Einsätze 2015

19.12.2015 – Im letzten Tageslicht per Tau aus der Watzmann-Ostwand ausgeflogen

Am Samstagnachmittag ist ein 49-jähriger Bergsteiger in der Watzmann-Ostwand beim Aufstieg über den Berchtesgadener Weg in Bergnot geraten, da er in rund 1.500 Metern Höhe wegen der schlechten Wetterverhältnisse mit rutschigem, weichen Schnee den Weg nicht mehr finden und nicht mehr weiter auf- oder absteigen konnte.

Er setzte bei beginnender Dämmerung gegen 16 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die aufgrund des engen Zeitfensters sofort reagierte und die Bergwacht Berchtesgaden und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ losschickte. Der Pilot nahm in Schönau zwei Bergretter auf; die Besatzung konnte den Verstiegenen, der mit Lichtzeichen auf sich aufmerksam machte, sofort lokalisieren. Nach einer Zwischenlandung auf der Halbinsel St. Bartholomä wurde der Unverletzte im letzten Tageslicht per Tau ausgeflogen. Die aufgrund von einfallendem Nebel und der einsetzenden Dunkelheit alarmierte BRK-Wasserwacht musste mit ihrem Rettungsboot dann nicht mehr ausrücken, da „Christoph 14“ sowohl den Verstiegenen als auch die Retter nach Schönau zurückfliegen konnte.

19.11.2015 – Person im Wasser

Am Donnerstag vormittag wurden die Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall sowie die FFW Ramsau und die Tauchergruppe der FFW Bad Reichenhall zu einer Person im Hintersee alarmiert.

14. + 16.10.2015 – Taucheinsatz St. Bartholomä: Für den Digitalfunk auf Tauchstation: BRK-Wasserwacht unterstützt beim Verlegen der Stromkabel für den Masten in Salet

Ehrenamtliche Wasserretter müssen Bohrkopf unter Wasser suchen & markieren, Rohre sägen und schneiden und Gestänge aushängen

Was hat der Digitalfunk mit Tauchen zu tun? Sehr viel, denn die ehrenamtlichen Rettungstaucher der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden unterstützen gerade eine Spezialfirma beim Verlegen der Stromkabel durch den Königssee zur Versorgung des abgelegenen Digitalfunk-Masten oberhalb von Salet am Südufer des Sees. Der Masten deckt zukünftig ein Gebiet ab, wo das ganze Jahr über viele tausend Menschen die Naturschönheiten des Berchtesgadener Landes erkunden und im Notfall medizinisch genauso gut versorgt werden sollen, wie im eigentlichen Siedlungsraum.

Am Mittwochmittag haben die Arbeiten auf der Halbinsel St. Bartholomä begonnen. Dort wird ein komplett neues Stromkabel in den Boden gegraben und dann durch den See nach Salet verlegt. Die Wasserwacht-Taucher unterstützten am Mittwoch und am Freitag die Spezialfirma jeweils einen halben Tag lang nach den Bohrarbeiten: Sie mussten einen rund 200 Kilo schweren Bohrkopf in rund acht Metern Wassertiefe suchen und mit einer Boje markieren, damit ihn die Arbeiter dann auf den Ponton hieven konnten. Aktuell steht am Echostüberl ein großer Ponton aus Schottland, mit dem das neue Stromkabel direkt von der Trommel durch den See verlegt werden soll. Im Laufe der Woche mussten die Wasserretter noch in rund sechs Metern Tiefe mit Fuchsschwanz und Bolzenschneider ein zehn Zentimeter dickes Plastikrohr mit einem acht Millimeter dicken Stahl-Zugseil in der Mitte sägen und schneiden und erneut den Bohrkopf suchen und markieren sowie das Gestänge unter Wasser aushängen.

Innerhalb der nächsten Wochen wird die BRK-Wasserwacht noch einige Aufträge für die Spezialfirma am Königssee erledigen müssen. Bei der letzten Verlegung des Seekabels 2007 von der Seelände nach St. Bartholomä war die BRK-Wasserwacht auch schon mit ihren Tauchern im Hilfseinsatz. „Damals hatten wir den Uferbereich für den Übergang von See auf Land vorbereitet“, erinnert sich der Technische Leiter der Ortsgruppe, Franz Kurz.

23.09.15- Überregionale Ablöse organisiert: Belastungsgrenze der heimischen Einsatzkräfte beim Asyl-Einsatz ist bald erreicht

Seit mittlerweile zehn Tagen sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), des Malteser Hilfsdienstes (MHD), des Technischen Hilfswerks (THW) und der Caritas mit großer Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr und ehrenamtliche Helferkreise im Dauereinsatz, um die medizinische Versorgung, Verpflegung und Betreuung tausender Flüchtlinge sicherzustellen, die von Salzburg aus zu Fuß oder per Bahn in Freilassing stranden und dort mehrere Stunden bleiben müssen, bis sie per Bus und Bahn in andere deutsche Städte weiter verteilt werden.

„Alles was wir hier leisten, richtet sich ausschließlich nach dem Maß der Not. Wir haben rund um die Uhr für alle anfallenden Aufgaben einen Schichtdienst eingerichtet und können noch bis kommenden Sonntag Personal garantieren; danach ist unsere Belastungsgrenze in der Region definitiv erreicht“, erklärt Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter, der aktuell mit seinem Führungsstab auf Hochtouren arbeitet und überregionale Unterstützung durch Einsatzkräfte aus anderen Landkreisen organisiert, die Situation aber dennoch nüchtern einschätzt: „In Bayern gibt es derzeit ja mehrere Asyl-Brennpunkte und das Oktoberfest, so dass sich die heimischen Freiwilligen nicht vollkommen aus den Großeinsatz ausklinken werden können. Wir planen aber eine Pause für die Einsatzkräfte aus dem Berchtesgadener Land und Traunstein, die während der letzten zehn Tage alles gegeben haben.“

Die Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften, der BRK-Wasserwacht und des MHD lösen sich aktuell dreimal am Tag nach Acht-Stunden Schichten ab; sie stellen die Verpflegung und Unterkunft sicher, kümmern sich zusammen mit Ärzten um die medizinische Eingangsuntersuchung in der Halle an der Sägewerkstraße und stellen den Sanitätsdienst für den gesamten Einsatz im Raum Freilassing sicher. Alle Aufgaben, Anfragen und Arbeiten koordiniert ein seit Freitag in der BRK-Kreisgeschäftsstelle eingerichteter und rund um die Uhr besetzter Führungsstab von BRK und MHD, der ein gemeinsames Einsatz- und Lagezentrum betreibt.

Der tagelange Einsatz belastet die freiwilligen Helfer auch psychisch, da sie nach den teilweise sehr stressigen Schichten in Freilassing wieder zur Arbeit müssen und die Ruhezeiten nicht mehr gewährleistet sind. Nahezu jeden Tag mussten kurzfristig die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) ausrücken und den regulären Rettungsdienst und Krankentransport unterstützen, da innerhalb sehr kurzer Zeit viele kranke Flüchtlinge ankamen, die zum Teil auch mit Kreislaufproblemen zusammenbrachen. „Wenn so oft mitten in der Nacht oder während der Arbeitszeit der Piepser losgeht, sind unsere Freiwilligen irgendwann am Limit!“, betont Halter.

Am frühen Mittwochmorgen gegen 3 Uhr hielt ein nicht angekündigter Sonderzug mit mehreren hundert Flüchtlingen aus Salzburg in Freilassing an, der eigentlich nach Halle durchfahren sollte. Der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der die Flüchtlinge auf der Fahrt begleiten sollte, hatte einige schwer erkrankte Menschen mit sehr schlechtem Allgemeinzustand entdeckt und daraufhin Unterstützung angefordert. Die Leitstelle Traunstein schickte daraufhin den regulären Rettungsdienst mit drei Rettungswagen, einem Notarzt und die ehrenamtlichen Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) des Roten Kreuzes mit mehreren zusätzlichen Fahrzeugen. Die Einsatzkräfte versorgten die Patienten und brachten sie in umliegende Kliniken. Während der vergangenen zehn Tage mussten BRK und MHD im Raum Freilassing insgesamt über 100 erkrankte und verletzte Flüchtlinge versorgen und in Kliniken bringen. Mehrmals bestand der Verdacht auf Tuberkulose, bestätigte sich dann aber nicht bei den weiteren Untersuchungen in der Klinik.

„Wir gehen davon aus, dass ab Freitag in Freilassing ein zusätzlicher, rund um die Uhr besetzter Rettungswagen zur Verfügung steht, damit
die Versorgungssicherheit der heimischen Bevölkerung aufgrund der unveränderten Asyl-Situation auch weiterhin nicht leidet“, erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz, der den überregionalen Einheiten für ihre spontane Unterstützung im Schichtdienst dankt und stolz auf seine Einsatzkräfte ist: „Unsere Ehrenamtlichen haben am Montag vor zehn Tagen sehr rasch auf die plötzlich eingetretene Lage reagiert und innerhalb weniger Stunden geordnete Strukturen für einen koordinierten Einsatzablauf geschaffen. Angesichts der schwierigen Voraussetzungen und der fehlenden Planungssicherheit lief der Einsatz in Freilassing während der vergangenen zehn Tage überraschend gut und professionell ab!“

Am Mittwochvormittag stellte sich die Lage weitgehend unverändert dar: Über 800 Asylanten warteten an der Flüchtlingsbrücke über die Saalach auf die Einreise; die Halle in der Sägewerkstraße war mit etwa 600 Menschen belegt. „Es ist seit Tagen ein ständiges Kommen und Gehen, wobei die Halle teilweise mit bis zu 1.200 Menschen voll wird und die Bundespolizei auch immer wieder auf eine der drei kleineren Unterkünfte zurückgreifen muss“, erklärt Halter. Ein Problem ist das zunehmend herbstliche Wetter mit Regen und nächtlichen Temperaturen, die auf bis fünf Grad sinken. Das Rote Kreuz stellt aber bewusst direkt an der Flüchtlingsbrücke keine Fahrzeuge oder Zelte auf. „Bei akuten Notfällen sind wir innerhalb von wenigen Minuten von der Rettungswache aus an der Brücke und können helfen. Wären Einsatzkräfte dort rund um die Uhr vor Ort, würden sehr viele Menschen mit nicht akuten Verletzungen und Erkrankungen bei ihnen aufschlagen und rasch die Kapazitäten sprengen, die wir für lebensbedrohliche Notfälle zurückhalten“, erklärt Halter.

23.09.2015 – Die Situation ist angespannt und gerade auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sehr belastend

BERCHTESGADENER LAND – Rund 1.100 Asylbewerber übernachteten vergangene Nacht in der Unterkunft in Freilassing, Sägewerkstraße. Zuvor wurden bereits 1.055 Menschen, die mit zwei Sonderzügen aus Salzburg am Freilassinger Bahnhof ankamen, unmittelbar nach grenzpolizeilicher Kontrolle durch die Bundespolizei nach Köln/Bonn und nach Mannheim weitergeleitet.

Am Nachmittag befanden sich insgesamt 1.200 Personen in der Unterbringung in Freilassing. Vier Sonderzüge und drei Busse der Bundeswehr sollen noch heute für weitere Entlastung in Freilassing sorgen, wenngleich mehrere hundert Menschen wieder an der Saalachbrücke stehen.

Auch für die nächsten Tage wird mit einem anhaltenden bzw. noch ansteigenden Zustrom an Asylbewerbern in Freilassing, sowohl über die Saalachbrücke als auch per Bahn, gerechnet. Nach Erkenntnissen der Bundespolizei sind ca. 10.000 – 13.000 Personen bereits in Österreich mit Zügen aus verschiedenen Bundesländern nach Salzburg unterwegs. Die näheren Ankunftszeiten sind nicht bekannt.

Landrat Georg Grabner: „Die Situation ist angespannt und gerade auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sehr belastend. Sowohl die hauptamtlichen, wie die ehrenamtlichen Kräfte stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Auch unsere Aufnahmekapazitäten sind nicht unbegrenzt. Wir setzen deshalb alle Hebel in Bewegung, damit wir nicht noch stärker belastet werden. Entscheidend ist, dass endlich auch andere europäische Staaten zur Aufnahme von Asylbewerbern verpflichtet werden“, so Landrat Georg Grabner.

21.09.2015 – Aktuelle Asylsituation im Landkreis Berchtesgadener Land

BERCHTESGADENER LAND – Die Zahl der ankommenden Asylbewerber steigt erwartungsgemäß nach einem ruhigeren Wochenende am heutigen Montag wieder an. Die Nacht verbrachten 510 Menschen in der Unterbringung (ehem. Möbellager) in Freilassing.

Im Laufe des Tages stieg die Zahl auf 770. Weitere 500 Asylbewerber werden fußläufig über die Saalachbrücke am Grenzübergang in Freilassing erwartet. Darüber hinaus sind aus Salzburg zwei Sonderzüge mit rund 600 Flüchtlingen angekündigt, die möglichst noch am Bahnhof Freilassing von der Bundespolizei grenzpolizeilich registriert werden sollen und direkt in das Bundesgebiet weitergeleitet werden sollen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurde heute eine zweite Halle im Industriegebiet Freilassing zur Belegung vorbereitet. Dort können bis zu 350 Asylbewerber aufgenommen werden.

Die ehrenamtlichen Kräfte der Kreiswasserwacht BGL sind weiterhin vor Ort.

21.09.2015 – Kopfplatzwunde in Salet

Am Montag gegen 12.15 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zum Gasthaus Salet alarmiert.

Eine 69jährige Urlauberin aus Reutlingen ist gestürzt und hat sich eine Kopfplatzwunde zugezogen.
Nachdem die ehrenamtlichen Helfer mit dem Motorrettungsboot in Salet angekommen sind, wurde die Patientin versorgt und zusammen mit zwei Angehörigen zur Seelände transportiert.
Dort wurde die Urlauberin an eine Krankenwagenbesatzung zur Weiterbehandlung in der Kreisklinik Berchtesgaden übergeben.
Der Einsatz dauerte für die ehrenamtlichen Kräfte der Wasserwacht bis ca. 14.00 Uhr.

21.09.2015 – Weiterhin im Einsatz in Freilassing

Auch weiterhin sind die Kräfte der Kreiswasserwacht aus dem Berchtesgadener Land vor Ort in Freilassing, um dort in der Flüchtlingsunterkunft die sanitätsdienstliche Versorgung zu gewährleisten.
In Freilassing arbeiten alle Hilfsorganisationen Hand in Hand – ein besonderer Dank gilt natürlich allen Familienangehörigen der ehrenamtlichen Kräfte!

20.09.2015 – Flüchtlingslage entspannt sich weiter: Rückläufige Flüchtlingszahlen erlauben Einsatzkräften Anpassung der Schichtbesetzung

Aktuell befinden sich etwa 200 Personen in der Notunterkunft in Freilassing, am Grenzübergang Saalbrücke sind weitere 50 Flüchtlinge. Aufgrund der entspannenden Lage passen auch die Einsatzkräfte ihre Schichtbesetzung der Notunterkünfte an. Derzeit sind noch etwa 40 Helfer des Roten Kreuzes, Malteser Hilfsdienst und Technischen Hilfswerk vor Ort. Seit Einrichtung der Notunterkünfte sind viele der ehrenamtlichen Helfer schon im Dauereinsatz, werden von Einheiten aus ganz Oberbayern unterstützt. Jetzt nutzen die Helfer die Zeit, um die Infrastruktur anzupassen und ihre Bestände zu prüfen und zu ergänzen.

Die Einsatzleitung erstellt nun variable Schichtpläne, um bei einer veränderten Lage wieder kurzfristig die Helferzahl anpassen zu können.
Das Landratsamt informiert, dass gegen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr jeweils mit weiteren 500 Personen aus Salzburg kommend gerechnet wird, die entweder bereits in Salzburg oder – wenn dies nicht der Fall ist – durch die deutsche Bundespolizei registriert und unmittelbar, ohne Aufnahme in die Freilassinger Unterbringung, mit einem Sonderzug weitergeleitet werden sollen.

Dem gestrigen Aufruf sind dankenswerter Weise zahlreiche Helferinnen und Helfer gefolgt. Diese Helfer werden koordiniert und z. B. bei der Essensausgabe in der Unterkunft in der Sägewerkstraße eingesetzt.
Anlaufpunkt für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ist der Caritas-Infopunkt (neue Tel. 0152/59 65 78 94) in der Sägewerkstraße (roter VW-Bus).

Weiterhin sind Einsatzkräfte der Kreiswasserwacht Berchtesgadener Land vor Ort.

19.09.2015 – Aktualisierung Einsatz Freilassing: Aktuelle Asylsituation im Landkreis Berchtesgadener Land

Bilder der Kinder für die ehrenamtlichen HelferStand: 16 Uhr

BERCHTESGADENER LAND – Gegenüber den vergangenen Tagen war der Zulauf an Asylbewerbern in Freilassing bis Samstagnachmittag stark rückläufig. Am Samstagmorgen befanden sich 97 Flüchtlinge in der Notunterbringung in Freilassing, Sägewerkstraße. Bis 16 Uhr kamen insgesamt 140 Asylbewerber in Freilassing an. Gegen 17 Uhr wird mit einem Sonderzug aus Graz mit insgesamt rund 480 Personen gerechnet. Fußläufig über die Saalach-Brücke in Freilassing kamen während des bisherigen Tages keine Flüchtlinge.

Ehrenamtliche Helfer für Essensausgabe gesucht

Nachdem damit gerechnet wird, dass die Zahl der ankommenden Asylbewerber tendenziell wieder ansteigen wird, werden für einzelne Tätigkeiten, insbesondere für die Essensausgabe in der Notunterbringung in Freilassing (Sägewerkstraße), ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Die Koordination der Ehrenamtlichen erfolgt am Infopunkt der Caritas in der Sägewerkstraße (roter VW-Bus). Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich dort persönlich melden und erhalten Auskunft über die entsprechenden Einsatzzeiten. Telefonisch ist der Infopunkt unter der Telefonnummer +49 (0) 152 21042317 erreichbar.

Malbücher und Stifte für Kinder gefragt

Bei den Kindern der Asylbewerber sind Malbücher sehr beliebt. Gerne können Malbücher und Stifte am Infostand der Caritas in Freilassing abgegeben werden.

18.09.2015 – Aktualisierung Flüchtlingseinsatz: Landratsamt erhöht Kapazität für vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen

Aufgrund des anhaltenden Zustroms von Asylbewerbern über die bayerisch-österreichische Grenze hat das Landratsamt Berchtesgadener Land bereits in der Nacht vom 16. auf den 17. September zusätzliche Kapazitäten zur bestehenden Unterbringung in einem ehemaligen Möbellager mit Asylbewerbern vorübergehend bereitgestellt. Die Unterkünfte werden von den ankommenden Asylbewerbern in der Regel nur kurzfristig belegt, bevor die Migranten mit einem bereitgestellten Sonderzug vom Bahnhof Freilassing aus in das Bundesgebiet weiterverteilt werden. In den letzten beiden Nächten verbrachten jeweils 1.300 bzw. 1.100 Asylbewerber die Zeit bis zur Weiterfahrt in den Freilassinger Unterkünften. Die Lage in diesen beiden Notunterkünften ist trotz der großen Anzahl an Asylbewerbern sowohl tagsüber als auch nachts ruhig.

Seit gestern wurden weitere Aufnahmekapazitäten mobilisiert, da das Landratsamt Berchtesgadener Land von einem weiter anhaltenden, jedoch schwankenden Zulauf von Asylbewerbern ausgeht. Diese Kapazitätserweiterung soll in einer Industriehalle in der Stadt Freilassing sowie in der Gemeinde Saaldorf-Surheim (Surarena) erfolgen.

Landrat Georg Grabner: “Die Geschehnisse der letzten Tage und aller Voraussicht nach auch der nächsten Tage stellen die Bundespolizei und Bayerische Polizei sowie alle weiteren Beteiligten vor eine gewaltige Herausforderung. Die gemeinsame Aufgabe der Notunterbringung von so vielen Flüchtlingen kann nur aufgrund der großartigen Unterstützung der Hilfsorganisationen von BRK, Wasserwacht, Malteser Hilfsdienst, THW, Caritas, der Initiative „Freilassing hilft“, der Bundeswehr im Rahmen der Aktion „Helfende Hände“, der Stadt Freilassing, der Gemeinde Saaldorf-Surheim, der Feuerwehren und vielen helfenden Privatpersonen geleistet werden. Mein großer persönlicher Respekt und Dank gilt daher allen Helfern und Unterstützern, ob ehrenamtlich oder professionell. Mein Dank gilt auch allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Aufgabe freistellen. Wichtig wäre es, wenn dies auch weiterhin möglich wäre“, so der Landrat.

Die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht aus dem gesamten Landkreis ist weiterhin rund um die Uhr im Schichtdienst eingesetzt.

18.09.2015 -Aktuelle Lage Freilassing

FREILASSING – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben von Donnerstag auf Freitag die beiden Notunterkünfte in der Sägewerkstraße (1.000 Plätze) und in der Turnhalle der Knabenrealschule (400 Plätze) um zwei weitere Neben-Unterkünfte in einer Halle in der Breslauer Straße mit 500 Plätzen und in der Sur-Arena mit 380 Plätzen erweitert. Zusätzlich wird die Halle in der Sägewerkstraße von 1.000 auf 1.500 Plätze erweitert, indem auch das Erdgeschoss eingerichtet wird. Gegen 7.45 Uhr war das Gebäude mit 1.100 Flüchtlingen belegt, die vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK-Bereitschaften und BRK-Wasserwacht) und Malteser Hilfsdienst
(MHD) medizinisch versorgt, verpflegt und betreut werden. Die Bundeswehr lieferte dafür überregional zusätzliches Material wie Feldbetten an, das zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Freiwilligen Feuerwehr aufgebaut wurde.

Auch am Donnerstag und in der Nacht auf Freitag musste das Rote Kreuz immer wieder zur medizinischen Versorgung von internistisch erkrankten und verletzten Flüchtlingen ausrücken, von denen zehn notärztlich versorgt und in Kliniken gebracht wurden. Ehrenamtliche Sanitäter der BRK-Bereitschaften begleiten auch die Züge, mit denen die Flüchtlinge von Freilassing in andere Deutsche Städte gebracht werden.

Als am Nachmittag ein Unwetter aufzog und der Föhn zusammenbrach, brachte die Freiwillige Feuerwehr Freilassing Sandsäcke, mit denen die Logistik-Zelte des Roten Kreuzes sturmfest befestigt wurden. Zur Verpflegung der Menschen an den insgesamt vier Unterkünften im Raum Freilassing nahm der Betreuungsdienst am Donnerstagabend die mobile Feldküche am Rotkreuz-Haus in Mitterfelden in Betrieb, wobei sehr große Mengen an gezuckerten Heißgetränken zubereitet und verteilt wurden.

Die heimischen Einsatzkräfte aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein wurden durch 50 Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) Behandlung des Roten Kreuzes aus den Landkreisen Landsberg, Miesbach und Starnberg verstärkt, die gegen Mitternacht im Bereitstellungsraum am Rotkreuz-Haus in Mitterfelden eintrafen. Die SEG´n sind zum Betrieb der zusätzlichen Neben-Unterkünfte vorgesehen.

Wer helfen will, kann sich >> hier >> auf der Internetseite des Landratsamts informieren, was benötigt wird.

17.09.2015 – Sanitätsabstellung beim Finanz-und Heimatempfang

Das Bayerische Staatsministerium für Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat veranstalte am Donnerstag Abend den Finanz-und Heimatempfang in Schönau am Königssee.

Ursprünglich war die Veranstaltung in St. Bartholomä geplant, weshalb man die Wasserwacht Berchtesgaden zum Sanitätsdienst anforderte.
Aufgrund der Sturmwarnung wurde dann die Veranstaltung ins Gasthaus Unterstein verlegt.
Die Wasserwacht Berchtesgaden stellte dort mit mehrere Aktiven, darunter einem Arzt und einer Rettungsassistentin, die Sanitätsabstellung.
Der Dienst dauerte von 18.15 Uhr bis 21.30 Uhr.

17.09.2015 – Aktualisierung Flüchtlingseinsatz Freilassing

Rotes Kreuz (BRK) und Malteser Hilfsdienst (MHD) haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 3 Uhr eine Turnhalle in Freilassing als zweite Notunterkunft ausgebaut, da die 1.000 Plätze in der Industriehalle durch die vielen Flüchtlinge, die noch immer zu Fuß von Salzburg nach Freilassing ziehen, kurz nach Mitternacht voll belegt war. Die beiden Hilfsorganisationen stemmen den Großeinsatz seit Montagmittag rein ehrenamtlich, wobei Einheiten aus dem Nachbar-Landkreis Traunstein die heimischen Helfer im Schichtdienst immer wieder ablösen.

Am Donnerstag gegen 6 Uhr waren 986 Menschen in der Industriehalle in der Sägewerkstraße und kurz nach 7 Uhr 198 Menschen in der Turnhalle an der Knabenrealschule untergebracht. Rund 40 Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften aus dem Berchtesgadener Land und Traunstein, der heimischen BRK-Wasserwacht und des MHD waren die ganze Nacht über voll gefordert. Der MHD kümmert sich als Schwerpunkt um die Verpflegung der Flüchtlinge, das BRK um die Erstuntersuchung, die medizinische Versorgung, die Behandlung und den Transport von Kranken und Verletzten in Kliniken.

Trotz des erhöhten Koordinierungsbedarfs hatten die Einsatzkräfte die Lage gut im Griff: Die Stimmung in den Unterkünften war trotz Stress und vieler Menschen friedlich und ruhig. Die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit dem Leitenden Notarzt (LNA) Dr. Christian Stöberl und dem Organisatorischen Leiter (OrgL) Jakob Goess musste in der Nacht mehrmals kurzfristig improvisieren und zusätzliche Helfer mobilisieren, da sich die Lage immer wieder änderte. Als gegen 0.45 Uhr in der Industriehalle keine Betten mehr frei waren, bauten die Einsatzkräfte kurzerhand in der Turnhalle der Knabenrealschule weitere Schlafplätze auf.

Der Großteil der Flüchtlinge zieht über die Grenzbrücke und die B304 von Salzburg nach Freilassing, kleinere Gruppen haben sich auch andere Wege gesucht. Die BRK-Bereitschaften und das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) mussten immer wieder an die Grenze ausrücken, wo internistisch erkrankte Flüchtlinge medizinische Hilfe brauchten. Zwischen 18 Uhr und Mitternacht wurden von den bayerischen Einsatzkräften fünf kranke Flüchtlinge mit schlechtem Allgemeinzustand versorgt und in Kliniken transportiert sowie etliche weitere erschöpfte Menschen ambulant versorgt.

Auch die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung ist groß: Einheimische kümmerten sich um die wartenden Flüchtlinge auf der Brücke, verteilten Getränke und Essen sowie Decken und Schlafsäcke. Da alle Ankömmlinge polizeilich registriert werden müssen, kam es in der Nacht aufgrund des enormen Zustroms zu längeren Wartezeiten. Dolmetscher beruhigten die Menschen und erklärten ihnen die Abläufe.

Seit 15.09.2015 – Flüchtlingseinsatz in Freilassing

Auf Anforderung der Einsatzleitung in Freilassing unterstützt die Kreiswasserwacht Berchtesgaden die Einsatzkräfte vor Ort.

Seit Dienstag um 23.00 Uhr stellt die Wasserwacht Sanitätspersonal zur Betreuung der Flüchtlinge in Freilassing.
In der Nacht auf Mittwoch waren teilweise um die 720 Flüchtlinge zu betreuen.
Derzeit sind die verschiedenen Bereitschaften aus dem Landkreis, der Malteser Hiflsdienst, die Wasserwachten aus dem Landkreis, die SEG Information und Kommunikation sowie die Bundespolizei mit mehreren Einsatzkräften vor Ort.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Kreiswasserwacht BGL sind weiterhin in Alarmbereitschaft, um nochmals verschiedene Dienste übernehmen zu können.
Ein Einsatzleiter Wasserrettung koordiniert den Einsatz der Kräfte der Wasserwacht.

15.09.2015 – 15-Jährige verletzt sich auf Weg zur Eiskapelle am Fuß

Am Dienstagnachmittag gegen 14.15 Uhr mussten die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden auf den Weg zwischen Eiskapelle und St. Bartholomä ausrücken, wo eine 15-jährige Schülerin aus Brandenburg gestolpert war und mit dem Zeh zwischen zwei Steinen hängengeblieben war. Die Wasserwacht brachte die Bergwacht samt All-Terrain-Vehicle (ATV), E-Bike und Ausrüstung über den See nach St. Bartholomä. Von dort aus fuhren die Bergretter über den Wanderweg zur Unfallstelle, versorgte das Mädchen und brachten es per Gebirgstrage zum Boot. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm den weiteren Transport von der Seelände zur Kreisklinik Berchtesgaden. Die BRK-Wasserwacht holte im Anschluss noch die Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Bergwacht ab.

13.09.2015 – Kopfplatzwunde St. Bartholomä

Am Sonntag Abend gegen 17.50 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden alarmiert, um einer Touristin aus München in St. Bartholomä zu helfen.
Die Dame ist am Nachmittag im Bereich der Eiskapelle gestürzt und hat sich mehrere Platzwunden zugezogen.
Nachdem die Wunden immer wieder aufgegangen sind, wurde die Wasserwacht alarmiert, um die Touristin zu versorgen.
Die Wasserretter fuhren mit dem Motorrettungsboot nach St. Bartholomä, versorgten dort die Wunden der Dame an Stirn und Knie, transportierten die Patientin samt den Angehörigen zur Seelände und haben sie dort an den Landrettungsdienst übergeben.
Eine Weiterbehandlung der Wunden wurde dann in der Kreisklinik Berchtesgaden durchgeführt.

Der Einsatz dauerte rund eine Stunde.

10.09.2015 – Taucheinsatz Königssee

Am Donnerstag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden vom Nationalpark zu Sicherungsarbeiten angefordert.
Geologen vermessen den sog. „Trichter“ vor der Falkensteiner-Wand neu.
Die Wasserwacht Berchtesgaden sicherte die Arbeiten mit einem Tauchtrupp und mit dem Motorrettungsboot ab.

08.09.2015 – Große Vermisstensuche auf der Ache

BERCHTESGADEN – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Polizei, BRK-Wasserwacht und Feuerwehr sucht seit Dienstagmittag nach einem vermissten 13-jährigen Flüchtlingskind, das eventuell bereits am Montag in die Königsseer Ache gestürzt ist und abgetrieben wurde.

Seit Montag, 7. September 2015 wird die 13 Jahre alte Zulaikha Niazi aus Schönau vermisst. Bisherige Ermittlungen und Absuchen der Polizei blieben ergebnislos. Wer kann der Polizei Hinweise geben? Die 13-Jährige wohnt mit ihren Eltern und Geschwistern in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Schönau am Königssee. Am gestrigen Montagmorgen wurde sie gegen 8 Uhr das letzte Mal gesehen, als sie die Unterkunft verließ. Seitdem fehlt von dem Mädchen jede Spur. Auch Absuchen entlang der Königsseer Ache durch die Wasserwacht mit Unterstützung der Feuerwehren blieben ebenso erfolglos, wie der Einsatz eines Polizeihubschraubers und eines Polizeidiensthundes.

Am Dienstag gegen 11.45 Uhr wurden die örtlichen Feuerwehren und die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppen Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf auf Anforderung der Polizei zur Absuche der Ache alarmiert. Derzeit sind mehrere Fußtrupps und auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, um das Mädchen zu finden.

Wer kann der Polizei Hinweise zum Aufenthaltsort oder Verbleib der 13-Jährigen geben? Zeugen sollen sich bitte bei der Polizeiinspektion Berchtesgaden unter der Telefonnummer +49 (0) 8652 94670 melden.

07.09.2015 – Canyoningrettungseinsatz Weißbach

SCHNEIZLREUTH/Weißbach a. d. A. – Am Montagabend hat sich zwischen der Harbachalm am Inzeller Kienberg und Weißbach an der Alpenstraße ein tragischer Bergunfall ereignet, bei dem ein 33-jähriger Wanderer ums Leben kam und sein 36-jähriger Begleiter schwerst verletzt wurde. Die beiden Urlauber aus Hessen waren beim Abstieg über den Wanderweg entlang des Vorderen Schwarzachen (wasserführende Schlucht) von der Alm zum Reitereck in Weißbach an der Alpenstraße kurz vor dem Felsentunnel aus bisher nicht geklärter Ursache rund 20 Meter tief in die Klamm abgestürzt. Bergwacht und Wasserwacht konnten den 36-Jährigen schwerst verletzt retten; der 33-Jährige war bereits verstorben und musste tot geborgen werden.

Die Hilferufe der abgestürzten Männer wurden von zwei Bergwanderinnen gehört, die ebenfalls abwärts in Richtung Weißbach an der Alpenstraße unterwegs waren. Eine der beiden Frauen setzte auch unverzüglich einen Notruf ab. Als nur kurze Zeit später die ersten Rettungskräfte der Bergwacht am Unfallort eintrafen, konnten sie zunächst nur den schwerst verletzten und unterkühlten 36-Jährigen finden. Der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt stabilisierte ihn so weit, dass er per Seilzug und Gebirgstrage zum Weg hochgezogen und dann per Fahrzeug über die Forststraße ins Tal transportiert werden konnte. Eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes versorgte den Mann weiter notärztlich und brachte ihn dann ins Klinikum Traunstein.

Währenddessen fanden die Einsatzkräfte, die den Bach von oben und unten absuchten, auch rund 100 Meter entfernt den 33-Jährigen, der bereits an den schweren Folgen seines Absturzes verstorben war. Einsatzkräfte der Bergwachten Inzell und Ruhpolding und die gemeinsame Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht richteten eine Abseilstelle ein und kümmerten sich im Anschluss um die Totenbergung; die Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus. Die Einsatzkräfte wurden von Weißbach aus per All-Terrain-Vehicle (ATV) und Geländewagen zur rund einen Kilometer entfernten Unfallstelle gefahren. Ein Bergführer der Reichenhaller Polizei nahm die Ermittlungen zum genauen Hergang auf. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich um Betroffene.

Die aufwendigen Arbeiten bei Regen und Dunkelheit dauerten bis Mitternacht. Im Einsatz waren die Bergwachten Inzell und Ruhpolding, die gemeinsame Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht, der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt, die Freiwillige Feuerwehr Weißbach zur Ausleuchtung der Einsatzstelle und zur Absuche des Bachufers, das Team des Technikbusses der Bergwacht Chiemgau und der KID der Bergwacht.

 

06.09.2015 – Patiententransport nach Bergwacht – Einsatz

Am Sonntag gegen 16.50 Uhr brauchte eine erschöpfte 59-jährige Frau aus Thüringen Hilfe, die vom Wimbachgries über das Trischübel in Richtung Königssee gewandert war und dann an der verfallenen Oberlahneralm wegen Kreislaufproblemen nicht mehr weiterkonnte. Der Melder musste fast bis nach St. Bartholomä absteigen, bis er Handyempfang hatte, um einen Notruf abzusetzen. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ fanden die Wanderin und ihren Mann dann, die zwischenzeitlich rund 20 Minuten bis zur Wegabzweigung Funtensee-Saugasse abgestiegen waren. Ein Bergwachtmann stieg im Schwebeflug aus und bereitete beide für den Abtransport vor. Der Pilot brachte dann von St. Bartholomä aus den Notarzt am sieben Meter kurzen Rettungstau zur Einsatzstelle, der die Frau zu sich ans Tau nahm. Beide wurden zur Halbinsel ausgeflogen. Danach holte der Hubschrauber noch den Bergwachtmann und den Mann der Patientin per Tau ab, da ein Unwetter aufzog und unsicher war, ob der Mann allein absteigen kann. Die BRK-Wasserwacht brachte dann das Ehepaar, den Melder und die Bergretter per Boot zur Seelände zurück, da das letzte Kursboot bereits abgefahren war. Die notärztlich versorgte Frau hatte sich so weit erholt, dass sie nicht mehr ins Krankenhaus musste. Der Einsatz dauerte bis 18.45 Uhr.

31.08.2015 – Notfalleinsatz Kopfplatzwunde

Am Montag Nachmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 14.45 Uhr mit dem Stichwort „Notfalleinsatz“ nach St. Bartholomä alarmiert.
Ein 72jähriger Wiener war kurzzeitig bewusstlos und dann so unglücklich gestürzt, dass er sich an der linken Stirn sowie unterhalb des linken Auges Platzwunden zugezogen hat.
Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren mit dem Motorrettungsboot nach St. Bartholomä, versorgten dort die Verletzungen des Wieners und brachten ihn und seine Begleitpersonen zur Seelände.
Dort wurde der Patient an den Landrettungsdienst zur weiteren Behandlung in der Kreisklinik Bad Reichenhall übergeben.
Der Einsatz war gegen 16.30 Uhr abgearbeitet.

30.08.2015 – Zwei Einsätze direkt hintereinander: Verbrennung und Knöchelverletzung

Am Sonntag Nachmittag war die Wasserwacht Berchtesgaden wieder einmal stark gefordert.

Gegen 14.25 Uhr kam die Alarmierung nach St. Bartholomä: Verbrennung bei einem Kleinkind
Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren mit dem Motorrettungsboot nach Bartholomä und versorgten dort das 3jährige Mädchen, welches sich den linken Arm am Grill verbrannt hatte.
Die junge Patientin wurde zusammen mit Ihren Eltern zur Seelände transportiert, wo ein Rettungswagen die Kleine zur weiteren Versorgung in die Kreisklinik nach Bad Reichenhall brachte.
An der Seelände wurde der Wasserwacht mitgeteilt, dass eine Urlauberin über Schmerzen im Knöchel klagte.
Die Dame ist am Vormittag in Salet gestürzt. Die Wasserretter versorgten die Dame und brachten sie mit nach Rücksprache mit der Leitstelle in die Kreisklinik nach Berchtesgaden.
Es waren keine anderen Rettungsmittel frei, daher wurde das Einsatzfahrzeug zum Krankentransporter.
Beide Einsätze waren gegen 17.00 Uhr abgearbeitet.

23.08.2015 – Platzwunde nach Sturz in Salet

Am Sonntag Mittag gegen 12:30 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden nach Salet alarmiert.

Ein einheimischer Wanderer ist Nähe des Obersees gestürzt und hat sich mehrere Wunden zugezogen.
Mit seiner Begleitung ging der Patient noch bis zur Saletalm.
Die alarmierten Wasserretter versorgten die Platzwunden unter dem rechten Auge, die Schürfwunde am Kinn sowie die Wunden am Arm und am Knie.
Nach der Versorgung wurde der Patient an die Seelände transportiert. Dort wartete schon ein Rettungswagen für den Weitertransport ins Krankenhaus Berchtesgaden.
Nach zwei Stunden war der Einsatz abgearbeitet.

19.08.2015 – Vermisstensuche Ramsau Hintersee

Am Mittwoch Mittag gegen 12:35 Uhr wurden der Einsatzleiter Wasserrettung Berchtesgadener Land Süd und die Wasserwacht Berchtesgaden zu einer Vermisstensuche an den Hintersee alarmiert.

Bei einer Wanderung zum Hintersee ging ein 9jähriger Junge verloren.
Die Mutter meldete dies sofort bei der Polizei-Einsatzzentrale, welche über die Leitstelle Traunstein sofort die Wasserwacht zur Absuche am Hintersee alarmierte.
Glücklicherweise tauchte der Junge unversehrt wieder bei der Mutter auf.
Der Einsatz der Wasserwacht konnte so noch während der Anfahrt abgebrochen werden.

18.08.2015 – Knöchelverletzung Obersee

Am Dienstag Nachmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden erneut mit der Bergwacht Berchtesgaden alarmiert.

Gegen 15:30 Uhr verletzte sich ein italienischer Tourist so stark am Knöchel, dass dieser nicht mehr weitergehen konnte. Die Begleiter setzten daraufhin einen Notruf ab.
Die Wasserwacht Berchtesgaden transportierte die Bergwacht mit dem All-Terrain-Vehicle nach Salet. Die Bergretter fuhren dann mit ihrem „Quad“ zum Patienten, versorgten diesen und brachten ihn dann zur Anlegestelle.
Nach weiterer Versorgung am Boot wurde der Patient zusammen mit seiner Familie und Begleitern sowie mit der Bergwacht zurück zur Seelände gebracht.
Dort wurde der Italiener an den Landrettungsdienst zur Weiterbehandlung übergeben – der Patient wurde ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall transportiert.
Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

18.08.2015 – Beinfraktur Kaunersteig

Kurz nach 11 Uhr, noch während des Einsatzes, ereignete sich ein weiterer Bergunfall am Kaunersteig rund 300 Höhenmeter oberhalb des Königssees, wo sich ein 34-jähriger Mann aus Rheinland-Pfalz bei einem Sturz ein Sprunggelenk gebrochen hatte. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ konnte die Einsatzstelle auf einer Lichtung im Bergwald finden und brachte dann den Notarzt am 40 Meter langen Rettungstau zum Patienten. Arzt und Patient wurden im Anschluss per Tau nach St. Bartholomä ausgeflogen, wo der Mann in den Hubschrauber umgelagert und dann zum Salzburger Unfallkrankenhaus geflogen wurde. Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden stiegen zu Fuß auf und brachten die Frau und die drei Kinder des Mannes, darunter auch ein Baby bis zum Seeufer, wo die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot für die Rückfahrt zur Seelände bereitstand. Drei Bergretter und drei Wasserretter waren bis 13.40 Uhr im Einsatz.

13.08.2015 – Beinverletzung Salet

Am Donnerstag Abend wurde die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 18.45 Uhr zu einer Beinverletzung nach Salet alarmiert.

Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren mit dem Motorrettungsboot zur Anlegestelle Salet, versorgten dort einen Touristen mit Verdacht auf Sprunggelenksfraktur und transportierten de
n Patienten zur Seelände.
Dort wurde der Verletzte an den Rettungsdienst zur Weiterbehandlung übergeben.
Der Rettungswagen brachte den Patienten dann ins Krankenhaus nach Berchtesgaden.
Nach rund einer Stunde war der Einsatz für die Wasserretter abgearbeitet.

09.08.2015 – Armverletzung nach Steinschlag

Am Sonntagnachmittag gegen 15.55 Uhr ging ein Notruf aus Sankt Bartholomä am Königssee ein, wo ein zehnjähriger Junge aus Sachsen mit einer Armverletzung Hilfe brauchte. Der Bub war beim Abstieg vom Hocheck über den Rinnkendlsteig von einem herabstürzenden großen Felsbrocken gestreift worden, wobei aufgrund der starken Schmerzen der Verdacht bestand, dass er sich das Handgelenk gebrochen hatte.

Das Kind und sein Vater schafften selbst noch den Abstieg zur Wirtschaft in Sankt Bartholomä, wo die Wirtin dann die BRK-Wasserwacht anforderte, die mit ihrem Rettungsboot über den Königssee ausrückte, den Arm schiente und eine offene Wunde versorgte. Der Zehnjährige wurde dann zur Seelände gefahren und von dort per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden gebracht. Fünf Wasserretter waren rund eineinhalb Stunden lang im Einsatz.

04.08.2015 Verstiegene Wanderer in der Rabenwand oberhalb des Königssees

Um 14:45 Uhr ging bei der ILS ein
Notruf vom Königssee ein, wo sich zwei 64 und 65 Jahre alte Urlauber im
Waldgelände unterhalb der Rabenwand verstiegen hatten. Während die
BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot die Steilhänge vom See aus
absuchte, konnte eine zusätzliche Fußmannschaft der Bergwacht rasch
Rufkontakt herstellen und das Mannheimer Ehepaar zurück auf den Weg
führen.

 

30.07.2015 – Migräneanfall auf St. Bartholomä

Am Donnerstag Nachmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 15.50 Uhr nach St. Bartholomä alarmiert.

Eine Touristin aus Schwaben erlitt einen akuten und starken Migräneanfall und klagte dann über Übelkeit, Schwindel und starkem Kopfschmerz.
Die Wasserretter fuhren mit ihrem Motorrettungsboot nach St. Bartholomä, versorgten die Patientin und brachten sie anschließend zur Seelände.
Dort wurde die Münchnerin dann an eine Rettungswagen – Besatzung zur weiteren Behandlung übergeben.

25.07.2015 – Gewitter behindert Weiterfahrt mit Ruderboot

Gegen 16.20 Uhr ging vom Königssee ein Notruf ein, wo vier Leute rund einen halben Kilometer nördlich von St. Bartholomä mit einem Ruderboot im Sturm keine Chance mehr hatten, zurück ans Ufer zu gelangen.
Die alarmierte BRK-Wasserwacht rückte sofort mit ihrem Rettungsboot aus, musste aber nicht mehr helfen, da bereits die vorbeikommende Schifffahrt den Schiffbrüchigen Erste Hilfe geleistet und sie gerettet hatte.

22.07.2015 – nächtlicher Sucheinsatz mit zwei Booten: Hilflose Kasachen am Königssee-Ufer

Wegen hilfloser Touristen aus Kasachstan musste am Mittwochabend die BRK-Wasserwacht mit zwei Rettungsbooten zu einer nächtlichen Suche am Königssee ausrücken. Als gegen 21.40 Uhr der Alarm einging, war nicht bekannt, wo sich die 32-jährige Frau und ihr gleichaltriger Begleiter genau befinden, weshalb der Einsatzleiter sechs Wasserretter mit zwei Booten zur Suche zwischen Wasserfall und Kessel losschickte. Die Einsatzkräfte fanden das Paar dann kurz vor der Anlegestelle Kessel im unwegsamen Steilgelände direkt am Ufer und nahmen es ins Boot auf. Beide waren durch das abendliche Gewitter etwas eingeschüchtert und vom heißen Tag erschöpft. Nachdem beide keine Übernachtungsmöglichkeit hatten, wurden sie noch in eine Pension in der Schönau gebracht. Nach rund eineinhalb Stunden waren die ehrenamtlichen Wasserretter wieder zu Hause. Die Wasserwacht musste am Donnerstag noch die Rucksäcke der Touristen holen, die sie vor dem Gewitter regengeschützt untergebracht hatten.

21.07.2015 – Zwei Einsätze: Zehenverletzung Kessel und Transport

Gegen 17.45 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot zur Anlegestelle Kessel am Königssee ausrücken, wo sich ein 27-jähriger Mann aus Oberfranken sehr schmerzhaft die Zehe gebrochen hatte. Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten und fuhren ihn dann per Boot zur Seelände zurück, wo ihn eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm. Fast gleichzeitig ging ein weiterer Notruf vom Kaunersteig zwischen Salet- und Gotzenalm ein, wo ein erschöpfter 77-jähriger Bergsteiger aus Hessen nicht mehr weiterkonnte. Die zuständige Bergwacht Berchtesgaden und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ flogen den Patienten per Rettungstau nach St. Bartholomä und dann nach Schönau aus; die BRK-Wasserwacht nahm die beiden Begleiter in Salet per Rettungsboot auf und fuhr sie zur Seelände zurück, da bereits das letzte Kursboot abgefahren war.

18.Juli 2015 – Erschöpfte Person am Kaunersteig

Erschöpfte Frau vom Kaunersteig ausgeflogen

(ml) Kurz nach 16.30 Uhr
ging ein Notruf vom Kaunersteig zwischen Salet- und Gotzenalm ein, wo
eine 52-jährige Frau aus der Oberpfalz total erschöpft und intern
erkrankt nicht mehr weiterkonnte. Der Berchtesgadener
Bergwacht-Einsatzleiter forderte „Christoph 14“ an, der den Mann der
Frau dann per Handy-Funk-Zusammenschaltung der Leitstelle auf einer
Lichtung im Wald finden konnte. Die Frau wurde per Tau nach St.
Bartholomä ausgeflogen, dort durch den Notarzt versorgt und per
Hubschrauber zum Krankenhaus geflogen. Die Berchtesgadener Wasserwacht
brachte zeitgleich mit ihrem Rettungsboot eine Fußmannschaft der
Bergwacht nach Salet, die dann sofort durch den Wald aufstieg. Mit dem
Boot wurden dann der Ehemann der Patientin und die restlichen
Einsatzkräfte zur Seelände zurückgebracht .

17. + 18.07.2015 – Große Suchaktion für vermissten Bergsteiger am Röthsteig

Trotz Unwetter: Einsatzkräfte von Bergwacht, Wasserwacht und Polizei waren die ganze Nacht über im Einsatz

Ein Großaufgebot der Bergwacht Berchtesgaden, der BRK-Wasserwacht und der Polizei ist seit Freitagabend 19 Uhr im Einsatz, um einen im Bereich des Obersees und des Röthsteig vermissten 65-jährigen Bergsteiger zu finden. Trotz eines schweren Gewitters lief die Suchaktion mit bis zu fünf Gruppen die ganze Nacht hindurch und am Vormittag weiter, wobei die Einsatzkräfte den Mann nicht finden konnten. Während der Rettungsboot-Fahrten zum Mannschaftstransport über den Königssee nach Salet türmten sich im Sturm meterhohe Wellen auf. Die Angehörigen des Vermissten werden vom Kriseninterventionsdienst betreut.

Unter den Suchmannschaften sind auch mehrere Teams der Bergwacht-Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau und ein Erkundungstrupp des Bergwacht-Technikbusses mit einem Flugroboter für Suchflüge über vom Steig aus nicht einsehbare Rinnen. Am Abend war auch der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ für Suchflüge unterwegs, wobei die Besatzung dann wegen des Gewitters und der einsetzenden Dunkelheit abbrechen musste. Während der Nacht wurde unter anderem mit einem Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera nach dem Vermissten gesucht. Am Samstagmorgen kurz nach 9 Uhr wurden die Suchflüge mit dem Polizeihubschrauber „Edelweiß 1“ fortgesetzt, wobei auch versucht wird, das Handy des Vermissten vom Hubschrauber aus zu orten.

05.07.2015 – Schienbeinverletzung Aschauerweiher Bad

Am Sonntag hat sich ein Kind so stark am Bein verletzt, dass es von der Wasserwacht versorgt werden musste.

Nach der sanitätsdienstlichen Versorgung wurde das Kind an einen Rettungswagen zur Weiterbehandlung übergeben.

15.06. + 16.06.2015 – Verletzter Wanderer Wasseralm

Christoph 14 an der FischunkelalmEinsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden sind seit Montagabend um 22 Uhr auf einer sehr aufwendigen Rettungsmission unterwegs, um einen 51-jährigen Mann mit einer schweren Kopfverletzung von der Wasseralm (1.423 Meter) in der Röth (Talkessel zwischen Hagengebirge und Steinernem Meer) notärztlich zu versorgen und ins Tal zu bringen. Der Mann war vor der Alm gestürzt und dann immer wieder bewusstlos geworden. Die Dunkelheit, Dauerregen und Nebel mit Sichtweiten bis maximal 20 Metern machten während der Nachtstunden trotz der Dringlichkeit einen Abtransport per Hubschrauber unmöglich.

Die Wasseralm in der Röth ist nur aus der Luft und zu Fuß über mehrere, stundenlange Anstiege erreichbar. Als gegen 22 Uhr der Notruf bei der Leitstelle Traunstein einging, schickte der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden sofort zwei Rettungsteams los, wobei eine Gruppe bis zum Ende der Forststraße an der Gotzenalm fuhr und dann weiter zu Fuß in Richtung Röth aufbrach und die zweite Gruppe mit dem nachtfahrtauglichen Rettungsboot der BRK-Wasserwacht (Radar, beheizbare Kabine, LED-Suchscheinwerfer) über den Königssee nach Salet gebracht wurde und von dort aus in Richtung Wasseralm aufstieg.

Gleichzeitig versuchte die Leitstelle einen nachtflugtauglichen Hubschrauber zum Unfallort zu schicken. Aufgrund von Nebel und Regen mit Sichtweiten von maximal 20 Metern war aber kein Anflug möglich. Trotz der schwierigen Verhältnisse mit Dauerregen und Nebel trafen die ersten Retter bereits gegen 0.25 Uhr beim Verletzten ein, gegen 1 Uhr dann auch der Bergwacht-Notarzt.

Die Einsatzkräfte versorgten den Patienten auf der Alm und begannen am Dienstagmorgen gegen 5 Uhr mit dem bodengebundenen Abtransport in Richtung Landtalsteig und Salet, da weiterhin wegen Regen und Nebel kein Hubschrauberflug möglich war. Der Weg dorthin ist lang und beinhaltet mehrere steile Abschnitte, an denen die Trage mit Abseilstellen gesichert werden muss. Eine dritte Mannschaft mit personeller Unterstützung der Bergwacht Ramsau wurde von der BRK-Wasserwacht nach Salet gebracht und ging ihnen entgegen, um sie beim Transport der Trage abzulösen. Aktuell ist geplant, den 51-Jährigen am Vormittag von Salet aus per Rettungsboot über den Königssee zur Seelände und dann per Rettungswagen ins Krankenhaus zu bringen. Aktuell sind 19 Bergretter und sechs Wasserretter im Einsatz. Neben zwei Rettungsbooten der BRK-Wasserwacht am Königssee können die Einsatzkräfte auch das Boot des Jägers am Obersee nutzen, um schneller voranzukommen.

Aktualisierung 16.06.2015:
Am Dienstagvormittag gegen 10.30 Uhr hat sich die Nebeldecke so weit geöffnet, dass der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ in rund 900 Metern Höhe unterhalb der Wolkenschicht ins Tal südöstlich der Fischunkelalm am Obersee fliegen, dort landen und den verletzten 51-Jährigen aus Bremen von der Bergwacht übernehmen konnte. Der wieder ansprechbare Mann wurde zum Klinikum Traunstein geflogen.

Die Einsatzkräfte stiegen zu Fuß weiter ab, brachten die umfangreiche Ausrüstung an den Obersee und wurden von der BRK-Wasserwacht über den Obersee und den Königssee per Boot zurück zur Seelände gebracht.

Der Einsatz war für die Wasserwacht Berchtesgaden am Dienstag um 13:30 Uhr abgearbeitet.

13.06.2015 – Knieverletzung Salet

Gegen 19.20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht erneut mit ihrem Rettungsboot nach Salet ausrücken, um eine 46-jährige Frau aus Schwaben mit einer Knieverletzung zu übernehmen, die zuvor von der Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgt worden war. Nachdem die sehr geübte Frau und ihre Begleiterin sieben Stunden unterwegs waren, konnte die 46-Jährige plötzlich das Knie nicht mehr belasten, obwohl sie noch fast zwei Stunden über den Kaunersteig bis nach Salet vor sich hatten. Sie kamen schließlich zu spät für das Linienboot dort an und setzten einen Notruf ab. Nach notärztlicher Versorgung wurden die Patientin, ihrer Begleiterin und ihr Hund mit dem Rettungsboot abgeholt und zur Seelände gefahren.

12.06.2015 – Erschöpfte Personen Kessel

Gegen 20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht am Königssee-Anleger Kessel erschöpfte Wanderer mit ihrem Rettungsboot abholen, die das letzte Linienboot verpasst hatten.

Der Einsatz war nach rund einer Stunde abgearbeitet.

11.06.2015 – Transport nach Bergwachteinsatz

Am Donnerstagnachmittag gegen 14.20 Uhr ging ein Notruf aus der Nähe der Fischunkelalm am Obersee ein, wo sich eine Frau schwer am Sprunggelenk verletzt hatte.

Der alarmierte Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden schickte den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ direkt zum Unfallort, wo der Pilot landen konnte. Nach notärztlicher Versorgung wurde die Frau zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen; um ihren Hund, der nicht mitfliegen konnte, kümmerten sich Ersthelfer, weshalb die ebenfalls alarmierte Wasserwacht nicht mehr mit ihrem Rettungsboot ausrücken musste. Einsatzkräfte der Berchtesgadener Bergwacht standen am Landeplatz in der Schönau für einen eventuellen Tau-Einsatz bereit, konnten aber ebenfalls wieder einrücken.

Die Wasserwacht Berchtesgaden konnte kurz nach der Alarmierung wieder einrücken

30.05. – 10.06.2015 – Bereitschaftsdienst für den G7 Gipfel in Elmau

Fahrzeuge der Kreiswasserwacht BGL

BERCHTESGADENER LAND/MÜNCHEN/ELMAU – Heimische Einsatzkräfte der BRK-Bereitschaften waren während der vergangenen Tage zur Absicherung der Demos und des G7-Gipfels in Elmau im Einsatz und sind alle mittlerweile wieder nach Hause zurückgekehrt. „Wir waren an Fronleichnam zusammen mit 250 weiteren ehrenamtlichen Kräften aller bayerischen Hilfsorganisationen als Hilfeleistungs- und Transport-Kontingent im Norden von München auf Bereitschaft, um die Prozession und die groß Demo mit 35.000 Teilnehmern abzusichern. Der Einsatz dauerte von 9 bis 19 Uhr, wobei glücklicherweise alles ruhig blieb“, berichtet der Berchtesgadener Bereitschaftsleiter, zugleich einer der drei Fachdienstleiter Sanität im Berchtesgadener Land, Walter Söldner.

Auch die heimische BRK-Wasserwacht mit ihrem überregionalen Tauchtrupp war während der vergangenen Tage für größere Einsätze rund um den G7-Gipfel durchgehend in Bereitschaft, darüber hinaus Einheiten der Bergwacht im BRK. Zum Ende des G7-Gipelfs in Schloss Elmau ziehen die bayerischen Hilfsorganisationen eine positive Bilanz. „Unsere Planungen sind aufgegangen. Wir waren auf alle Situationen vorbereitet und konnten das Gipfeltreffen in allen Facetten und mit allen Begleitveranstaltungen sanitäts- und rettungsdienstlich absichern“, freut sich Leonhard Stärk, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Hilfsorganisationen.

Dabei ließen sich die über 1.500 Helfer, der Großteil davon ehrenamtlich, auch nicht von äußeren Faktoren beirren. „Den Hitzetagen folgten die Gewitterstürme. Das war schon eine besondere Herausforderung für uns und für alle Besucher, Gäste oder Gegner des Gipfels, die in Garmisch vor Ort waren“, so Stärk. Bis zum 8. Juni haben die Einsatzkräfte rund 360 Mal Hilfe geleistet – meist bei kleineren Verletzungen oder Kreislaufproblemen. Aus dem Umfeld des G7-Gipfels wurden seit 30. Mai 44 Personen zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. „Die für eine so große Veranstaltung relativ geringen Einsatzzahlen haben wir zu einem gewissen Teil auch den Gipfelgegnern zu verdanken, die von Gewaltaktionen weitgehend abgesehen und einen friedlichen Protest gezeigt haben, aber natürlich auch dem besonnenen Handeln der Polizeikräfte“, erklärt der Arge-Vorsitzende erleichtert.
Auch wenn die Zahlen der Behandlungen sehr gering waren, sehen die bayerischen Hilfsorganisationen die stattliche Anzahl an Helfern, die vor Ort waren und den enormen logistischen Aufwand als gerechtfertigt an. Über 1.500 Helfer aus Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD), Bayerischem Roten Kreuz (BRK) mit seinen Gemeinschaften Bergwacht, Wasserwacht und Bereitschaften, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Medizinischen Katastrophen-Hilfswerk (MHW) haben den Gipfel in drei Schichten abgesichert. Eine besondere Verantwortung hatten die Einsatzkräfte des BRK-Kreisverbands Garmisch-Partenkirchen zu tragen, in deren Einsatzbereich die meisten Veranstaltungen des G7-Gipfels stattfanden.

„Das Konzept der engsten Zusammenarbeit hat sich in diesem Einsatz bewährt, die Grenzen von Organisationen und Disziplinen wurden überwunden“, sagt Stärk und kündigt gleichzeitig an, dass der Einsatz in jeder Hinsicht intensiv nachbereitet wird, um Schwachstellen vor allem in Ausstattung und Logistik beheben zu können. Die Arge-Mitglieder gehen zudem von einer vollständigen Erstattung ihrer Sachkosten aus, ergänzt Stärk. Im Namen aller Landesgeschäftsführer und Vorstände der Hilfsorganisationen dankt Stärk allen Einsatzkräften und dem Führungspersonal. „Es war beeindruckend, mit welchem hohen persönlichen Einsatz an Fachwissen und Engagement hier gearbeitet wurde, beim Einsatzpersonal und bei den Führungskräften“.

„Für uns war es eine Riesenherausforderung, das ehrenamtliche Personal während der gesamten Zeit gesichert zur Verfügung zu stellen“, betont der Traunsteiner Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goëss. Denn die Einsatzzeiten der ehrenamtlichen BRK-Helfer überschnitten sich vielfach mit den regulären Arbeitszeiten im Beruf. So musste mit jedem Arbeitgeber eine Freistellung für den Einsatz im Rahmen des Gipfeltreffens vereinbart werden.

Statistik zum G7-Gipfel:

bis zu 1.377 Helfer der Hilfsorganisationen waren gleichzeitig im Einsatz
bis zu 350 Einsatzkräfte des THW waren gleichzeitig im Einsatz
rund 13.000 geleistete Helfertage
358 Einsätze
darunter 303 Versorgungen im Sanitätsdienst
darunter 44 Rettungsdienst-Einsätze mit Transport in Krankenhäuser
darunter elf Bergwacht-Einsätze
insgesamt 352 Rettungs- und Einsatzfahrzeuge der Hilfsorganisationen
insgesamt 191 Einsatzfahrzeuge des THW

Die Kreiswasserwacht Berchtesgadener Land stellte für den Zeitraum 30.05. – 10.06.2015 einen kompletten Bereitschaftsplan für den Tauchtrupp des Wasserrettungszuges Oberbayern auf.
Innerhalb einer Stunde nach Alarm wäre der Tauchtrupp einsatzbereit gewesen.

Text: www.brk-bgl.de

07.06.2015 – Schornbad, größere Platzwunde bei 7-jährigen Buben versorgt

Ein 7-jähriger Bub ist im Schornbad so unglücklich gestürzt, dass er sich eine größere Kopfplatzwunde zugezogen hat. Kräfte der Wasserwacht haben die Wunde versorgt und den Buben dem Rettungsdienst zum Transport in Krankenhaus übergeben.

03.06.2015 – Kreislaufkollaps am Kesselsteig

Am Mittwochabend gegen 17.45 Uhr mussten die Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau und die BRK-Wasserwacht Berchtesgaden zu zwei nahezu zeitgleichen Einsätzen ausrücken: Am Kesselsteig oberhalb des Königssees war eine 71-jährige Frau aus Hamburg mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen.

Die BRK-Wasserwacht brachte die Bergwacht per Rettungsboot von der Seelände aus zum Ufer unterhalb des Steigs, wobei zwei Bergretter, zwei Wasserretter und der Wasserwacht-Arzt zu Fuß aufstiegen; zeitgleich fuhr ein weiterer Bergretter mit einem geländegängigen E-Bike die Einsatzstelle über die Wanderwege von oben aus an. Die Retter versorgten die 71-Jährige notärztlich und transportierten sie dann mit der Bergrettungstrage bis zum Boot. Sie wurde an der Seelände zur weiteren Abklärung an einen niedergelassenen Arzt übergeben. Der Einsatz dauerte bis 19.15 Uhr.

15.05.2015 Alarm der Brandmeldeanlage St. Bartholomä

Bild Feuerwehr Schönau

 

Am Freitagmorgen wurden die Feuerwehren Schönau und Königssee sowie die Wasserwacht Berchtesgaden zu einem BMZ-Alarm nach St. Bartholomä alarmiert. Nachdem zwei Boote der Schifffahrt und das Wasserrettungsboot der Wasserwacht mit Personal und Ausrüstung nach St. Bartholomä übersetzten, konnte jedoch kein
Brand festgestellt werden. Ein Rauchmelder hatte aufgrund einer
leichten Rauchentwicklung beim Einheizen eines Kachelofens ausgelöst. Ein Eingreifen der Feuerwehr war daher nicht notwendig. (FFW Schönau/Königssee)

 

10.05.2015 – Taucher inspizieren Fundamente einer Bootshütte

Die Fundamente einer Bootshütte wurden unter Wasser taucherisch gesichtet. Das Ergebnis und die Fotos werden dem Auftraggeber zugesandt.

05.05.2015 16:10 Uhr – Herrenloses Kajak in Berchtesgadener Ache

Bei einer Kajaktour hat ein der beiden Kajakfahrer bei einem Sturz sein Sportgerät verloren. Das Kajak trieb bei relativ hohem Wasserstand der Ache ab. Vorsorglich haben die Wassersportler den Verlust gemeldet. Die Wasserwacht Berchtesgaden und die Polizei suchten den Teil der Ache ab. Offensichtlich hat sich das Boot im Durchfluß unter dem Bavariaknoten verklemmt und wurde später wieder freigespült. So konnte nach ca. 30 Minuten das Kajak unproblematisch von den Fahrern selbst aus dem Mühlbach vor dem Wehr geborgen werden.

12.03.2015 18:10 Uhr – Zwei Touristen verstiegen sich am Ostufer des Königssees

SCHÖNAU AM
KÖNIGSSEE/BAYERISCH GMAIN – Die Bergwacht Berchtesgaden hat am
Donnerstagabend bei Dunkelheit zwei verstiegene Touristen aus
Argentinien und China aus den absturzgefährlichen Steilwänden am Ostufer
des Königssees gerettet. Die beiden waren bei ihrer Wanderung in der
Nähe des Königsbach-Wasserfalls in wegloses Gelände geraten und konnten
schließlich in einem Steilhang weder vor noch zurück, weshalb sie einen
Notruf absetzten.

Die Leistelle Traunstein alarmierte daraufhin gegen 18 Uhr die Bergwacht
Berchtesgaden, die dann zum Mannschaftstransport über den Königssee die
BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot nachforderte. Die
Bergwachtmänner wurden am Ufer unterhalb der gemeldeten Koordinaten
abgesetzt und konnten die beiden dann südlich des Königsbachs in einem
sehr steilen Hang finden. Ein Verstiegener konnte nach unten geführt
werden, der andere musste abgeseilt werden. Die BRK-Wasserwacht brachte
die Touristen dann per Boot zur Seelände zurück. Der Einsatz dauerte
rund zwei Stunden.

 

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