Einsätze 2018

11.05.2018 – Krankentransport nach Blockade

Am Freitag, den 11. Mai gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf wegen einer blockierten Wanderin im Bereich des Halsköpfls im Steinernen Meer ein; die Frau traute sich wegen Altschnee im Steilgelände nicht mehr weiter und musste per Tau ausgeflogen werden. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und ein Berchtesgadener Bergretter holten die Unverletzte per Tau ab, flogen sie zum Zwischenlandeplatz und dann mit ihren beiden Brüdern zur Halbinsel Sankt Bartholomä, wo sie von der BRK-Wasserwacht abgeholt wurden. Die junge Frau und ihre zwei Brüder wurden zur Seelände transportiert und gingen danach selbstständig in ärztliche Behandlung.


07.05.2018: Knieverletzung zwischen Salet und Obersee

Am Montagmittag gegen 13.00 Uhr wurden die Bergwacht Berchtesgaden und die Wasserwacht Berchtesgaden wieder nach Salet alarmiert. Ein gestürzter Patient hat sich auf dem Weg zwischen Salet und Obersee eine Knieverletzung zugezogen. Ersthelfer betreuten den Patienten und brachten ihn bis zur Anlegestelle Salet. Nach Eintreffen der ehrenamtlichen Rettungskräfte wurde der Patient am Boot von Berg- und Wasserwacht versorgt, zur Seelände transportiert und dort dem Landrettungsdienst zum Weitertransport ins Krankenhaus Berchtesgaden übergeben.


06.05.2018: Ersthelfer retten 70-jährige Polo-Fahrerin aus der Königsseer Ache

Einheimische stürzt mit Kleinwagen in den Fluss und kommt mit leichten Verletzungen davon

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE –  Am Sonntagabend gegen 18.45 Uhr ist eine 70-jährige Schönauerin mit ihrem VW-Polo in die hochwasserführende Königsseer Ache gestürzt und nach erster Einschätzung des Roten Kreuzes nur  leicht verletzt worden, da sie beherzte Ersthelfer aus dem Fahrzeug retteten.

Den Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge war die Einheimische auf der Untersteiner Straße in Richtung Schönau am Königssee unterwegs. Gegenüber der Gaststätte Waldstein fuhr sie aus bisher ungeklärten Gründen in einer Rechtskurve geradeaus weiter und stürzte mit dem Kleinwagen eine steile Böschung hinab. Das Fahrzeug blieb dann in der Königsseer Ache liegen, die aktuell relativ viel Wasser führt. Die 70-Jährige konnte sich selbst nicht befreien – zwei Passanten, die den Unfall gehört hatten, setzten einen Notruf ab und schafften es, die nur leicht Verletzte aus dem Auto und aus dem Wasser zu retten, noch bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen.

Die Leitstelle Traunstein schickte sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften zum Unfallort, da nicht klar war, ob der Kleinwagen abtreibt und wie viele Insassen aus dem Wasser gerettet werden müssen, darunter die heimischen Freiwilligen Feuerwehren aus Königssee und Schönau, die Schnell-Einsatz-Gruppen der BRK-Wasserwacht aus Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, den Einsatzleiter Wasserrettungsdienst, das Team des Einsatzleitwagens der BRK-Bereitschaften, den Innsbrucker Notarzthubschrauber „Christophorus 1“ und den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes mit dem Berchtesgadener Notarzt, dem Einsatzleiter, einem Rettungswagen aus Berchtesgaden und einem Rettungswagen aus Hallein.

 

Ein Großteil der anrückenden Kräfte konnte noch auf der Anfahrt wieder umkehren. Die Berchtesgadener Wasserwacht und die heimischen Feuerwehren sicherten das Fahrzeug am Flussufer und unterstützten bis in die Nacht hinein die aufwendige Bergung mit einem Kran einer Spezialfirma und waren bis kurz vor Mitternacht gefordert. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Hergang auf.

 

 


06.05.2018 – Verdacht Herzinfarkt im Bereich Obersee

Am Sonntag Mittag wurden die Bergwacht Berchtesgaden, die Wasserwacht Berchtesgaden und der Rettungshubschrauber „Christoph 14“ aus Traunstein Richtung Obersee alarmiert. Auf dem Wanderweg zwischen Salat und Obersee erlitt eine 27jährige Atemattacken und auch eine kurze Bewusstlosigkeit.
Der Rettungshubschrauber konnte fast direkt an der Patientin landen, versorgte diese und transportierte die Frau ins Krankenhaus nach Bad Reichenhall. Die alarmierte Bergwacht und Wasserwacht musste nicht mehr eingreifen.


21.04.2018 – Vermisster Hund am Königssee Wasserfall

Am Samstagabend gegen 19.30 Uhr wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zum Königssee alarmiert.
Einem amerikanischem Urlauberpärchen ist am Königsbach-Wasserfall ein kleiner Chihuaha entlaufen. Vermutlich ist der Hund im Bereich Wasserfall abgestürzt.
Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren zusammen mit dem Pärchen zum Wasserfall, suchten den kompletten Uferbereich und die unteren Gumpen des Wasserfalls ab.
Nach erfolgloser Suche wurde der Einsatz abgebrochen.

Sollte der Hund gesichtet werden, bitte informieren Sie den Tierschutzverein Berchtesgaden unter:
08652 / 977 732 oder 08652 / 94 8600.

Wir danken für die Mithilfe!


Symbolbild Wasserfall Königssee

14.und 15.04.2018 – Zwei Einsätze am Wochenende:
Durchnässtes Kind in St. Bartholomä und nächtliche Rettungsaktion

Durchnässtes Kind

Am Samstag gegen 13.30 Uhr ging ein Notruf vom Königssee ein, wo sich ein zweijähriger Bub am Bootssteg an der Seelände von seiner Mutter losgerissen hatte und ins Wasser gestürzt war. Die Mutter sprang nach und zog ihr Kind an Land. Da beide rund zwei Minuten lang im nur neun Grad kalten Wasser waren, forderte die alarmierte BRK-Wasserwacht einen Rettungswagen nach – bis die Einsatzkräfte eintrafen, hatten Ersthelfer die Familie bereits mit trockener Kleidung versorgt und die Schifffahrt einen geschützten Raum zur Verfügung gestellt.

Aufwendige, neunstündige Rettungsaktion: Berchtesgadener Bergretter sind die ganze Nacht lang für verstiegenen und erschöpften Wanderer im Einsatz

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Die Bergwacht Berchtesgaden war in der Nacht von Sonntag auf Montag in einer aufwendigen, neunstündigen Rettungsaktion für einen erschöpften 58-jährigen Wanderer im Einsatz, der im absturzgefährlichen Steilgelände des Feuerpalfens am Königssee-Südostufer in die Dunkelheit geraten war und rund 250 Höhenmeter unterhalb des Aussichtspunkts 800 Meter über dem Königssee festsaß.

Der Mann war mit dem Kursboot zur Halbinsel Sankt Bartholomä gefahren, dann über den verfallenen Oberlahnersteig (Neiger) am Westufer weiter bis zur Saletalm gewandert und einem GPS-Track auf seiner Uhr gefolgt, wobei er am Ostufer immer weiter durch das Steilgelände des Feuerpalfens aufstieg und schließlich ohne Licht und Seil in die Dunkelheit geriet.

Als am Sonntagabend kurz nach 21 Uhr der Notruf einging, versuchten die Einsatzkräfte den Mann zunächst zu finden, wobei ihn die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot vom See aus ziemlich hoch in der Wand entdeckte. Ein Aufstieg vom Ufer aus war geländebedingt nicht möglich, weshalb zwölf Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden mit Fahrzeugen bis zur Gotzentalalm fuhren und von dort aus aufgrund des vielen und weichen Altschnees im Pendelverkehr mit dem All-Terrain-Vehicle (ATV) bis zum Aussichtspunkt gebracht wurden und auch teilweise eine Stunde lang zu Fuß durch den Schnee stapften.

Die Einsatzkräfte der Wasserwacht lotsten die Bergwacht-Einsatzkräfte anhand der Lichtzeichen vom Boot aus zur Einsatzstelle.

Die Bergretter mussten dann in einer sehr aufwendigen Aktion rund 250 Meter tief bis zu dem Mann abseilen, ihn sichern und dann am Seil nach oben ziehen. Der Mann war unverletzt, hatte allerdings seinen Rucksack verloren, der über die Wandstufen abgestürzt war und nicht mehr geborgen werden konnte. Gegen 5 Uhr waren alle wieder sicher im Tal und gegen 6 Uhr alle Aufräumarbeiten beendet. Gerade als die ersten ehrenamtlichen Einsatzkräfte nach einer schlaflosen Nacht weiter zu ihrem Arbeitsplatz fahren wollten, löste die Leistelle Traunstein kurz nach 7.50 Uhr erneut Alarm aus: Auf der Baustelle an der Jenner-Mittelstation brauchte ein akut internistisch erkrankter 30-jähriger Tiroler notärztliche Hilfe. Der Mann wurde vom Landrettungsdienst medizinisch versorgt und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.

Der Einsatz war für die Wasserwacht Berchtesgaden gegen 2.00 Uhr morgens beendet.


05.03.2018: Bergwacht sucht die halbe Nacht nach vermeintlich vermisstem Tourengeher auf der Großen Reibn

Missverständnis über Zeitpunkt der Rückkehr zwischen Vater und Sohn und fehlender Handy-Empfang – Bergwacht findet Vermissten gegen 5.30 Uhr schlafend am Kärlingerhaus

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Ein Großaufgebot der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau und die BRK-Wasserwacht haben die halbe Nacht über nach einem vermeintlich vermissten Skitourengeher auf der Großen Reibn rund um den Königssee gesucht und den 21-jährigen Vermissten aus dem Landkreis Rosenheim dann gegen 5.30 Uhr schlafend und gesund im Winterraum des Kärlingerhauses am Funtensee gefunden. Wie bereits oft zuvor bei ähnlichen mehrtägigen Bergtouren im Hagengebirge und im Steinernen Meer hatten ein Missverständnis über den Zeitpunkt der Rückkehr, der fehlende Handy-Empfang im Gebirge und die daraus resultierende fehlende Rückmeldung zwischen Sohn und Vater einen vermeidbaren Sucheinsatz bei widrigen Wetterverhältnissen ausgelöst.

Der besorgte Vater meldete sich am Montagabend bei der Berchtesgadener Polizei, da der Sohn eigentlich bereits zurücksein wollte, sich nicht mehr gemeldet hatte und sein Auto verlassen am Parkplatz Hinterbrand stand – sein Handy hatte kein Netz und war nicht erreichbar, weshalb die Angehörigen sich Sorgen machten, dass etwas passiert sein könnte. Die Leistelle Traunstein alarmierte daraufhin kurz nach 23 Uhr die Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau sowie die BRK-Wasserwacht, die die Berchtesgadener Einsatzkräfte per Boot über den Königssee brachte, der ab der Halbinsel Sankt Bartholomä stellenweise mit einer dünnen Eisschicht bedeckt ist; vom Südwestufer zwischen Bartholomä und dem Eisbach aus stiegen sie mit Tourenskiern bei widrigen Wetterverhältnissen mit Regen und Schneefall zum Funtensee auf, wobei sie den Vermissten dann gegen 5.30 Uhr schlafend und unversehrt im Winterraum des Kärlingerhauses fanden.

Weitere Mannschaften der Bergwacht Ramsau stiegen über das Wimbachgries zum Loferer und Leoganger Seilergraben und zum Hundstodgatterl auf, um dort zu suchen, da es zunächst keinerlei Anhaltspunkte gab, wo der Mann sein könnte. Er war seit Sonntag allein unterwegs, hatte für die lange Skitour zwei bis drei Tage eingeplant und bereits auf der Wasseralm übernachtet. Die Besatzung des ebenfalls angeforderten nachtflugtauglichen Polizeihubschraubers „Edelweiß 7“ musste nur wenige Kilometer nach dem Start am Münchner Flughafen wegen Nebel abbrechen und konnte nicht bei der Suche unterstützen. Die Bergretter fuhren dann bei Tagesanbruch wieder in Richtung Königssee ab und wurden gegen 9 Uhr am Morgen von der BRK-Wasserwacht per Boot zur Seelände zurückgebracht. Insgesamt waren 20 Bergretter bis zu zehn Stunden lang im Einsatz.