News 2014

29.12.2014 Eine Wasserwachthochzeit

Die 2. Jugendleiterin Maria (geb. Reiner) und
der stv. TL Martin Planegger
haben sich das Ja-Wort gegeben.

Wir wünschen dem jungen Paar alles Gute
und viel „Wasserwachtnachwuchs“.

Vier neue Bootsführer(innen) für die Wasserwacht Berchtesgaden

Die „Neuen“ Kathi Listl, Elke Schneider, Kathi Stöger und Andi Hinterbrandner

BERCHTESGADEN (ml) – Sie steuern in Zukunft unter anderem das 300 PS starke Rettungsboot am Königssee zu den Einsätzen: Katharina Listl, Elke Schneider, Kathi Stöger und Andreas Hinterbrandner (von links) von der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden haben erfolgreich ihren Bootsführerschein bestanden. Nach drei Wochenend-Kursen in Rosenheim mit reichlich Theoriewissen rund um die Schifffahrt und vielen praktischen Übungen am Chiemsee und im vorderen Bereich des Königssees absolvierten die vier Anwärter am 25. Oktober in Prien erfolgreich die theoretische und praktische Prüfung.

Neben den Bootsausbildern der BRK-Wasserwacht Bayern kümmerten sich vor Ort Franz Kurz, Katharina Hinterbrandner und Jürgen Klapfenberger um die praktischen Fahrstunden. „Das Lernen und Üben ist aber noch nicht zu Ende; alle Bootsführer der BRK-Wasserwacht müssen jährlich mehrere Praxisübungen absolvieren, um mit dem Motorrettungsboot auch sicher umgehen zu können“, erklärt der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz.

Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden leistet an den Gewässern des Berchtesgadener Landes und somit auch am Königssee an 365 Tagen 24 Stunden ehrenamtlichen Dienst. Motorbootführer sind neben Tauchern, Wasserrettern, Fließwasserrettern und Canyon-Retten die tragenden Säulen des Wasserrettungsdienstes.

Neue Brücke auf dem instandgesetzten Weg zur Eiskapelle

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE (ml) – Der Weg von St. Bartholomä zur Eiskapelle und zur Watzmann-Ostwand ist von der Nationalparkverwaltung und von der Bergwacht ausgebaut worden und hat eine neue, breitere Brücke über den Eisgraben bekommen. Dadurch kann die Bergwacht Berchtesgaden mit ihrem All-Terrain-Vehicle (ATV) vom Bootsanleger aus sehr rasch ins Eisbachtal fahren, medizinische Hilfe leisten, Patienten abtransportieren oder viele Einsatzkräfte und umfangreiche Ausrüstung für komplexe Rettungseinsätze in der Ostwand verlegen, falls bei Nebel kein Hubschrauber fliegen kann. „Das ATV kann auf dem speziell dafür konzipierten Rettungsboot der BRK-Wasserwacht mittels einer Ladeklappe von der Seelände aus über den Königssee zur Halbinsel transportiert werden“, erklärt der Technische Leiter der Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden, Franz Kurz.

Jährlich wandern viele tausend Menschen vorbei an der Kapelle Johann und Paul zum Ausflugsziel Eiskapelle oder nutzen den Weg, um in die Watzmann-Ostwand einzusteigen. Bei einem internistischen Notfall oder bei Unfällen mit schwer Verletzten zählt für die freiwilligen Rettungskräfte jede Minute, weshalb in der Regel immer ein Hubschrauber zum Einsatz kommt, um Einsatzkräfte, Ausrüstung und Patienten zu transportieren. Bei schlechtem Wetter mit Nebel sind derartige Flüge wegen fehlender Sicht aber nicht möglich – dann muss die Bergwacht zu Fuß aufsteigen. „Das Rettungsboot, der bessere Weg und die breitere Brücke gewähren uns dabei einen Zeitvorsprung, der im Notfall lebensrettend sein kann“, freut sich Bereitschaftsleiter Thomas Stöger. Insgesamt können die Hubschrauberflüge sogar reduziert werden, da Einsatzorte, die mitten im Wald und direkt am Weg liegen, per ATV und Boot teilweise sogar schneller als aus der Luft erreichbar sind, da der Hubschrauber zwischen den Bäumen nicht landen kann.

Mitte Dezember fand eine Probefahrt mit dem ATV und dem Rettungsboot statt, wobei die Bergretter den neuen Weg und die Brücke testeten und einen erheblichen Teil des Weges bis zur Eiskapelle befahren konnten. Erste Gespräche zwischen Bergwacht und Nationalparkverwaltung für die Instandsetzung des Weges zur Eiskapelle fanden bereits im Januar 2014 statt; im Februar wurde dann die Machbarkeit bei einem Ortstermin besprochen, wobei eine neue, breitere Holzbrücke und die Verbreiterung des Wegs nach der Brücke auf einer Länge von rund 30 Metern beschlossen wurden. Am 11. November wurde dann die alte Eisenbrücke demontiert, die Holzbrücke errichtet und der Weg ausgebaut.

Das Material für die Brücke stellte und bearbeitete das Team vom Nationalpark. „Der stellvertretende Nationalparkleiter Dr. Roland Baier hatte immer ein offenes Ohr für unsere Belange und Sorgen“ lobt Bergwachtchef Stöger. An dem Gemeinschaftsprojekt waren mehrere Firmen und Organisationen beteiligt: Der ehemalige Leiter des Sachgebiets Parkmanagement und der unteren Forst- und Jagdbehörde, Dr. Roland Baier (jetzt Leiter des Amtes für forstliche Saat- und Pflanzenzucht in Teisendorf, Lehrbeauftragter für Gebirgswaldbau an der Hochschule Weihenstehan-Triesdorf), Bauleiter Markus Graßl, die Zimmerei Bernd Resch aus der Engedey (Zimmerer- und Hebearbeiten), das Ingenieurbüro Martin Wagner aus Marktschellenberg (Beratung, Statik) und die Bergwacht Berchtesgaden (Sicherungsarbeiten, Arbeitshilfe).

Bootsunfall am Königssee, treibende Person auf der Ache, schwerer Verkehrsunfall

30 Wasserretter des Roten Kreuzes bei vielseitigen Szenarien gefordert: Großer Übungstag der BRK-Wasserwacht im südlichen Berchtesgadener Land Bei einem großen Übungstag im südlichen Landkreis waren rund 30 Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht mit sechs Fahrzeugen und drei Motorrettungsbooten unterwegs und dabei mit sehr unterschiedlichen Szenarien konfrontiert. Der stellvertretende Technische Leiter der Berchtesgadener Ortsgruppe, Martin Planegger, hatte im Vorfeld vielseitige, realistische Notfälle ausgearbeitet, um seine Kameraden vielseitig zu fordern. Vom schweren Verkehrsunfall, über einen Bootsunfall am Königssee bis hin zu einer treibenden Person auf der Ache war alles geboten. Alle Teilnehmer sollten dabei ihren Kollegen aus den anderen Ortsgruppen ein wenig besser kennenlernen und ihre Ausrüstung und Fahrzeuge erkunden.

Gleich am Morgen geht es um jede Minute, Stress pur für die ehrenamtlichen Wasserretter: Mehrere Menschen treiben nach einem Ruderbootunfall auf Höhe Malerwinkl im kalten Königssee, drohen auszukühlen und unterzugehen. Am Ufer sind Ersthelfer bereits dabei, einen Beteiligten wiederzubeleben; sie werden vom Disponenten der Leitstelle per Telefon angeleitet – es zählt jede Sekunde. Mit insgesamt drei Booten werden die drei Patienten mit Unterkühlung, ohne Bewusstsein und unter laufender Wiederbelebung nach der Rettung zur Seelände transportiert. Vom Ruderboot fehlt jedoch jede Spur, Taucher müssen einspringen und auf Höhe des Königsbach-Wasserfalls in rund 20 Metern Tiefe einen Baumstamm orten, der bei der Übung das havarierte Wasserfahrzeug darstellt. Mit Hebeballons bringen sie ihn an die Oberfläche zurück.

Noch während des Einsatzes am Königssee informiert die Übungsleitstelle den Einsatzleiter Wasserrettungsdienst über eine treibende Person in der Ache bei Flusskilometer 14,7 (Wiesenstein), woraufhin die Wasserwachten Bad Reichenhall und Freilassing-Ainring vom Königssee abgezogen und zur Rettung losgeschickt werden. Die Ortsgruppen Berchtesgaden und Laufen bleiben für den Taucheinsatz am Königssee. Innerhalb kürzester Zeit arbeiten sich die Wasserretter über die Ache hinweg zum Patienten vor, der bei Bewusstsein ist, aber mittelschwer verletzt und unterkühlt Hilfe braucht. Sie bauen eine Seilbahn über den Fluss und bringen den Patienten ans sichere Ufer.

Nach getaner Arbeit findet eine kurze Nachbesprechung beim Mittagessen statt; Organisator Martin Planegger ist mit der bisher geleisteten Arbeit seiner Kollegen zufrieden: „Beide Notfälle wurden sehr gut und schnell abgearbeitet!“ Eigentlich war für alle Teilnehmer eine Bootsübung auf dem Königssee geplant, doch während der Anfahrt kommen die Wasserretter zufällig an einem inszenierten Verkehrsunfall vorbei und müssen helfen: Drei Menschen sind im Wrack, einer davon ist eingeklemmt, ein weiterer sitzt verletzt im Bushäuschen. Der Einsatzleiter fordert sofort zur Technischen Rettung die Freiwillige Feuerwehr Königssee nach. Feuerwehr und Wasserwacht arbeiten Hand in Hand und retten die Verletzten aus dem Auto, parallel übernehmen weitere Wasserretter die medizinische Erstversorgung. „Uns ist bei dieser Übung wichtig, wie unsere Leute mit anderen Organisationen zusammenarbeiten, ihre Fahrzeuge platzsparend und sicher am Unfallort aufstellen und sich um die medizinische Erstversorgung von schwer Verletzten kümmern. Jeder kann zu einem Verkehrsunfall als Ersthelfer dazukommen. Gerade mit einem dafür ausgerüsteten Fahrzeug – Wasserrettungsfahrzeuge haben eine ähnlich umfangreiche Ausstattung wie ein Rettungswagen – können Patienten optimal versorgt werden, bis der Landrettungsdienst eintrifft“, erklärt Planegger.

Im Königsseer Feuerwehrhaus fand abschließend auf Einladung des
Vorstands der Feuerwehr Königssee und des Bürgermeisters der Gemeinde Schönau, der selbst aktiver Feuerwehrmann ist, eine Nachbesprechung statt. Kreis-Wasserwacht-Chef Rudi Schierghofer verfolgte den ganzen Tag lang die Arbeit seiner Kameraden als Beobachter und zeigte sich in seinem Resümee sehr beeindruckt: „ Die BRK-Wasserwacht im Landkreis ist eine starke Truppe. Obwohl heute sehr viele junge, neue Einsatzkräfte dabei waren, die eigentlich noch nicht viel Erfahrung haben, meisterten sie alle Aufgaben sehr erfolgreich und routiniert und überzeugten auch fernab des Wassers beim Verkehrsunfall im Zusammenspiel mit der Feuerwehr!“ Übungsleiter Martin Planegger und Siegfried Hauber waren ebenfalls zufrieden: „ Nach einem anstrengenden Tag können alle auf viele erfolgreiche Übungen zurückblicken. Die vier Ortsgruppen aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf haben heute optimal zusammengearbeitet und sind wieder ein Stück näher zusammengerückt.“

Per Seilbahn und Schlauchboot über reißende Fluten hinweg

BRK-Wasserwacht wiederholt bei zweitem Teil ihrer Fließgewässer-Fortbildung wichtige Grundlagen der Arbeit in Gebirgsbächen

„Was ist eine Tyrolienne-Seilrutsche, was ist eine Seilbahn? Wie transportiere ich einen Patienten schonend vom anderen Flußufer zu mir?“ Beim zweiten großen neunstündigen Praxisteil ihrer Fließgewässer-Fortbildung wiederholten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht in Berchtesgaden wichtige Grundlagen für ihre Arbeit in der reißenden Strömung der heimischen Gebirgsbäche.

„Nachdem die Einsätze in Fließgewässern wie der Berchtesgadener Ache in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, führen wir seit 2013 zusätzliche Spezial-Fortbildungen zu diesem Themenkomplex durch, die bei den Leuten sehr gut ankommen“, erklärt der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz. „Es ist wichtig, dass im Ernstfall alle Handgriffe sitzen, auch wenn das Wetter schlecht ist oder wir in der Dunkelheit arbeiten müssen; sonst wird es für Einsatzkräfte oder Patienten gefährlich“, weiß Ausbilder Jürgen Klapfenberger aus langjähriger Erfahrung.

Klapfenberger, der sich bereits beim ersten Teil der Fortbildung sehr viel einfallen ließ, überraschte die Teilnehmer erneut mit kniffeligen Aufgaben: Am anderen Ufer liegt ein Patient; er ist bewusstlos und muss möglichst rasch und schonend auf unsere Uferseite transportiert werden! Katharina Hinterbrandner, Jugendleiterin der Ortsgruppe, war von den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten eines Schlauchbootes beeindruckt, mit dem der Bewusstlose an einer Seilbahn entlang durch die Strömung gezogen wurde. Praktische Ausbildungsinhalte waren der Bau von Seilrutschen und Seilbahnen, Überqueren des Flusses mit Boot an der Seilbahn, Überqueren des Flusses mit Hilfe einer Tyrolienne, Abseilen auf ein Boot an der Seilbahn, Anschwimmen eines Rafts und Einsteigen, die schonende Patientenrettung und zu guter Letzt eine Rafting-Tour.

„Wir müssen einige wichtige Knoten beherrschen und wissen, welche verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten von Seilbahnen es gibt. Jürgen hat uns alles sehr gut erklärt und gezeigt. Nach neun Stunden bin ich ganz schön kaputt, aber es hat sich gelohnt“, berichtet Hinterbrandner. Auch der Spaß darf nicht zu kurz kommen, weshalb der anstrengende Fortbildungstag mit einer lustigen Rafting-Tour auf der Ache endete.

BRK-Wasserwacht meistert 13-Stunden-Übungstag

Juli-Fortbildungsschwerpunkt Fließgewässer – nächtliche Einsatzübung an der Ache

Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden hat am vergangenen Wochenende einen 13-Stunden-Übungtag am Fließgewässer gemeistert. Eine der Hauptaufgaben der freiwilligen Wasserretter des Roten Kreuzes ist es, Verunfallte aus den Achen rund um Berchtesgaden zu retten und entsprechend auch Sachbergungen durchzuführen, weshalb die Verantwortlichen im Juli einen entsprechenden Ausbildungsschwerpunkt setzten, um Können und Wissen der aktiven Einsatzkräfte aufzufrischen.

Dank dem Fließwasser-Ausbilder Jürgen Klapfenberger, der sehr viel Zeit in die Ausbildung investierte, konnte ein 13-Stunden-Übungstag absolviert werden. Nach einer theoretischen Einweisung mit Themen wie „Verhalten am und im Wasser“, „die 15 Rettungsregeln“ und „Gefahren am und im Wasser“, die knappe zwei Stunden dauerte, konnten die Teilnehmer erst einmal bei der Mittagspause verschnaufen. Im Freien fand dann praktische Knotenkunde statt. An der Brücke bei Flusskilometer 11,1 hinter der Firma PSM fand dann eine Einsatzübung in der Ache statt. „Bei sportlichen zwei Metern pro Sekunde Fließgeschwindigkeit war voller Krafteinsatz gefordert“, berichtet Ortsgruppenvorsitzende Elke Schneider.

Die Wasserretter wiederholten die Grundlagen im Fließgewässer, darunter passives und aktives Schwimmen, Wurfretter-Training im Wasser und Überqueren eines Flusses. Nach vier Stunden anstrengender Übung gerade erst an der Wache angekommen, musste die BRK- Wasserwacht sofort wieder zu einem Erstversorgungseinsatz in die Watzmanntherme ausrücken , wo sich ein 13-jähriges Mädchen eine Platzwunde am Auge zugezogen hatte (separater Bericht). Nach einer kurzen Brotzeit gings wieder in den Lehrsaal, wo theoretisch die Grundlagen für Nachteinsätze und der Aufbau einer Seilbahn über den Fluss besprochen wurden. Gegen 22.30 Uhr begann dann die Nachtübung mit einem Ausrüstungscheck; gegen 23 Uhr folgte dann die Alarmmeldung: „Verletztes Kind an der Ache Höhe Wiesenstein.“ Ein junger Patient musste mit Verdacht auf eine Halswirbelsäulenverletzung möglichst schonend vom anderen Ufer gerettet werden, wobei ihn die Einsatzkräfte nur übers Wasser erreichen konnten. Nach Versorgung durch einen Arzt wurde der Patient so weit stabilisiert, dass er über eine Seilbahn auf die andere Flussseite gebracht werden konnte.

„Die Nachtübung war anstrengend, aber auch lustig, sehr interessant und lehrreich – gerade die Arbeit mit wenig Licht in der Dunkelheit war eine besondere Herausforderung“, erklärt Schneider. Fließgewässer-Ausbilder Klapfenberger gab bei der Nachbesprechung noch einen kleinen Ausblick auf den zweiten Teil, der am 19. Juli stattfinden soll.

Februar 2014 – Höchste Auszeichnung des Roten Kreuzes für Gerhard Däuber und Rudi Schierghofer

Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der BRK-Wasserwacht in Oberbayern, Claus Hieke hat auf der Jahreshauptversammlung der Kreis-Wasserwacht den langjährigen Ortsvorsitzenden der Berchtesgadener Wasserwacht, Gerhard Däuber und den Vorsitzenden der Kreis-Wasserwacht, Rudi Schierghofer mit dem DRK-Ehrenzeichen ausgezeichnet; das einzige DRK-Abzeichen mit Ordenscharakter und die höchste Auszeichnung des Roten Kreuzes. René Feldt wurde für seine besonderen Verdienste in der Ortsgruppe Berchtesgaden mit der Wasserwacht-Medaille in Bronze geehrt.

Däuber ist seit 45 Jahren bei der Wasserwacht aktiv und zum Synonym für die Organisation geworden; lange Zeit davon als Ausbilder, Technischer Leiter oder Vorsitzender. „Seit gefühlten hundert Jahren führt er jeden Donnerstag das Jugendtraining durch“, berichtete Hieke. Er ist darüber hinaus Einsatzleiter Wasserrettung, Mitglied der Wiederbelebungslehrgruppe und kümmert sich federführend um die jährliche, kostenfreie G31-Untersuchung der Wasserwacht-Rettungstaucher in der Kreisklinik. Er sammelte viele Spenden für die Ausstattung des neuen Rettungsboots am Königssee und organisierte die Einweihungsfeier. „Kamerad Däuber drängt sich nicht in den Vordergrund und überzeugt durch fachliches Können, unermüdliches Engagement und nicht nachlassende Einsatzbereitschaft, weshalb er über Jahrzehnte hinweg zum allseits respektierten Vorbild geworden ist“, lobte Hieke.

Rudi Schierghofer ist seit 1968 im Roten Kreuz und seit 1972 in der Wasserwacht aktiv und übt seit über 30 Jahren Führungsämter aus, während der letzten Jahre war er Technischer Leiter und Vorsitzender der Kreis-Wasserwacht. Er machte sich vor allem in der Ausbildung von Schwimmanfängern und Rettungsschwimmern verdient. Allein in der Bundeswehr bildete er über 2.000 Soldaten zu Rettungsschwimmern aus. „Mit Schwimmkursen versuchen wir präventiv, in der Bevölkerung gegen den Ertrinkungstod anzukämpfen; leider geht aber die Bereitschaft zum Erwerb der Rettungsschwimmscheine seit Jahren deutlich zurück“, bedauerte Schierghofer.

Ein besonderes Jubiläum konnte die BRK-Wasserwacht im Berchtesgadener Land 2013 mit ihrem Schulschwimmwettbewerb feiern: Seit mittlerweile einem viertel Jahrhundert organisiert Schierghofer eine landkreisinterne Siegerehrung; und das mit großem Motivationserfolg, denn im Schuljahr 2012/2013 kommen mit 114 Klassen und 2.210 Kindern und Jugendlichen fast 52 Prozent aller Teilnehmer auf Landesebene aus dem Berchtesgadener Land. Die heimischen Kinder und Jugendlichen schwimmen dabei ganz vorne mit und belegen durch die Bank Spitzenplätze. Das Motiv, warum die BRK-Wasserwacht so viel Aufwand betreibt und den Wettbewerb seit über einem halben Jahrhundert organisiert, ist einfach: „Je mehr Kinder gut schwimmen können, desto weniger passiert an den Gewässern; Prävention ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“, erklärt der Wasserwacht-Vorsitzende, der Lehrer und Kinder seit einem viertel Jahrhundert unermüdlich motiviert.