05.2018 – Kinder sammeln Müll am Königssee

Gemeinsame Aktion von Lebenshilfe und Wasserwacht Berchtesgaden

Schönau am Königssee – Kinder mit und ohne Behinderung haben am Freitagabend gemeinsam am Königssee Müll gesammelt. Dabei taten sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern hatten auch noch eine tolle Zeit miteinander.

Diese Bergschuhe sind nur ein kleiner Teil der Hinterlassenschaften, die Menschen am Königssee zurücklassen.
Die Kinder haben sich am Wochenende fleißig ans Werk gemacht und am Königssee jede Menge Unrat aufgesammelt.
 Die Idee, gemeinsam rund um den Königssee aufzuräumen, war durch ein zufälliges Gespräch entstanden. 15 Kinder und Jugendliche, zwei Betreuer der Lebenshilfe und vier Mitglieder der Wasserwacht trafen sich schließlich am Freitag an der Seelände. Schnell waren Handschuhe, Greifer und Müllsäcke verteilt. Der erste Trupp machte sich zu Fuß auf in Richtung Malerwinkel. Der Bootstrupp nahm an der Ladestation noch Silvia im Rollstuhl auf. Mit der Bugklappe ist das Rettungsboot der Wasserwacht barrierefrei.

Die fleißigen Müllsammler fanden am Weg typischen Müll wie Zigarettenkippen, Taschentücher und Hundesackerl. Die Kinder waren verwundert über die Masse an Zigaretten-Überbleibseln. Anscheinend ist vielen Rauchern nicht bewusst, wie sehr sie der Umwelt schaden. In einer Zigarettenkippe bleibt soviel Gift zurück, dass damit 50 Liter Quellwasser verunreinigt werden, wie in der vergangenen Woche Radio Bayern 1 berichtete. Gerade am Königssee ist dies ein großes Problem, wie die Wasserwacht in ihrer Pressemitteilung schreibt. Alle Beteiligten fragten sich ob es wirklich so schwierig ist, sich neben Schachtel und Feuerzeug auch ein kleines Gefäß für die Kippe einzustecken?

Etwas weiter im Wald wurde manche Rarität entdeckt. Zwei Kochtöpfe, Plastikschüsseln, Sekt- und Bierflaschen teilweise in Scherben. Sogar Bergschuhe in der 3. Generation. Diese haben sicherlich als Bergschuhe schon einige Gipfel gesehen. Danach wurden sie zu Dekozwecken mit Erde befüllt und bepflanzt. Ihr letzter Platz war im Gebüsch langsam vor sich hin vermoosend.

So räumten die Kinder und ihre Betreuer gemeinsam Kessel, Wasserfall und die »Feierplätze« Richtung Malerwinkel auf. Michael Brandner von der Schifffahrt Königssee spendierte eine gemeinsame Brotzeit als Dankeschön für das Engagement.

Der gemeinsame Nachmittag hat allen Beteiligten trotz Arbeit viel Vergnügen bereitet. Für die Kinder war eines klar: Wenn sie einmal in dem Alter sind, um sich an den einmalig schönen Plätzen am See zum Feiern zu treffen, nehmen sie ihre mitgebrachten Sachen wieder mit nach Hause.

Fotos: Wasserwacht Berchtesgaden
Bericht: Berchtesgadener Anzeiger (www.berchtesgadener-anzeiger.de)