Einsätze 2018

12.07.2018 – Junge Französinnen sitzen am Nassen Palfen oberhalb einer Felswand fest

 

Am Donnerstagnachmittag gegen 13.45 Uhr mussten Bergwacht und Wasserwacht zum Nassen Palfen am Königssee-Ostufer ausrücken, wo zwei 23-jährige Französinnen den Weg in Richtung Kessel verloren hatten und oberhalb einer Felswand im Hang festsaßen. Die Einsatzkräfte konnten die verstiegenen, aber unverletzten jungen Frauen vom Boot aus orten. Die Bergwacht stieg zu ihnen auf, sicherte sie und führte sie zum Seeufer, wobei sie abschnittsweise ein Seilgeländer aufbauen mussten. Die Wasserwacht brachte alle per Boot zur Seelände zurück; der Einsatz dauerte rund zweieinhalb Stunden.

 


11./12.07.2018 – Aufwendige nächtliche Rettungsaktion für verletzte 20-Jährige im unteren Landtal

18 Einsatzkräfte bringen Touristin aus Bremen zur Fischunkelalm und dann mit zwei Booten über den Obersee und den Königssee

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – 18 Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und der BRK-Wasserwacht haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eine 20-jährige Frau aus dem unteren Landtal im Steinernen Meer gerettet. Die Touristin aus Bremen war mit einer größeren Gruppe von Stahlhaus zur Wasseralm unterwegs und hatte sich bereits am Nachmittag am Sprunggelenk verletzt, war aber noch weitergegangen, bis sie in rund 1.200 Metern am Anstieg zum Wildtörl nicht mehr weiterkonnte und auch nervlich am Ende war.

Die alarmierte Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ fanden die Frau im letzten Tageslicht, konnten sie in der Dunkelheit aber nicht mehr per Tau retten; der Einsatzleiter und die Leitstelle versuchten dann, einen nachtflugtauglichen Hubschrauber anzufordern, wobei keine Maschine zur Verfügung stand; auch die vier Black Hawks der US-Army in Bad Reichenhall, die aktuell an der Großübung „Berglöwe“ teilnehmen, konnten aus technischen Gründen nicht eingesetzt werden. Eine Mannschaft der Bergwacht fuhr deshalb bis zu Gotzenalm und ging dann zu Fuß mit umfangreicher Ausrüstung bis zur Einsatzstelle. Sie versorgten die Frau, die zunächst noch mit Hilfe gehfähig war und transportierten sie dann im unteren Teil per Trage bis zur Fischunkelalm weiter.

Die BRK-Wasserwacht hatte währenddessen weitere sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und der gegen 1 Uhr nachalarmierten Bergwacht Ramsau per Boot über den Königssee und mit einem weiteren Boot über den Obersee gebracht, die aufstiegen und ihre Kameraden beim Abtransport per Trage unterstützten. Die Einsatzkräfte brachten die 20-Jährige ab der Fischunkelalm mit zwei Booten über die beiden Seen zur Seelände, wo sie am Morgen eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte. Insgesamt 18 Einsatzkräfte waren an der elfstündigen Aktion beteiligt. „Je nach Schwere der Verletzung, Kondition und Gesundheitszustand sollten Bergsteiger im Notfall lieber früher anrufen und rechtzeitig Hilfe anfordern, weil die Rettung bei Tageslicht mit Hubschrauber wesentlich einfacher gewesen wäre, und die Wiederherstellung und Heilung besser verlaufen, wenn schwere Verletzungen durch längere Märsche nicht noch zusätzlich belastet und weiter geschädigt werden“, erklärt der Bergwacht-Einsatzleiter.

 

 

 

 

 

 


30.06.2018 -Bergwacht, Wasserwacht & „Christoph 14“ retten verletzten Bergsteiger aus der oberen Watzmann-Ostwand

Schwieriger Einsatz wegen Nebel und Wind: 42-jähriger Alleingeher rutscht am Beginn der Gipfelschlucht am Fels ab und stürzt einige Meter ab

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Samstagnachmittag einen 42-jährigen Bergsteiger gerettet, der im oberen Teil der Watzmann-Ostwand am Beginn der Gipfelschlucht am Fels abgerutscht und einige Meter abgestürzt war und sich dabei eine offene Kopfverletzung zugezogen hatte. Die Retter schafften es, den Münchner trotz der schwierigen Sichtflugbedingungen mit umherziehenden Wolken und schwer einzuschätzender Windverhältnisse am Tau auszufliegen.

Der erfahrene Alleingeher war über den Berchtesgadener Weg aufgestiegen und dann an der Gipfelschlucht verunfallt, wobei er wegen seiner Kopfverletzung nicht mehr ohne Hilfe weiter aufsteigen konnte und gegen 14 Uhr bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf absetzte. Auf seinem Weg zum Gipfel hatte er auch keine anderen Bergsteiger getroffen, die ihm hätten helfen können.

Der alarmierte Bergwacht-Einsatzleiter forderte neben „Christoph 14“ auch die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot an, um Einsatzkräfte und Ausrüstung zum Zwischenlandeplatz auf die Halbinsel Sankt Bartholomä zu bringen. Die Besatzung fand den Verletzten beim ersten Suchflug rasch und brachte einen Berchtesgadener Bergretter per Tau zur Unfallstelle, wobei schon im Anflug von allen Seiten die Nebelschwaden einfielen und die Sicht immer schlechter wurde. Der Retter versorgte den Mann, sicherte ihn in einem Rettungssitz und begann dann mit ihm den Abstieg, da der Nebel immer dichter wurde und innerhalb weniger Minuten nur noch Sichtweiten von rund zehn Metern vorherrschten. „Christoph 14“ wartete währenddessen in Kühroint und dann wieder in Sankt Bartholomä, von wo aus die Einsatzkräfte die Wolkenverhältnisse in der Wand gut beobachten und rasch reagieren konnten.

Durch die Wolken und den Wind wurde es in der Wand bei Temperaturen um die zehn Grad ohne Biwakplatz relativ ungemütlich, wobei die Retter zunächst davon ausgingen, dass es erst in der Nacht wieder aufklaren und erst dann ein sicherer Rettungsflug möglich sein würde. Dann kam aber alles anders: Nach einem Abstieg von rund 100 Höhenmetern riss es unerwartet kurzzeitig so weit auf, dass es der Pilot durch die Wolkenlücke schaffte, Retter und Patient per Tau aufnehmen und in einem Aufzug zum Landeplatz in Schönau am Königssee ausfliegen konnte. Nach dem Flug und auch die Nacht über bis Sonntagmittag blieb die obere Ostwand in Wolken. Die Hubschrauber-Notärztin untersuchte den Mann, der dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen wurde.

 

 

 

 

 

 

 


30.06.2018 – Fußvereletzung Salet

Gegen 9.45 Uhr mussten Berg- und Wasserwacht eine 45-jährige Chinesin retten, die am Obersee kurz nach der Bootshütte in Richtung Fischunkelalm gestürzt war und sich den Fuß gebrochen hatte. Die Retter fuhren per Boot samt All-Terrain-Vehicle (ATV) über den Königssee, wobei die Bergwacht von Salet aus mit drei Einsatzkräften weiter zur Unfallstelle fuhr, die Frau versorgte und sie dann nach Salet brachte. Die Retter versorgten sie am Boot weiter, fuhren sie zur Seelände und übergaben sie an die Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes. Sechs ehrenamtliche Einsatzkräfte von Berg- und Wasserwacht waren bis 12 Uhr gefordert.


15.06.2018 – Internistisch erkrankter Patient Salet

Los gings kurz nach 10.30 Uhr für die BRK-Wasserwacht, die mit ihrem Rettungsboot zur Saletalm am Königssee ausrücken musste, wo ein akut internistisch erkrankter 78-jähriger Einheimischer medizinische Hilfe brauchte. Die Wasserretter fuhren mit der Besatzung eines Rettungswagens zur Einsatzstelle, versorgten den Mann auf dem Boot und brachten ihn zur Seelände – von dort aus gings per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Drei Wasserretter waren rund zwei Stunden lang gefordert.


11.06.2018 – Patientin mit Kreislaufproblemen auf der Halbinsel Sankt Bartholomä verschwunden

Am Montagmittag kurz nach 13.30 Uhr wurde die Berchtesgadener Wasserwacht zusammen mit einer Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes auf die Halbinsel Sankt Bartholomä alarmiert, wo eine ausländische Touristin unter Kreislaufproblemen litt. Als die Retter mit dem Motorrettungsboot eintrafen, war die Frau verschwunden; sie konnten sie trotz intensiver Suche nicht mehr finden und rückten unverrichteter Dinge wieder ein.

 

 

 

 

 

 

 


09.06.2018 – Wasserretter ziehen toten 50-jährigen Mann aus der Saalach

Einsatzkräfte können Obdachlosen aus Bad Reichenhall in der Pidinger Au nicht mehr retten

PIDING – Wasserretter haben am Samstagnachmittag einen 50-jährigen Obdachlosen aus Bad Reichenhall aus der Saalach gezogen, der in der Pidinger Au zwischen der Staufenbrücke und dem Pidinger Steg leblos im Fluss trieb. Passanten sahen den Mann gegen 13.15 Uhr bei Bad Reichenhall im Wasser und setzten bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, die sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften losschickte, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Piding, Ainring und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwacht aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, die Einsatzleiterin Wasserrettung, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ sowie den Landrettungsdienst mit Einsatzleiter, Notarzt und zwei Rettungswagen. Darüber hinaus waren mehrere Polizeibeamte aus Bad Reichenhall und Freilassing an der Suche beteiligt. Die Besatzung eines Transporthubschraubers der Bundespolizei, die gerade eine Übung mit der Bergwacht am Pidinger Klettersteig beendet hatte, konnte wegen Spritmangel nicht eingesetzt werden.

„Christoph 14“ nahm am Pidinger Sportplatz einen Wasserretter der Reichenhaller Feuerwehr auf und flog den Fluss ab; gleichzeitig suchten Fußmannschaften von Feuerwehr, Wasserwacht und Polizei vom Uferweg aus nach dem treibenden Mann, wobei die Retter den Vermissten kurze Zeit später an einer Sandbank zwischen Altenheim und Hagebau ausmachen konnten. Der Pilot setzte den Wasserretter im Schwebeflug beim Patienten ab; gleichzeitig querten weitere leinengesicherte Wasserretter den Fluss von der Pidinger in Richtung der Marzoller Seite. Sie sicherten den Mann und zogen ihn ans Pidinger Ufer, wo er mit einer Schleifkorbtrage an Land gebracht wurde; Notärzte und Notfallsanitäter konnten aber nichts mehr für den 50-Jährigen tun und nur noch den Tod feststellen. „Einsatzkräfte von Feuerwehr und BRK-Wasserwacht arbeiteten Hand in Hand sehr effektiv zusammen“, lobt Einsatzleiterin Sabrina Schauer.

Da zunächst die Identität unklar war und keine passende Vermisstenmeldung vorlag, rief die Polizei am Nachmittag mit Bildern der Tätowierungen und der Schuhe des Toten die Öffentlichkeit um Mithilfe auf. Am Abend stand dann fest, dass es sich um den 50-jährigen Obdachlosen handelt. Die genauen Umstände und wann, wo und wieso der Mann in den Fluss gestürzt war, ermittelt nun die Kripo. Erste gewonnene Erkenntnisse lassen nicht auf eine Gewalttat schließen; jedoch sind laut Polizei weitere Maßnahmen zur Klärung nötig.

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht Berchtesgaden konnten noch während der Anfahrt den Einsatz abbrechen.

 

 

 

 

 

 

 


05.06.2018 – BRK-Wasserwacht & Notarzthubschrauber „Martin 1“ versorgen akut intern erkrankten 59-Jährigen in Sankt Bartholomä

Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht, die Besatzung eines BRK-Rettungswagens und des Pongauer Notarzthubschraubers „Martin 1“ haben am Dienstag einen akut intern erkrankten 59-Jährigen aus Mittelfranken versorgt, der gegen 15.20 Uhr auf der Halbinsel Sankt Bartholomä medizinische Hilfe brauchte. Die Wasserwacht und die Rettungswagen-Besatzung fuhren per Boot zur Einsatzstelle; „Martin 1“ flog den Mann dann zur Christian-Doppler-Klinik nach Salzburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


31.05.2018 – Drei Einsätze hintereinander: Gesichtsverletzung Salet, verstiegene Wanderer am Naßen Palfen und erschöpfte Bergwanderin im Kaunersteig

Am Donnerstag gegen 14.30 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot zur Anlegestelle Salet ausrücken, wo eine 30-jährige Taiwanesin mit einer Gesichtsverletzung nach einem Sturz auf Hilfe wartete. Die Wasserretter versorgten die Frau und brachten sie zur Seelände; per Rettungswagen gings weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Kurz nach 15.30 Uhr folgte der nächste Notruf: Ein Münchener und sein 13-jähriger Sohn hatten sich im freien Aufstieg vom Königssee über den Nassen Palfen einem verfallenen Steig folgend verstiegen und saßen  rund 40 Meter über dem Wasser im Steilhang fest. Die BRK-Wasserwacht brachte die Bergwacht per Boot zur Einsatzstelle. Die drei Retter stiegen vom See aus auf, sicherten die Beiden und seilten sie dann bis zum Ufer ab – per Boot gings zur Seelände zurück.

Kurz nach 17.30 Uhr ging der an diesem Tag letzte Bergwacht-Notruf wegen einer erschöpften 54-jährigen Frau ein, die die sich im Abstieg von der Gotzenalm über den Kaunersteig nach Salet mit ihrem Mann verstiegen hatte; der Mann war ins Tal abgestiegen, um Hilfe zu holen –  die erschöpfte aber unverletzte Frau konnte kurz vor den ersten Treppen nicht mehr weiter. Als die Retter per Boot anfuhren, sahen sie die Frau bereits, die es dann doch noch geschafft hatte, bis zum Seeufer abzusteigen. Die beiden wurden per Boot zur Seelände zurückgebracht – der Einsatz dauerte bis 19 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


30.05.2018 – Gesichtsverletzung nach Sturz an der Eiskapelle

Am Mittwoch gegen 14.30 Uhr stürzte eine 41-jährige Frau am oberen Ende der Eiskapelle unterhalb der Watzmann-Ostwand beim Wandern und verletzte sich nach erster Einschätzung schwerer im Gesicht. „Christoph 14“ flog mit einem Berchtesgadener Bergretter direkt zur Einsatzstelle und versorgte die Patientin notärztlich; sie wurde danach direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall geflogen. Die BRK-Wasserwacht brachte zeitgleich die Bergwacht mit ihrem All-Terrain-Vehicle (ATV) per Boot über den See nach Sankt Bartholomä – die Bergretter fuhren ebenfalls zur Einsatzstelle und halfen bei der Versorgung. Die Einsatzkräfte holten dann den Mann und die beiden Kinder der Verunfallten ab und brachten sie zur Seelände zurück. Der Einsatz dauerte bis 17.30 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 


11.05.2018 – Krankentransport nach Blockade

Am Freitag, den 11. Mai gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf wegen einer blockierten Wanderin im Bereich des Halsköpfls im Steinernen Meer ein; die Frau traute sich wegen Altschnee im Steilgelände nicht mehr weiter und musste per Tau ausgeflogen werden. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und ein Berchtesgadener Bergretter holten die Unverletzte per Tau ab, flogen sie zum Zwischenlandeplatz und dann mit ihren beiden Brüdern zur Halbinsel Sankt Bartholomä, wo sie von der BRK-Wasserwacht abgeholt wurden. Die junge Frau und ihre zwei Brüder wurden zur Seelände transportiert und gingen danach selbstständig in ärztliche Behandlung.


07.05.2018: Knieverletzung zwischen Salet und Obersee

Am Montagmittag gegen 13.00 Uhr wurden die Bergwacht Berchtesgaden und die Wasserwacht Berchtesgaden wieder nach Salet alarmiert. Ein gestürzter Patient hat sich auf dem Weg zwischen Salet und Obersee eine Knieverletzung zugezogen. Ersthelfer betreuten den Patienten und brachten ihn bis zur Anlegestelle Salet. Nach Eintreffen der ehrenamtlichen Rettungskräfte wurde der Patient am Boot von Berg- und Wasserwacht versorgt, zur Seelände transportiert und dort dem Landrettungsdienst zum Weitertransport ins Krankenhaus Berchtesgaden übergeben.


06.05.2018: Ersthelfer retten 70-jährige Polo-Fahrerin aus der Königsseer Ache

Einheimische stürzt mit Kleinwagen in den Fluss und kommt mit leichten Verletzungen davon

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE –  Am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr ist eine 70-jährige Schönauerin mit ihrem VW-Polo in die hochwasserführende Königsseer Ache gestürzt und nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes nur  leicht verletzt worden, da sie beherzte Ersthelfer aus dem Fahrzeug retteten.

Den Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge war die Einheimische auf der Untersteiner Straße in Richtung Schönau am Königssee unterwegs. Gegenüber der Gaststätte Waldstein fuhr sie aus bisher ungeklärten Gründen in einer Rechtskurve geradeaus weiter und stürzte mit dem Kleinwagen eine steile Böschung hinab. Das Fahrzeug blieb dann in der Königsseer Ache liegen, die aktuell relativ viel Wasser führt. Die 70-Jährige konnte sich selbst nicht befreien – zwei Passanten, die den Unfall gehört hatten, setzten einen Notruf ab und schafften es, die nur leicht Verletzte aus dem Auto und aus dem Wasser zu retten, noch bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen.

Die Leitstelle Traunstein schickte sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften zum Unfallort, da nicht klar war, ob der Kleinwagen abtreibt und wie viele Insassen aus dem Wasser gerettet werden müssen, darunter die heimischen Freiwilligen Feuerwehren aus Königssee und Schönau, die Schnell-Einsatz-Gruppen der BRK-Wasserwacht aus Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, den Einsatzleiter Wasserrettungsdienst, das Team des Einsatzleitwagens der BRK-Bereitschaften, den Innsbrucker Notarzthubschrauber „Christophorus 1“ und den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes mit dem Berchtesgadener Notarzt, dem Einsatzleiter, einem Rettungswagen aus Berchtesgaden und einem Rettungswagen aus Hallein.

 

Ein Großteil der anrückenden Kräfte konnte noch auf der Anfahrt wieder umkehren. Die Berchtesgadener Wasserwacht und die heimischen Feuerwehren sicherten das Fahrzeug am Flussufer und unterstützten bis in die Nacht hinein die aufwendige Bergung mit einem Kran einer Spezialfirma und waren bis kurz vor Mitternacht gefordert. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Hergang auf.

 

 


06.05.2018 – Verdacht Herzinfarkt im Bereich Obersee

Am Sonntag Mittag wurden die Bergwacht Berchtesgaden, die Wasserwacht Berchtesgaden und der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein Richtung Obersee alarmiert. Auf dem Wanderweg zwischen Salat und Obersee erlitt eine 27jährige Atemattacken und auch eine kurze Bewusstlosigkeit.
Der Rettungshubschrauber konnte fast direkt an der Patientin landen, versorgte diese und transportierte die Frau ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall. Die alarmierte Bergwacht und Wasserwacht musste nicht mehr eingreifen.


21.04.2018 – Vermisster Hund am Königssee Wasserfall

Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zum Königssee alarmiert.
Einem amerikanischem Urlauberpärchen ist am Königsbach-Wasserfall ein kleiner Chihuaha entlaufen. Vermutlich ist der Hund im Bereich Wasserfall abgestürzt.
Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren zusammen mit dem Pärchen zum Wasserfall, suchten den kompletten Uferbereich und die unteren Gumpen des Wasserfalls ab.
Nach erfolgloser Suche wurde der Einsatz abgebrochen.

Sollte der Hund gesichtet werden, bitte informieren Sie den Tierschutzverein Berchtesgaden unter:
08652 / 977 732 oder 08652 / 94 8600.

Wir danken für die Mithilfe!


Symbolbild Wasserfall Königssee

14.und 15.04.2018 – Zwei Einsätze am Wochenende:
Durchnässtes Kind in St. Bartholomä und nächtliche Rettungsaktion

Durchnässtes Kind

Am Samstag gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf vom Königssee ein, wo sich ein zweijähriger Bub am Bootssteg an der Seelände von seiner Mutter losgerissen hatte und ins Wasser gestürzt war. Die Mutter sprang nach und zog ihr Kind an Land. Da beide rund zwei Minuten lang im nur neun Grad kalten Wasser waren, forderte die alarmierte BRK-Wasserwacht einen Rettungswagen nach – bis die Einsatzkräfte eintrafen, hatten Ersthelfer die Familie bereits mit trockener Kleidung versorgt und die Schifffahrt einen geschützten Raum zur Verfügung gestellt.

Aufwendige, neunstündige Rettungsaktion: Berchtesgadener Bergretter sind die ganze Nacht lang für verstiegenen und erschöpften Wanderer im Einsatz

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Die Bergwacht Berchtesgaden war in der Nacht von Sonntag auf Montag in einer aufwendigen, neunstündigen Rettungsaktion für einen erschöpften 58-jährigen Wanderer im Einsatz, der im absturzgefährlichen Steilgelände des Feuerpalfens am Königssee-Südostufer in die Dunkelheit geraten war und rund 250 Höhenmeter unterhalb des Aussichtspunkts 800 Meter über dem Königssee festsaß.

Der Mann war mit dem Kursboot zur Halbinsel Sankt Bartholomä gefahren, dann über den verfallenen Oberlahnersteig (Neiger) am Westufer weiter bis zur Saletalm gewandert und einem GPS-Track auf seiner Uhr gefolgt, wobei er am Ostufer immer weiter durch das Steilgelände des Feuerpalfens aufstieg und schließlich ohne Licht und Seil in die Dunkelheit geriet.

Als am Sonntagabend kurz nach 21 Uhr der Notruf einging, versuchten die Einsatzkräfte den Mann zunächst zu finden, wobei ihn die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot vom See aus ziemlich hoch in der Wand entdeckte. Ein Aufstieg vom Ufer aus war geländebedingt nicht möglich, weshalb zwölf Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden mit Fahrzeugen bis zur Gotzentalalm fuhren und von dort aus aufgrund des vielen und weichen Altschnees im Pendelverkehr mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) bis zum Aussichtspunkt gebracht wurden und auch teilweise eine Stunde lang zu Fuß durch den Schnee stapften.

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht lotsten die Bergwacht-Einsatzkräfte anhand der Lichtzeichen vom Boot aus zur Einsatzstelle.

Die Bergretter mussten dann in einer sehr aufwendigen Aktion rund 250 Meter tief bis zu dem Mann abseilen, ihn sichern und dann am Seil nach oben ziehen. Der Mann war unverletzt, hatte allerdings seinen Rucksack verloren, der über die Wandstufen abgestürzt war und nicht mehr geborgen werden konnte. Gegen 5 Uhr waren alle wieder sicher im Tal und gegen 6 Uhr alle Aufräumarbeiten beendet. Gerade als die ersten ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach einer schlaflosen Nacht weiter zu ihrem Arbeitsplatz fahren wollten, löste die Leistelle Traunstein kurz nach 7.50 Uhr erneut Alarm aus: Auf der Baustelle an der Jenner-Mittelstation brauchte ein akut internistisch erkrankter 30-jähriger Tiroler notärztliche Hilfe. Der Mann wurde vom Landrettungsdienst medizinisch versorgt und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Der Einsatz war für die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 2.00 Uhr morgens beendet.


05.03.2018: Bergwacht sucht die halbe Nacht nach vermeintlich vermisstem Tourengeher auf der Großen Reibn

Missverständnis über Zeitpunkt der Rückkehr zwischen Vater und Sohn und fehlender Handy-Empfang – Bergwacht findet Vermissten gegen 5.30 Uhr schlafend am Kärlingerhaus

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Ein Großaufgebot der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau und die BRK-Wasserwacht haben die halbe Nacht über nach einem vermeintlich vermissten Skitourengeher auf der Großen Reibn rund um den Königssee gesucht und den 21-jährigen Vermissten aus dem Landkreis Rosenheim dann gegen 5.30 Uhr schlafend und gesund im Winterraum des Kärlingerhauses am Funtensee gefunden. Wie bereits oft zuvor bei ähnlichen mehrtägigen Bergtouren im Hagengebirge und im Steinernen Meer hatten ein Missverständnis über den Zeitpunkt der Rückkehr, der fehlende Handy-Empfang im Gebirge und die daraus resultierende fehlende Rückmeldung zwischen Sohn und Vater einen vermeidbaren Sucheinsatz bei widrigen Wetterverhältnissen ausgelöst.

Der besorgte Vater meldete sich am Montagabend bei der Berchtesgadener Polizei, da der Sohn eigentlich bereits zurücksein wollte, sich nicht mehr gemeldet hatte und sein Auto verlassen am Parkplatz Hinterbrand stand – sein Handy hatte kein Netz und war nicht erreichbar, weshalb die Angehörigen sich Sorgen machten, dass etwas passiert sein könnte. Die Leistelle Traunstein alarmierte daraufhin kurz nach 23 Uhr die Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau sowie die BRK-Wasserwacht, die die Berchtesgadener Einsatzkräfte per Boot über den Königssee brachte, der ab der Halbinsel Sankt Bartholomä stellenweise mit einer dünnen Eisschicht bedeckt ist; vom Südwestufer zwischen Bartholomä und dem Eisbach aus stiegen sie mit Tourenskiern bei widrigen Wetterverhältnissen mit Regen und Schneefall zum Funtensee auf, wobei sie den Vermissten dann gegen 5.30 Uhr schlafend und unversehrt im Winterraum des Kärlingerhauses fanden.

Weitere Mannschaften der Bergwacht Ramsau stiegen über das Wimbachgries zum Loferer und Leoganger Seilergraben und zum Hundstodgatterl auf, um dort zu suchen, da es zunächst keinerlei Anhaltspunkte gab, wo der Mann sein könnte. Er war seit Sonntag allein unterwegs, hatte für die lange Skitour zwei bis drei Tage eingeplant und bereits auf der Wasseralm übernachtet. Die Besatzung des ebenfalls angeforderten nachtflugtauglichen Polizeihubschraubers „Edelweiß 7“ musste nur wenige Kilometer nach dem Start am Münchner Flughafen wegen Nebel abbrechen und konnte nicht bei der Suche unterstützen. Die Bergretter fuhren dann bei Tagesanbruch wieder in Richtung Königssee ab und wurden gegen 9 Uhr am Morgen von der BRK-Wasserwacht per Boot zur Seelände zurückgebracht. Insgesamt waren 20 Bergretter bis zu zehn Stunden lang im Einsatz.