News 2013

News

BERCHTESGADENER
LAND/MÜNCHEN (ml) – Franz Kurz, Markus Leitner und Christl Wagner vom
Bayerischen Roten Kreuz (BRK) im Berchtesgadener Land haben beim
Fotowettbewerb „Wir sind Ehrenamt – Unsere Ehrenamtlichen stellen sich
vor“ des Bayerischen Innenministeriums gewonnen. Innenminister Joachim
Herrmann und FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß zeichneten am
Weltrotkreuztag (8. Mai) bei einer Feierstunde im Odeon die insgesamt 21
Preisträger aus dem gesamten Freistaat aus.

Am 12. Januar fiel der Startschuss für den Fotowettbewerb, an dem sich
insgesamt 523 Ehrenamtliche beteiligt und über 1.500 eindrucksvolle
Fotos von ihrer Tätigkeit eingeschickt haben. Die Bilder geben einen
breiten Überblick über das Ehrenamt im Bereich des Innenministeriums,
zum Beispiel von der Feuerwehr, über das BRK bis hin zur
Sicherheitswacht und können über das Internet unter
http://www.stmi.bayern.de/buerger/ehrenamt/wettbewerb/bilder abgerufen
werden. Eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Uli Hoeneß hat die
besten Fotos ausgewählt und mit attraktiven Preisen prämiert, zum
Beispiel mit zwei Tickets für das Champions League Finale 2012, einem
handsignierten Original-Trikot des FC Bayern München oder einem
Wochenende für zwei Personen an der Zugspitze. Herrmann: „Ich gratuliere
allen 21 Preisträgern aufs Herzlichste. Ihre Bilder zeigen das Ehrenamt
in überaus gelungener Weise. Alle Preisträger stehen heute
stellvertretend für die vielen Frauen und Männer, die sich jeden Tag
immer wieder für das Gemeinwohl einbringen.“

Franz Kurz wurde für sein Foto von einer Rettungsaktion der
BRK-Wasserwacht in der Königsseer Ache ausgezeichnet, Markus Leitner
bekam einen Preis für sein Bild von Bergwacht-Lawinenhund „Andi“ und
Christl Wagner überzeugte mit ihrer Kollage vom Wasserwacht-Rettungsboot
mit Rettungstaucher am Königssee. Drei von landesweit insgesamt fünf
BRK-Gewinnern kommen damit aus dem Berchtesgadener Land. BRK-Präsidentin
Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, BRK-Landesgeschäftsführer
Leonhard Stärk und BRK-Kreisvorsitzender Roland Richter freuten sich mit
dem Gewinner-Trio und gratulierten zum herausragenden Erfolg.

Joachim Herrmann: „Es war für die Jury mit ihrem Vorsitzenden Uli Hoeneß
sicherlich keine leichte Aufgabe, aus der Vielzahl der beeindruckenden
Einsendungen die besten Fotos herauszusuchen. Sie alle zeugen von
großartigem Engagement, von innerer Anteilnahme und selbstlosem Einsatz
für die Mitmenschen.“ Uli Hoeneß dazu: „Wir haben uns die Entscheidung
nicht einfach gemacht und Bilder aus den unterschiedlichsten Bereichen
ausgewählt. Bei alle 21 Siegerfotos wird deutlich, was das Ehrenamt für
den Einzelnen bedeutet und welche persönlichen Erlebnisse er damit
verbindet.“ Der Innenminister dankte den zahlreichen Sponsoren, die den
Fotowettbewerb so großzügig unterstützt haben. Eine Rangfolge der Preise
gab es nicht. Joachim Herrmann erläuternd: „Wir wollten bewusst keinen
ersten, zweiten oder 21. Preis verleihen. Denn jeder Ehrenamtliche
leistet einen wichtigen Beitrag für uns alle, egal in welchem Bereich er
tätig ist.“

Weitere Bilder siehe Galerie

 

Strukturübung Königssee

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE
(ml) – Rund 120 Einsatzkräfte von BRK-Wasserwacht, Landratsamt, Deutsche
Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), Feuerwehr, Polizei und Technisches
Hilfswerk (THW) haben am Dienstagabend bei einer so genannten Struktur-
und Logistikübung am Königssee die Fahrzeugaufstellung und den Einsatz
von Booten praktisch durchgespielt. Die Annahme: Zwei Ausflugsboote sind
zusammengestoßen, es raucht und Öl läuft ins Wasser, 40 bis 50 zum Teil
verletzte Menschen treiben im Wasser, 20 weitere haben sich ans
Steilufer gerettet und warten auf Hilfe. Obwohl die Übung ohne
Patientenmimen stattfand, hatte gerade die Einsatzleitung richtig viel
zu koordinieren: 17 Boote im Wasser, 30 beteiligte Einsatzfahrzeuge und
sieben verschiedene Funkkanäle.

Um 19 Uhr gings los: „Kollision zweier Boote kurz hinter der Insel!“ Für
die beteiligten Einsatzkräfte war die Übung eine Herausforderung, die
Führungscrew mit dem Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) Hermann Scherer,
Einsatzleiter Wasserrettung Martin Planegger, Feuerwehr Einsatzleiter
Stefan Punz, Polizeichef Günther Adolf, Bergwacht-Einsatzleiter
Christian Wolf und der THW-Ortsbeauftragten Sandra Huber geriet
zeitweise sogar richtig ins Schwitzen. „Keine Opfer, kein Feuer, keine
Verletzten, kein Rauch: Heute findet eine rein logistische Übung für die
Führungskräfte der Organisationen statt“, erklärt
Kreis-Wasserwacht-Chef Rudi Schierghofer, der als Zuschauer an der
Seelände steht und schaut, ob seine Leute alles richtig machen. Nach
längerer Vorbereitungszeit durch den für die Feuerwehren zuständigen
Landratsamt-Sachbearbeiter Uli Hölzl und den Technischen Leiter der
BRK-Wasserwacht Berchtesgaden, Franz Kurz (Wasserwacht Berchtesgaden)
wurde ein ausgefeiltes Einsatzplanungskonzept für Großschadensereignisse
am Königssee ausgearbeitet. Die einzelnen Abläufe wurden nun praktisch
durchgespielt. Besonderes Augenmerk wurde von der Übungsleitung auf die
reibungslose Zusammenarbeit der Einheiten gelegt.

„Zwei Boote sind kollidiert, rund 40 bis 50 teilweise verletzte
Personen sind im Wasser, Rauchentwicklung auf den Booten, Öl im
Wasser!“, meldete der Abschnittsleiter Einstelle bei der ersten
Lageerkundung über Funk. Danach wurden die einzelnen Boote gewassert;
zum Abtransport der Patienten, um Atemschutzgeräteträger zu den
brennenden Schiffen zu bringen und Ölsperren einzuziehen.
BRK-Rettungsassistent Hermann Scherer wurde vom Landratsamt als
Örtlicher Einsatzleiter (ÖEL) eingesetzt und bildete sofort mit den
anderen beteiligten Organisationen im Katastrophenschutz-Abrollbehälter
des Landkreises einen gemeinsamen Führungsstab, wobei die
Unterstützungsgruppen Örtliche Einsatzleitung (UGÖEL) und
Sanitätseinsatzleitung (UGSanEL) als Führungsgehilfen wichtige
Kommunikations- und Dokumentationsarbeiten übernahmen.

Im weiteren Verlauf wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet, um das
Szenario effektiver und rascher abzuarbeiten: Der Abschnitt Boot
(Führung durch Wasserwacht und Feuerwehr gemeinsam), vom Boot der
Wasserwacht Berchtesgaden aus der Abschnitt Einsatzstelle (Feuerwehr,
Wasserwacht, Rettungsdienst, Bergwacht), der Abschnitt Seelände
(Koordinierung der nachrückenden Einsatzkräfte), der Abschnitt
Bereitstellungsraum (Sammeln der anrückenden Kräfte), der Abschnitt
Tauchen (Führung durch Wasserwacht und Feuerwehr gemeinsam) und die
Einsatzleitung am Parkplatz Rodelbahn. Die Erfahrungen und Ergebnisse
der Übung werden in das Konzept zur Einsatzplanung eingearbeitet.
„Jeder Einsatz ist anders, dennoch haben wir mit den heutigen
Erfahrungen eine gute Grundlage, auf die wir im Ernstfall bauen können
und mit der wir wertvolle Zeit gewinnen. Das Muster kann bei jedem
größeren Schadensereignis am Königssee angewandt werden und hat sich
bereits bei Sucheinsätzen an der Ache bewährt“, freut sich Franz Kurz,
der mit der Arbeit des Führungsstabs sehr zufrieden ist. Gerade der
hintere Bereich des Sees ist nur über die Berge oder vom Wasser aus
erreichbar, weshalb Einsatzkräfte nur per Boot oder Hubschrauber
transportiert werden können.

Im Ernstfall wären deutlich mehr Einsatzkräfte beteiligt gewesen, da
die einzelnen Fahrzeuge nur jeweils mit drei bis vier Mann besetzt
waren. An der Übung mitgewirkt haben das Landratsamt Berchtesgadener
Land, die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppen Berchtesgaden, Bad Reichenhall,
Freilassing-Ainring, Laufen-Leobendorf und Obing, die DLRG Traunstein,
die Feuerwehren Königssee, Schönau, Berchtesgaden, Bischofswiesen,
Hallein, Ainring, Bad Reichenhall, die UGÖEL, die UGSanEL, die Polizei
Berchtesgaden, das THW Berchtesgadener Land und die Bergwacht
Berchtesgaden.

In Wirklichkeit ist im modernen Bootsverkehr am Königssee noch kein
einziger großer Unfall mit Fahrgästen passiert. Dennoch müssen alle
Einsatzkräfte und Organisationen auf Schadensfälle am See oder Brände
und Lawinen am nur durch Boote oder Hubschrauber erreichbaren Ufer
vorbereitet sein. Sicherheit wird bei der Schifffahrt deshalb sehr groß
geschrieben; der Technische Leiter Michael Brandner und sein Team haben
dafür ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept entwickelt. Die Mitarbeiter
werden regelmäßig durch Fachpersonal geschult, damit sie im Ernstfall
die richtigen Entscheidungen treffen und effektiv helfen können. Erst
kürzlich wurden drei Rettungsinseln für jeweils 30 Personen angeschafft.
Ein davon wurde der Wasserwacht Berchtesgaden gespendet. Die
Einsatzkräfte von BRK-Wasserwacht oder Feuerwehr führen auch regelmäßig
in Absprache mit der Schifffahrt Übungen mit unterschiedlichen Szenarien
durch.
weitere Bilder

1.000 Euro für neue Einsatzkleidung, „Berchtesgaden hilft e. V.“ unterstützt die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden


BERCHTESGADEN/SCHÖNAU
AM KÖNIGSSEE (ml) – Der 1999 gegründete Verein „Berchtesgaden Hilft
e.V.“ hat 1.000 Euro an die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden
gespendet, die davon neue Einsatzkleidung für ihre ehrenamtlichen Helfer
kaufen kann. Der Technische Leiter, Franz Kurz und sein Stellvertreter
Martin Planegger nahmen den symbolischen Scheck in Empfang und
informierten Vereinskassier Petra Kastenhuber über die Arbeit der
Wasserwacht rund um den Königssee.

Die Wasserretter zeigten ihr unter anderem das 2011 in Dienst gestellte
Motorrettungsboot samt medizinischer und technischer Ausrüstung und
berichteten von Einsätzen aus der aktuellen Saison. „Jedes Jahr kommen
neue aktive Einsatzkräfte zur Mannschaft hinzu, für die wir
Schutzkleidung kaufen müssen. Aufgrund der witterungsbedingt hohen
Anforderungen an das Material und der strengen
Unfallverhütungsvorschriften immer wieder ein teurer Spaß“, erklärt
Kurz.

Der Grundgedanke von „Berchtesgaden Hilft e.V.“ ist, dass Privatleute,
Firmen, Vereine und Stammtische ihre Spende direkt hilfsbedürftigen
Leuten und gemeinnützigen Projekten im Berchtesgadener Talkessel
zukommen lassen können. Der Verein arbeitet rein ehrenamtlich. Die
Spenden werden zu hundert Prozent und ohne Verwaltungskosten an
Kindergärten, Schulen, Einrichtungen oder bedürftige Menschen vor Ort
weitergeleitet.

Berchtesgaden hilft e. V.“ unterstützt die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden