Einsätze 2019


24.06.2019 – Kreislaufkollaps Salet

Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmierte am Montagnachmittag die Wasserwacht Berchtesgaden zum Südufer des Königssees nach Salet. Ein 78jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen erlitt einen Kreislaufkollaps. Er wurde von seiner Tochter und vorbeigehenden Wanderern bis zum Eintreffen der Wasserwacht erstversorgt. Die Wasserretter untersuchten den Patienten und versorgten ihn. Zusammen mit seiner Tochter wurde der Patient zur Seelände transportiert und dort dem Landrettungsdienst zum Weitertransport in die Kreisklinik Berchtesgaden übergeben.


18.06.2019 – Platzwunde nach Sturz

Am Dienstagmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zur Halbinsel Hirschau am Königssee alarmiert. Eine 50jährige Frau aus Oberösterreich erlitt nach einem Sturz eine Platzwunde über dem linken Auge. Die ehrenamtlichen Wasserretter versorgten die Patienten in St. Bartholomä und transportierten sie zusammen mit ihrem Ehemann zur Seelände. Dort wurde die Patientin an den Landrettungsdienst zur Weiterversorgung übergeben und in die Kreisklinik nach Bad Reichenhall gebracht.


03.06.2019: Vier Verletzte nach Verkehrsunfall

RAMSAU –  Am Montagvormittag kurz nach 10 Uhr sind bei einem Verkehrsunfall auf der Deutschen Alpenstraße (B305) insgesamt vier Menschen leicht bis mittelschwer verletzt worden. Eine Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen wollte offenbar mit ihrem Volvo bergab auf der geraden Gefällstrecke nach der letzten Kurve unterhalb des oberen Felsentors nach links zu den Ferienwohnungen Waldhäusl abbiegen, wobei der Vater einen nachfolgenden Porsche aus Frankreich übersah, der gerade überholen wollte; der Poschefahrer konnte nicht mehr ausweichen, erfasste den Volvo und schob ihn in eine Baumgruppe, wobei bei der Kollision mit einem gemauerten Brückengeländer und Bäumen die Airbags bei beiden Fahrzeugen auslösten. Die Autos blieben in der Böschung zum Holzenbach hinab in den Bäumen hängen.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren  Ramsau, Schönau und Berchtesgaden und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes und der Wasserrettung zum Unfallort, da zunächst angenommen wurde, die Autos seien im Bach gelandet und die Insassen eingeklemmt. Ersthelfer, darunter ein Notfallsanitäter der Rettungswache Berchtesgaden, kümmerten sich um die insgesamt sechs Betroffenen, von denen niemand eingeklemmt war. Die ebenfalls alarmierten Wasserwachten, die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall und das Team des Einsatzleitwagens der BRK-Bereitschaften konnten noch auf der Anfahrt wieder umkehren, da niemand im Wasser war. Die Feuerwehr sicherte den Volvo per Greifzug im Hang und regelte den Verkehr. Das Rote Kreuz brachte die insgesamt vier leicht bis mittelschwer verletzten Insassen des Volvos ins Salzburger Landeskrankenhaus, darunter der 42-jährige Vater, die 35-jährige Mutter, die fünfjährige Tochter und der zweieinhalbjährige Sohn; die beiden älteren Franzosen im Porsche blieben weitgehend unverletzt und wurden nicht transportiert.

Insgesamt waren drei Rettungswagen, ein Krankenwagen, zwei Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ vor Ort. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Unfallhergang auf. Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von rund 70.000 Euro.


02.06.2019: Missverständnis löst große Alarmierung aus

Am Sonntagabend gegen 16:30 Uhr meldete eine einheimische Frau am Echostüberl am Königssee ihren Bruder als vermisst. Der Einheimische wollte nur kurz zur Insel schwimmen und war dann plötzlich verschwunden.
Nach 45 Minuten löste die Frau Alarm aus. Die Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit Eindatzleiter Wasserrettungsdienst sowie die Feuerwehr Königsee mit Kreisbrandinspektion, der Landrettungsdienst und der Einsatzleiter Rettungsdienst wurden an die Seelände am Königssee alarmiert.
Der Vermisste wurde schnell durch einen Fußtrupp der Feuerwehr aufgegriffen, als er sich gerade im Werftgelände der Schifffahrt ausruhen wollte.
Die angerückten Einsatzkräfte konnten den Einsatz glücklicherweise schnell abbrechen.
Der Einheimische wurde noch kurz durch die ehrenamtlichen Wasserretter untersucht und dann unverletzt an die Polizei übergeben.


26.05.2019: Vierköpfige ungarische Wandergruppe aus dem Steinernen Meer gerettet

Einsatzkräfte der Bergwacht und der Wasserwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Sonntagabend eine vierköpfige Wandergruppe aus dem Steinernen Meer gerettet. Die Ungarn waren nur noch sehr langsam vorangekommen, da ein 30-Jähriger wegen einer Fußverletzung kaum mehr aus eigener Kraft gehen konnte und setzten kurz nach 18.30 Uhr einen Notruf ab. Die Einsatzkräfte fanden die Leute zwischen Landtal und der Wasseralm in der Röth im Gelände verteilt. Sie flogen den Verletzten mit dem Tau nach Salet ans Königssee-Südufer aus; der Rest der Gruppe konnte in den Heli einsteigen, wurde ebenfalls ausgeflogen und dann mit der Wasserwacht per Boot über den Königssee zur Seelände zurückgebracht. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte den Mann dann zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Bereits am Samstagnachmittag gegen 16.40 Uhr musste die Berchtesgadener Bergwacht eine Rumänin suchen und retten, die mit ihrer Handy-Navigation am Kehlstein unterwegs war und sich zwischen Dalsenwinkelstraße und Urschenlochsteig im Altschnee des Bergwalds verstiegen hatte. Die Retter fanden die Unverletzte nach rund einer halben Stunde Fußmarsch und brachten sie ins Tal zurück.

Gleichzeitig versorgte die Bergwacht Teisendorf-Anger, die beim Stoißeralm-Berglauf am Teisenberg zur Absicherung vor Ort war, eine gestürzte 59-jährige Mountainbikerin mit einer Armverletzung. Die Rettungswagen-Besatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes übernahm die Einheimische in Hochpoint und brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.


02.05.2019: Vermeintlicher Bergunfall am Röthbach-Wasserfall löst sich in Wohlgefallen auf

BRK-Wasserwacht am Donnerstag bei fünf Einsätzen rund um den Königssee gefordert – Frau meldet ihren Mann als vermisst – Mann meldet später seine Frau als vermisst

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Ein vermeintlicher Bergunfall am Röthbach-Wasserfall südlich oberhalb des Obersees hat sich als ein großes Missverständnis herausgestellt: Am Donnerstag gegen 17.20 Uhr meldete eine Frau ihren Mann über Dritte als vermisst, da er beim Wandern im Bereich des Röthbach-Wasserfalls verschwunden war. Während Ersthelfer, Bergwacht, Wasserwacht und ein Hubschrauber aufwendig nach dem Mann suchten und von einem Unfall ausgingen, tauchte plötzlich der Mann bei der Schifffahrt auf und meldete dort wiederrum seine Frau als vermisst. Die Einsatzkräfte konnten beide unversehrt wieder zusammenbringen. Darüber hinaus waren die BRK-Wasserwacht und die Bergwacht aufgrund der vielen Menschen und des schönen Wetters den ganzen Tag über bei vier weiteren Einsätzen am Königssee gefordert.

Gegen 9 Uhr rückte die Wasserwacht Berchtesgaden an den Obersee aus: Ein Taiwanese hatte bereits am Mittwoch seinen Rucksack am Obersee verloren. Nachdem im Rucksack neben Geld und Handy auch die Reisepässe der ganzen Familie waren, bat der Mann die Wasserwacht um Hilfe. Die ehrenamtlichen Retter fuhren mit dem Mann nach Salet, suchten den Weg am Obersee ab und könnten dann den gefundenen Rucksack an den Touristen übergeben.

Gegen 12.15 Uhr wurden Berg- und Wasserwacht zu einem Einsatz am Rinnkendlsteig alarmiert (separater Bericht). Gegen 17.20 Uhr ging dann die Vermisstensuche nach dem Mann aus Niederbayern am Röthbach-Wasserfall ein. Die Frau war bei der gemeinsamen Tour am Röthsteig abgestiegen, hatte sich in der Wiese ausgeruht und auf ihren Mann gewartet, der weiter aufgestiegen war, um noch zu fotografieren – als er nicht mehr auftauchte, ging sie vom Schlimmsten aus. Weitere Wanderer halfen ihr und setzten einen Notruf ab. Der Einsatzleiter forderte zur Unterstützung die Wasserwacht Berchtesgaden, den Rettungshubschrauber „Christoph 14“, den Technikbus der Bergwacht-Region Chiemgau und einen Polizeihubschrauber zur Handy-Ortung an.

Im Pendelverkehr wurden durch „Christoph 14“ und die Wasserwacht Personal und Material über den Königssee nach Salet und zum Röthbach gebracht. Nach einiger Zeit meldete sich dann bei der Schifffahrt an der Seelände der Mann, der wiederrum seine Ehefrau vermisst melden wollte. Nach kurzer Zeit konnten die Einsatzkräfte die beiden Eheleute wieder vereinen und die große Suche abbrechen. Die Frau hatte ihr eigenes Handy lautlos im Rucksack ihres Mannes deponiert und konnte ihn deshalb nicht erreichen – der Mann hatte zudem eine neue Handynummer, die die Frau nicht kannte. Der Mann war von Salet aus ohne seine Frau mit dem Boot zur Seelände zurückgefahren. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht war zur Betreuung der Frau im Einsatz, die sich große Sorgen machte, dass ihr Mann abgestürzt sein könnte.

Während des Einsatzes war die Reichenhaller Bergwacht am Predigtstuhl unterwegs, um eine Wanderin mit Knieproblemen abzuholen und ins Tal zu bringen. Die Frau war mit weiteren Leuten zwischen Dreisesselberg und Hochschlegel unterwegs und schaffte selbst noch den Abstieg bis zur Schlegelmulde. Von dort aus holte sie die Bergwacht ab und brachte sie mit der Predigtstuhlbahn ins Tal zurück, die dafür extra nach Dienstschluss wieder den Betrieb aufnahm.

Bei einer Rückfahrt von Salet zur Seelände schickte die Leitstelle die BRK-Wasserwacht zu einem Mann am Ostufer zwischen Königsbachfall und dem Anleger Kessel, der den verfallenen Steig verloren hatte und zum See abgestiegen war. Danach mussten sie noch eine Familie mit zwei Kindern von Salet zur Seelände zurückbringen.


23.04.2019: Zwei 21-jährige Männer sterben beim Baden in Gumpen am Königsbach-Wasserfall

Junge Sachsen können Wasserbecken möglicherweise aufgrund des starken Schmelzwasser-Drucks nicht mehr verlassen – schwieriger Einsatz für die Rettungskräfte

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Am Dienstagabend sind zwei 21-jährige Männer aus Sachsen beim Baden am Königsbach-Wasserfall auf der steilen Ostseite des Königssees ums Leben gekommen. Die Beiden waren in einen Gumpen nur wenige Höhenmeter über dem See gegangen und hatten möglicherweise das aktuell viele Schmelzwasser unterschätzt, weshalb sie vermutlich aufgrund des hohen Sauerstoff-Anteils und des starken Wasserdrucks das Becken nicht mehr verlassen konnten. Einsatzkräfte von Bergwacht, Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei konnten die jungen Männer in einem schwierigen Einsatz trotz aller Bemühungen nur noch tot bergen.

Als gegen 18.15 Uhr der Notruf einging, schickten die Leitstelle Traunstein und die Polizei-Einsatzzentrale Rosenheim sofort ein Großaufgebot an Rettern los, darunter die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden, die Wasserwacht Bad Reichenhall, die gemeinsame Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, den Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“, den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes mit Rettungswagen, Notärztin und Einsatzleiter, die Freiwilligen Feuerwehren Königssee, Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit der Tauchergruppe und mehrere Polizeibeamte zur Unfallaufnahme.

Während Wasserwacht, Polizei und Feuerwehr mit drei Booten Einsatzkräfte von der Seelände über den Königssee zum Anleger an der Königsbach-Mündung brachten, flogen die Helis weitere Retter über den See ans Ostufer, die nur rund 70 Meter zur 15 bis 20 Höhenmeter über dem See gelegenen Unfallstelle gehen mussten. Die Einsatzkräfte konnten die beiden 21-Jährigen in der starken Strömung nur mit großem Aufwand erreichen und schließlich trotz aller Bemühungen nur noch tot aus dem Gumpen bergen. Der starke Wasserdruck und der hohe Sauerstoff-Anteil mit seinem fehlenden Auftrieb (Weißwasser) gestalteten den Einsatz besonders schwierig. Der nachgeforderte Bergwacht-Notarzt löste die reguläre Notärztin des Landrettungsdienstes ab.

Die BRK-Wasserwacht brachte die Verstorbenen mit dem Rettungsboot zur Seelände zurück und übergab sie an den Bestatter. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht betreute die Betroffenen. Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) kümmerten sich um die sanitätsdienstliche Absicherung und Verpflegung der insgesamt rund 60 Einsatzkräfte, wobei sie sehr unbürokratisch die Kantine der Schifffahrt nutzen konnten. Die beiden Helis flogen kurz bevor es dunkel wurde wieder zur ihren Standorten zurück. Der Einsatz für Berg- und Wasserwacht dauerte rund dreieinhalb Stunden.

Nach den jetzigen Erkenntnissen des ermittelnden Polizeibergführers hatten sich die beiden aus Sachsen stammenden Männer ausgezogen und waren in einem der Gumpen des Königsbach-Wasserfalls nur wenige Höhenmeter über dem See baden gegangen. Derzeit führt der in den Königssee mündende Gebirgsbach sehr viel Schmelzwasser; es gelang den beiden 21-jährigen offenbar nicht mehr, das stark durchspülte Becken zu verlassen. Ein weiterer Mann vor Ort setzte deshalb gegen 18.15 Uhr einen Notruf ab. Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache übernahm noch am Abend der Kriminaldauerdienst der Kripo. Weitere Details stehen noch nicht fest.

Der starke Wasserdruck des vielen Schmelzwassers im Königsbachfall und der hohe Sauerstoff-Anteil mit seinem fehlenden Auftrieb gestalteten den Einsatz für die Canyon-Retter besonders schwierig. Im sauerstoffreichen Weißwasser geht ein menschlicher Körper trotz Schwimmbewegungen unter – man kommt ohne Sicherung und fremde Hilfe nicht mehr ans Ufer und ist wie in einer Waschmaschine gefangen, wenn sich das Wasser in einer Walze im engen Gumpen dreht. Vor fast 40 Jahren, am 22. Mai 1979 sind im selben Gumpen zwei einheimische zwölf und 14 Jahre alte Buben ums Leben gekommen. Der Berchtesgadener Bergwachtmann und Polizeibergführer Hubert Heil hat den Unfall in seinem Archiv dokumentiert. Einer der Beiden war über den etwa sieben Meter hohen Wasserfall in den rund 2,60 Meter tiefen Gumpen gesprungen; der Zweite verstand die hilflosen Handbewegungen falsch und deutete sie als Aufforderung, nachzukommen und sprang ebenfalls. Ein junges Mädchen, das mit den Beiden unterwegs war, holte Hilfe. Der Taucher der BRK-Wasserwacht konnte die Buben zwar rasch, aber nur noch tot bergen.


20.04.2019 – Zwei Einsätze am Karsamstag

Gegen 16.30 Uhr mussten Bergwacht und Wasserwacht mit dem Rettungsboot zur Halbinsel Hirschau ausrücken und mit E-Bikes und zu Fuß in Richtung Eiskapelle starten, wo auf etwa halber Strecke wenige Minuten von der Kapelle Sankt Johann und Paul entfernt eine gestürzte 49-jährige Frau mit einer tiefen Schnitt-Platzwunde am Knie medizinische Hilfe brauchte. Ein Ersthelfer war zuvor zu Fuß zum Fischer hinuntergelaufen, hatte dort einen Notruf absetzen lassen und war dann mit Erste-Hilfe-Material der Schifffahrt wieder zur Einsatzstelle gelaufen. Die Retter versorgten die Patientin, brachten sie mit der Gebirgstrage zum Ufer und mit dem Boot zur Seelände zurück – von dort aus gings mit dem Roten Kreuz per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Wasserwacht holte anschließend noch per Boot die restlichen Bergretter in Bartholomä ab.

Gegen 19.20 Uhr musste die Wasserwacht nochmals mit ihrem Rettungsboot ausrücken, da ein zuvor in den See gestürzter Mann abgeholt und zur Seelände zurückgebracht werden musste. Der Wanderer wollte offenbar am unwegsamen Ostufer von Salet aus zur Seelände zurück und war dann an der Felswand mit der großen Tafel zu Ehren von Prinzregent Luitpold gescheitert und in den See gestürzt. Er blieb unverletzt, war aber durchnässt und kehrte nach Salet zurück, wo er aufgrund seiner Notlage duschen und sich aufwärmen konnte.


18.04.2019 – Zwei Verstiegene Urlauber im Rinnkendlsteig

Am Donnerstagabend kam ein Urlauberpärchen aus Heidelberg am Rinnkendlsteig vom Weg ab und geriet daraufhin in Bergnot. Die beiden setzten mit ihrem Handy bei der Integrierten Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, welche umgehend den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden alarmierte. Da bereits langsam die Dämmerung einsetzte, forderte der Bergwacht-Einsatzleiter den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ nach, welcher die beiden Unverletzten mit Hilfe des Rettungstaus noch im letzten Tageslicht aus der Notlage rettete und auf der Halbinsel Bartholomä absetzte. Von dort aus wurden sie mit dem Rettungsboot der Berchtesgadener Wasserwacht zur Seelände gebracht, wo die beiden selbstständig in Ihre Unterkunft heimfahren konnten.


22.03.2019 – Treibende Person Saalach

82-Jährige tot aus der Saalach geborgen
Während der Suche lief eine weitere Vermisstensuche der Polizei nach einer dementiell erkrankten 82-jährigen Frau, die am Vormittag gegen 10 Uhr aus ihrer Wohngruppe in Piding verschwunden war. Gegen 14.25 Uhr entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers die Vermisste auf Höhe von Hirschloh in der Saalach treibend. Die Leitstelle Traunstein schickte sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Rettung los, darunter die BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall und Berchtesgaden, die Freiwilligen Feuerwehren Ainring, Piding und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus dem Landkreis Traunstein, den Einsatzleiter Wasserrettung, den Innsbrucker Notarzthubschrauber „Christophorus 1“, den Einsatzleiter Rettungsdienst und einen Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes. Die Einsatzkräfte konnten die Frau nur noch tot aus dem Fluss bergen und nicht mehr wiederbeleben. Die Kriminalpolizei Traunstein hat zur Klärung der genauen Todesursache die Ermittlungen aufgenommen.


18.03.2019: Großaufgebot an Einsatzkräften sucht in der Saalach und im Saalachsee nach vermeintlich verunfalltem Wildwasser-Kajakfahrer

Teisendorf-Angerer Bergwachtfrau findet unterhalb der Staumauer des Saalachsee-Kraftwerks ein noch recht neues Topolino – bisher fehlt vom Besitzer jede Spur

SCHNEIZLREUTH/BAUMGARTEN – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat am Montagmorgen rund zwei Stunden lang im Saalachsee und in der Saalach nach einem vermeintlich verunfallten Wildwasser-Kajakfahrer gesucht. Eine Teisendorf-Angerer Bergwachtfrau war am Morgen gegen 7.20 Uhr mit dem Auto auf der B21 unterwegs und sah das herrenlose Kajak unterhalb der Staumauer des Saalachsee-Kraftwerks im Wasser treiben, woraufhin sie einen Notruf absetzte.

Die Leitstelle Traunstein und die Polizeieinsatzzentrale schickten die BRK-Wasserwacht, die Feuerwehr, einen Polizeihubschrauber und die Bergwacht mit ihrem Technikbus samt Drohne los. Wasserretter der Feuerwehr bargen das Boot und weitere Ausrüstung aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte suchten rund zwei Stunden lang den See und den Fluss oberhalb und unterhalb der Fundstelle per Boot, aus der Luft und mit Fußmannschaften am Ufer ab, konnten aber niemanden finden, der vermeintlich verunfallt ist. „Edelweiß 4“ flog den Fluss von der Landesgrenze bei Melleck über den Stausee bis zur Luitpoldbrücke in Kirchberg ab

Die Frau hatte das beschädigte Einsitzer-Kajak ungefähr 100 Meter unterhalb des Stauwehres am Saalachsee gefunden. Es handelt es sich um ein orange-rotes Modell der Marke Spade mit der Aufschrift „Ace of Spades“. Personen, die Hinweise auf den Eigentümer geben können oder ein solches Topolino vermissen, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Bad Reichenhall in Verbindung zu setzen: +49 (0) 8651970-0.

Im Einsatz waren die BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Polizei mit mehreren Streifen und dem Hubschrauber „Edelweiß 4“, die Bergwachten Bad Reichenhall und Traunstein mit dem Technikbus und dem Einsatzleiter Saalachtal, der Einsatzleiter Wasserrettung, die BRK-Bereitschaften mit ihrem Einsatzleitwagen (Schnelleinsatzgruppe Information und Kommunikation – IuK) und ein Rettungswagen des Freilassinger Roten Kreuzes.


19.+21.02.2019 – erschöpfte Tourengeher und abgestürzte Drohne

Am Dienstag (19. Februar) gegen 16.20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Boot zwei erschöpfte Skitourengeher retten, die nach einer ausgedehnten Tour eigentlich in Sankt Bartholomä mit den Kursboot zurückfahren wollten, aber nicht wussten, dass die Schifffahrt am Königssee von Montag bis Mittwoch wegen Eisbildung eingestellt war.

Am Donnerstagmittag musste die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden eine auf dem zugefrorenen Hintersee notgelandete, teure Drohne bergen. Einem Urlauber war das 1.000-Euro Gerät mitten im See außerhalb des Nationalparks bei privaten Film-Aufnahmen abgeschmiert; er fragte sich dann durch und nahm Kontakt zum stellvertretenden Technischen Leiter der Wasserwacht auf, da er sich nicht ohne die entsprechende Ausrüstung aufs brüchige Eis und damit in Gefahr begeben wollte.


21.01.2019: Vorläufige Bilanz des zehntägigen Schnee-Katastrophen-Einsatzes im Berchtesgadener Land: Bis zu 150 Rotkreuzler gleichzeitig im Einsatz und insgesamt fast 14.000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt

BERCHTESGADENER LAND – Das Rote Kreuz hat mit seinen drei Gemeinschaften, den BRK-Bereitschaften, der Bergwacht im BRK und der BRK-Wasserwacht, aber auch mit dem regulären Rettungsdienst und Krankentransport den zehntägigen Schnee-Katastrophen-Einsatz im Berchtesgadener Land personell und logistisch unterstützt, wobei bis zum 150 Helfer gleichzeitig im Schichtbetrieb im Einsatz waren. Die Aufgaben der Ehrenamtlichen waren sehr vielseitig: Während sich die BRK-Bereitschaften, der Malteser Hilfsdienst (MHD)  und das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) aus Salzburg vor allem um die Verpflegung, Betreuung und Unterbringung der Einsatzkräfte kümmerten und die rettungs- und sanitätsdienstliche Absicherung der Arbeiten auf den Dächern und der nicht mehr oder nur noch schwer erreichbaren Ortsteile übernahmen, waren die Spezialisten von Berg- und Wasserwacht absturzgesichert mit Schneeräumarbeiten auf Dächern in Neukirchen, Schneizlreuth und dem südlichen Landkreis gefordert, wobei die BRK-Wasserwacht auch in der Verpflegung mithalf. Zusammen mit dem MHD bereiteten die Ehrenamtlichen insgesamt fast 14.000 Mahlzeiten zu und gaben sie an die Einsatzkräfte aus.

Die Bergwachten mussten neben den Dachräumarbeiten und Patienten-Transporten auf nicht mehr befahrbaren, zugeschneiten Straßen auch zur Abklärung und Verschütteten-Suche nach mehreren zum Teil sehr großen Lawinenabgängen ausrücken, darunter auf die Alte Berchtesgadener Straße in Marktschellenberg (9.1.), in der Gerstfeldrinne auf der Südostseite der Reiter Alpe (11.1.), auf die B305 am Gletschergarten (13.1.) und am unteren Felsentor zwischen der Engedey und Ramsau (15.1.). Die Leiter der ehrenamtlichen Gemeinschaften ziehen eine vorläufig recht positive Bilanz und sind froh, dass die Freiwilligen trotz der langen Einsatzdauer sehr motiviert bei der Sache geblieben sind und niemand trotz der durchaus riskanten Arbeiten ernsthaft verletzt wurde. „Ein großer Dank gilt dabei vor allem den Arbeitsgebern, Kollegen und Familien, die so lange Zeit auf die Einsatzkräfte verzichten mussten“, lobt MHD-Kreisgeschäftsführer Michael Soldanski, der auch vom guten Zusammenspiel der beteiligten Organisationen, vieler privater Helfer und Unternehmen sehr angetan ist. Dankbare Anwohner hatten sich spontan mit eingebracht und bei der Essensausgabe unterstützt und die Verpflegung um Kuchenspenden ergänzt, was die gute Stimmung der Einsatzkräfte förderte.

Getreu dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ haben Fachdienstleiter Till Schöndorfer und sein Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften und Michael Soldanski und sein MHD-Team bis einschließlich Samstagabend (19.1.) zehn Tage lang ein Mammut-Projekt im Hintergrund gestemmt, die Einsatzkräfte verpflegt und dabei fast 14.000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt. „Eine gewaltige logistische Arbeit im Hintergrund, die aber sehr wichtig für die gute Stimmung und Motivation aller Beteiligten war. Vor allem die überregionalen Einheiten freute es auch sehr, dass sie bei ihrem Katastrophen-Arbeitsurlaub im Berchtesgadener Land kostenlos die Thermen in Bad Reichenhall und Berchtesgaden besuchen durften und sich nach stundenlangem Schneeschaufeln in der Kälte ein wenig erholen konnten“, freut sich BRK-Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter, der den Einsatz auch als sehr lehrreich empfand. Halter: „Ich war überrascht, wie schnell wir insgesamt doch allein wegen der Einsatzdauer auf überregionale Unterstützung angewiesen waren, obwohl es keine größere Anzahl an Verletzten oder Erkrankten gab. Vor allem bei der Ablöse von Einsatzkräften im Schichtbetrieb haben sich die überregionalen Strukturen des komplexen Hilfeleistungssystems gut bewährt.“

Das Rote Kreuz stellte auch Personal für die Einsatzleitung, zeitweise den Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) im Abschnitt Süd sowie durchgehend die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit Unterstützungsgruppe (UG-SanEL). Die heimischen BRK-Bereitschaften, die Bergwachten und die Wasserwacht waren auch vor dem Katastrophenfall wegen der Schneefälle und des erhöhten Einsatzaufkommens immer wieder zur Spitzenabdeckung des regulären Rettungsdienstes und mit zum Teil sehr aufwendigen und  belastenden Einsätzen stark gefordert, beispielsweise beim tödlichen Lawinenunfall am Teisenberg (5.1.) und wegen der abgestürzten Chinesin am Königssee (29.12.), aber auch bei geplanten Sanitätsdiensten an der Bobbahn am Königssee oder beim Biathlon in Ruhpolding. Eine Summe der insgesamt ehrenamtlich geleisteten Stunden während des zehntägigen Katastrophen-Einsatzes liegt noch nicht vor – die einzelnen Bereichsleiter werten den Einsatz in dieser Woche noch aus.

„Von den Einsatzkräften wurde trotz der durchaus riskanten Einsätze auf den Dächern niemand ernsthaft verletzt“, freut sich Bergwacht-Regionalleiter Dr. Klaus Burger, der vor allem froh ist, wie gut und rasch die überörtliche und überregionale Zusammenarbeit funktioniert hat – die Bergwacht wurde durch Einsatzkräfte aus schneeärmeren Regionen unterstützt – die BRK-Bereitschaften durch das ÖRK Salzburg und Einsatzkräfte aus Altötting und dem Landkreis Fürth. „Wir können Wasser in jedem Aggregatszustand meistern!“, resümiert Martin Planegger von der BRK-Wasserwacht, der ebenfalls sehr stolz auf seine Leute ist, die mit viel Spaß an der Sache die ganze Woche über Dächer abgeschaufelt und in Ainring und der Schönau die Verpflegung der Einsatzkräfte mit übernommen haben.

Während der der starken Schneefälle versorgte das Rote Kreuz im Berchtesgadener Land insgesamt 13 Frauen und Männer, die sich beim Schneeräumen verletzt hatten, da sie beispielsweise ausrutschten und stürzten, von Dächern fielen oder durch morsche Bretter brachen. Am Dienstag (8. Januar) kurz nach 16.30 Uhr stürzte ein 77-jähriger Einheimischer in der Schönau fünf Meter tief vom Hausdach ab. Das Berchtesgadener Rote Kreuz versorgte ihn notärztlich und brachte ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Donnerstagmittag (10. Januar) gegen 12.15 Uhr brach eine 27-jährige Einheimische in Bad Reichenhall beim Schneeräumen auf einer Hütte durch ein morsches Holzbrett und stürzte zwei Meter tief auf den Rücken ab. Eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes schaffte es trotz des heftigen Schneefalls mit Hilfe von Anwohnern, die die Straße räumten, über die steile Zufahrt zum Einsatzort, versorgte die junge Frau und brachte sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Sonntagnachmittag (13. Januar) gegen 14 Uhr wurde eine 59-jährige Frau auf der Roßfeldstraße durch eine Schneefräse verletzt, wobei Einsatzkräfte der Feuerwehr die Erstversorgung übernahmen, bis das Berchtesgadener Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notarzt eintraf und die Verletzte zum Salzburger Unfallkrankenhaus brachte.

Folgende Gemeinschaften und Einheiten des Roten Kreuzes und des MHD waren  während der zehntägigen Schnee-Katastrophe im Berchtesgadener Land im Einsatz:

  • Regulärer Landrettungsdienst und Krankentransport des BRK-Kreisverbands Berchtesgadener Land
  • BRK-Bereitschaft Ainring
  • BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall
  • BRK-Bereitschaft Berchtesgaden
  • BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing
  • BRK-Bereitschaft Roßtal im Landkreis Fürth
  • BRK-Bereitschaft Teisendorf-Laufen
  • Fachdienst Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften Berchtesgadener Land
  • Fachdienst „Information und Kommunikation“  der BRK-Bereitschaften Berchtesgadener Land
  • Fachdienst „Information und Kommunikation“  der BRK-Bereitschaften Altötting
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Bad Reichenhall
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Freilassing-Ainring
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Laufen-Leobendorf
  • Bergwacht Bereitschaft Altötting
  • Bergwacht Bereitschaft Bad Reichenhall
  • Bergwacht Bereitschaft Berchtesgaden
  • Bergwacht Bereitschaft Freilassing
  • Bergwacht Bereitschaft Inzell
  • Bergwacht Bereitschaft Marktschellenberg
  • Bergwacht Bereitschaft Ramsau
  • Bergwacht Bereitschaft Teisendorf Anger
  • Bergwacht Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau
  • Bergwacht Region Fichtelgebirge
  • Bergwacht Region Frankenjura
  • Bergwacht Region Rhön-Spessart
  • Malteser Hilfsdienst Berchtesgadener Land
  • Malteser Hilfsdienst München
  • Österreichisches Rotes Kreuz – Landesverband Salzburg


10.01.2019-19.01.2019 – Katastrophenalarm im Landkreis Berchtesgadener Land

Die ehrenamtlichen Kräfte der Wasserwacht Berchtesgaden sind seit dem 13.01.2019 im Einsatz. Der Schwerpunkt hierbei liegt bei der Verpflegung der Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Schönau. Die beiden Gemeindefeuerwehren Königssee und Schönau koordinieren alle Einsätze im Gebiet Schönau am Königssee gemeinsam aus dem Feuerwehrhaus Schönau. Nach den einzelnen Einsätzen kommen die Einsatzkräfte zur „Stärkung“ ins Feuerwehrhaus. Die Wasserretter verpflegen die Kräfte mit Kaffee, Tee, Wurstsemmel, Butterbrezen, Würstl, Obst und verschiedenen Milchprodukten. Die Einsatzdauer läuft täglich von ca. 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr für die Wasserwacht Berchtesgaden.