News 2014

Kleinflugzeug stürzt in den steilen Südostabbrüchen des Archenkopfs ab

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE
(ml) – Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat am Donnerstag
eine spektakuläre Großübung mit rund 50 Einsatzkräften der Alpinen
Einsatzgruppen (AEG) der Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Schwaben
Süd/West, der Polizeihubschrauberstaffel Bayern, der Bergwacht
Berchtesgaden und der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden besucht.
Angenommen wurde der Absturz eines Kleinflugzeugs mit drei Insassen in
der Archenwand, den steilen Südostabbrüchen des Archenkopfs zwischen
Kühroint und Königssee-Ufer.

Ein Szenario, das einheimische Piloten realistisch betrachtet als eher
unwahrscheinlich einschätzen, da sie über den Königssee in der Regel
noch so hoch fliegen, dass sie nur mit viel Aufwand tief genug sinken,
um am nahen Flughafen Salzburg landen zu können. Doch die Erfahrung der
örtlichen Einsatzkräfte zeigt, dass es in Wirklichkeit wegen technischer
Probleme, Wetterstürzen oder menschlichem Versagen nichts gibt, was es
nicht gibt. Unabhängig davon sind Bergwacht im BRK, BRK-Wasserwacht und
die Polizei immer wieder in den Steilufern des Königssees gefordert, da
Wanderer rund um den Tourismus-Magneten in wegloses, absturzgefährliches
Gelände geraten und per Boot, per Hubschrauber oder von Fußmannschaften
mit Seilsicherungen gerettet werden müssen. „Am 8. Juli 2012 mussten
wir auch einen verletzten Gleitschirmflieger nach einer Notladung in
einem Baum im steilen Ostufer südlich von Kessel retten. Wir sind bei
solchen Einsätzen ein eingespieltes Team. Im Ernstfall arbeiten alle
organisationsübergreifend Hand in Hand zusammen und jeder leistet, was
er kann“, erklärt der Technische Leiter der Berchtesgadener Wasserwacht,
Franz Kurz.

Gegen 11.30 Uhr beginnt dann die Übung: Die Königssee-Schifffahrt meldet
über Notruf von einem Kursboot aus, dass gerade eben rund 30 Meter
oberhalb des Sees ein Flieger in die Felswand gekracht sei. Die
Leitstelle Traunstein und die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums
Oberbayern Süd alarmieren sofort die Bergwacht Berchtesgaden, die
BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot und die Polizeibergführer und
Alpinbeamten der AEG, die zusätzlich einen Polizeihubschrauber vom
Flughafen München anfordern. Der Leiter der AEG Berchtesgaden fordert
weitere Polizeibergführer an, die von zu Hause oder anderen
Dienststellen aus anfahren. Zusammen mit den ersten Bergrettern werden
sie gegen 12 Uhr mit den Booten von Polizei und Wasserwacht zum Ufer
unterhalb der Unglücksstelle gebracht und steigen durch den Steilhang
zum Flugzeugwrack auf. Bei der ersten Lageerkundung können sie nur zwei
der drei Insassen finden; einer ist schwer verletzt und wird durch den
Bergwacht-Notarzt mit Unterstützung durch die weiteren Bergretter und
Polizeibergführer erstversorgt. Der Zweite ist tot und vom Dritten fehlt
jede Spur, weshalb weitere Einsatzkräfte für eine Vermisstensuche im
Steilgelände und unter Wasser nachgefordert werden. Während die
Verletztenversorgung auf Hochtouren läuft, bauen weitere Einsatzkräfte
ein Seilgeländer von den Booten bis zum Unfallort auf, damit
nachrückende Einheiten sicher auf- und absteigen können. Von einem
Kursboot aus verfolgen der Innenminister und seine Begleiter sowie
mehrere Ehrengäste und Journalisten das Spektakel gebannt aus der ersten
Reihe. Polizeipräsident Robert Heimberger, Landrat Georg Grabner, der
stellvertretende Vorsitzende der Bergwacht Bayern, Stefan Schneider,
Bergwacht-Geschäftsführer Gerhard Opperer, die Vorsitzende der
BRK-Wasserwacht, Ulrike Scharf und die Berchtesgadener Polizeichefs
Günther Adolph und Franz Sommerauer erklären den Gästen Details und
Hintergründe.

Die BRK-Wasserwacht bringt im Pendelverkehr weitere Alpinbeamte,
Rettungstaucher und Bergretter zur Archenwand. Während der Patient für
den Abtransport im Luftrettungssack gesichert wird, dokumentiert die
Polizei bereits den Schadensraum und packt den Toten ein. Kurz darauf
trifft dann der Polizeihubschrauber aus Erding am Königssee ein und kann
im ersten Anflug den schwer Verletzten zusammen mit dem
Bergwacht-Notarzt per Rettungswinde aufnehmen und ausfliegen. „Edelweiß
4“ schwebt nach wenigen Minuten wieder ein, setzt Suchhundeführer
Michael Partholl und seinen Schäferhund-Rüden Kantos mit der Winde ab,
wincht dann den Verstorbenen auf und fliegt ihn aus der Wand.

Gleichzeitig läuft bereits die Vermisstensuche auf Hochtouren: Die
BRK-Wasserwacht sucht die steil abfallenden Uferbereiche unter Wasser
mit Rettungstauchern ab; die Polizeibergführer seilen sich in das
Steilufer südlich des Flugzeugwracks ab. Kurz darauf treffen weitere
Spezialisten zur Unfallaufnahme und Ursachenforschung per Boot ein,
darunter Flugsachbearbeiter der Kripo, Experten vom Luftfahrtbundesamt
und der Staatsanwalt. Da die Übung später als ursprünglich geplant
begonnen hat, wird sie vorzeitig abgebrochen, so dass das leichter
verletzte, dritte Besatzungsmitglied rund 80 Meter oberhalb im steilen
Bergwald südlich der Absturzstelle nicht mehr versorgt und wie geplant
mit dem Wasserwacht-Boot abtransportiert werden kann. Dann kehrt wieder
Ruhe im Nationalpark ein.

Bei der anschließenden Nachbesprechung im Gasthaus St. Bartholomä zeigte
sich Innenminister Herrmann von der hohen Leistungsfähigkeit der Retter
beeindruckt: „Das enge Zusammenspiel zwischen Polizeibergführern,
Alpinbeamten, Polizeihubschrauberstaffel und Spezialisten von Bergwacht
und Wasserwacht hat gezeigt, dass unsere Rettungskräfte selbst in
schwierigsten Situationen einen kühlen Kopf bewahren.“ Herrmann ist
überzeugt: „Berg- und Naturfreunde aus Nah und Fern können sich im
Notfall auf schnelle und professionelle Hilfe in den bayerischen Bergen
verlassen.“

Wie der Innenminister weiter erläuterte, seien diese gemeinsamen Übungen
für die reibungslose Zusammenarbeit der beteiligten Rettungskräfte
unverzichtbar. Nur dann können gefährliche Ernstfälle am Berg sicher
gelöst und Menschenleben gerettet werden. Trotz des abgelegenen, schwer
erreichbaren Unfallorts und der nasskalten Witterung schafften es
Bergwacht, Wasserwacht und Polizei, das inszenierte Unglück im
rutschigen Hang effektiv und verhältnismäßig rasch abzuarbeiten. „Hier
bewährt sich die moderne Technik, die uns einen enormen Zeitvorteil
verschafft. Dank der guten Ausbildung sowie viel gemeinsamer Einsatz-
und Übungserfahrung sind wir alle ein eingespieltes Team“, erklärt der
Berchtesgadener Bergwacht-Bereitschaftsleiter Thomas Stöger.

Bergsport liegt voll im Trend: Der bayerische Alpenraum zwischen
Berchtesgaden und Oberstdorf erfreut sich mit seinen knapp 300 Gipfeln
weit über die weiß-blauen Landesgrenzen hinaus größter Beliebtheit,
insbesondere auch zur Hauptwanderzeit im Herbst. Leider bleiben in
diesem Paradies für Berg- und Naturfreunde Unfälle nicht aus. Laut
Herrmann sind die Retter immer häufiger gefordert: „Während wir 2012 in
Bayern bei klassischen Bergunfällen 146 schwer Verletze und 48 Getötete
beklagen mussten, liegen wir 2013 schon bei 155 schwer Verletzten und 44
Toten.“ Diese Zunahme an polizeilich registrierten Unfällen läge
insbesondere an der hohen Attraktivität des bayerischen Alpenraums weit
über die bayerischen Landesgrenzen hinaus. In den Chiemgauer und
Berchtesgadener Bergen mussten die insgesamt 15 Bergwachten 2012 zu 914
Einsätzen ausrücken; so viele wie nie zuvor. 2012 gab es in ihrem
Zuständigkeitsbereich 18 Bergtote.

Einen besonderen Stellenwert hat die optimale Ausrüstung der
Rettungskräfte: „Wir unterstützen unsere Berg- und Wasserwachten allein
2013 mit über sechs Millionen Euro“, so der Innenminister. „Damit können
Fahrzeuge, Boote und Funkgeräte genauso finanziert werden, wie
beispielsweise hochmoderne Wärmebildkameras zur Berg-, Höhlen- und
Lawinenrettung. Das sichert das hohe Leistungsvermögen unserer
Rettungsorganisationen.“ Auch die zum 1. April 2013 in Kraft getretenen
neuen Regelungen zur Retterfreistellung im Bayerischen
Rettungsdienstgesetz haben laut Herrmann die Rahmbedingungen für die
ehrenamtliche Arbeit bei der Berg- und Wasserrettung wesentlich
verbessert. Ehrenamtliche Retter der Hilfsorganisationen haben jetzt
ähnliche Ansprüche auf Freistellung durch ihre Arbeitgeber und auf
Lohnfortzahlung wie bei Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW).

Ebenso wie die vielen ehrenamtlichen Mitglieder der Berg- und
Wasserwachten müssen auch die eingesetzten Polizeibeamten über eine
überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit sowie eine umfassende alpine
Erfahrung und Technik verfügen, erläuterte Herrmann. Daher wurden schon
vor Jahren bei der Bayerischen Polizei spezielle Polizeibergführer
ausgebildet und alpine Einsatzgruppen eingerichtet. „Unsere umfassende
Spezialausbildung hat sich bei den hohen Anforderungen der bayerischen
Gebirgsregionen absolut bewährt“, betonte der Innenminister.

Juli 2013: Vertiefte Fließwasserausbildung für die WW Berchtesgaden

Eine der
Aufgaben der Wasserwacht ist es, Verunfallte aus  den Flüssen rund um Berchtesgaden
(Königsseer Ache, Berchtesgadener Ache) zu retten
und entsprechend auch Sachbergungen durchzuführen.
Die Verantwortlichen der Wasserwacht
Berchtesgaden haben für den Juli 2013 das Thema Fließwasser-Rettung
für die Ausbildung ausgesucht.

Dank dem
Fließwasser-Ausbilder Jürgen Klapfenberger, der sehr viel Zeit in die Ausbildung
investierte, konnten gleich mehrere Tage und Abende für die Ausbildung angesetzt
werden.

Am Anfang stand ein Theorie –
Abend, in dem den Teilnehmern alle Grundsätze für die Fließwasser-Rettung wie
z.B. Kommunikation, Seil- und Knotenkunde, Rettungsmethoden und Gefahren an
Fließgewässern näher gebracht wurden.

Klapfenberger nahm sich hier
viel Zeit und ging auch auf alle gestellten Fragen ein.
Nach der Theorie wurde einen ganzen
Samstag in der Königsseer Ache kurz oberhalb der Schwöbbrücke in der Praxis
geübt.
Bei sportlichen 3m/s Fließgeschwindigkeit konnten die Wasserretter so
ihr Können unter Beweis stellen.
Vor allem wurde hier auf den Aufbau
einer sog. Tyrolienne Wert gelegt. Die Tyrolienne ist eine Seilbahn, die die
Retter schnell von der einen auf die andere Uferseite transportieren kann, um
hier Patienten zu versorgen oder Gegenstände zu sichern oder zu
bergen.

Nach der Mittagspause ging es
am Samstag dann auch gleich weiter:
Ein Patient musste möglichst schonend vom
anderen Ufer gerettet werden – ein Zugang zur anderen Seite war nur über das
Wasser möglich.

So musste eine Seilbahn
aufgebaut werden, an der ein Boot befestigt wurde, um den Patienten in der
Schaufeltrage möglichst schonend retten zu können.

Nach verschiedenen Aufbauten
mit internen oder externen Flaschenzügen sowie mehrerer Aufbauten der
Tyroliennen waren die Retter gegen 18.00Uhr mit der Übung
fertig.

Am Freitag drauf wurde vom
stellv. Techn. Leiter, Martin Planegger, mit Hilfe vom Geschäftsführer von
Adventure Elements, Benedikt Schuster, eine Fließwasserübung
ausgearbeitet.

Bei der Alarmierung der
Wasserwacht hieß es nur: „Unklarer Unfall Berchtesgadener Ache – Höhe
Flusskilometer 11,6“
Mit 15 Mann war die Rettung des
verunfallten Kajakfahrers und die Bergung des Kajaks gut durchzuführen.

Besonderen Augenschein hatte
die Übungsleitung auf die korrekte Handhabung von Seil und Knoten sowie der
schonenden Rettung des Verunfallten.

Nach der Rettung des
Patienten musste noch eine Vermisstensuche an der Ache durchgeführt
werden.
Hier
besetzten zwei Wasserretter das Schnell – Einsatzboot der Ortsgruppe und suchten
die Ache flussabwärtes ab. Unterstützt wurden die Retter durch zwei Fußtrupps an
jeder Uferseite.

So konnte die ausgelegte
Puppe auch schnell gefunden und gesichert werden.
Nach rund 2,5 Stunden
rückten die Retter nach einer erfolgreichen Übung wieder ein.

Die letzte Übung in der
Ausbildungsreihe „Fließwasser“ wurde durch Jürgen Klapfenberger (WW BGD) und
Volkhard Geiger (FFW Marktschellenberg) ausgearbeitet.

Hier galt es nun am Montag
abend ein fast in der Ache liegendes Auto zu sichern, die Insassen zu retten
und zu versorgen sowie die Unfallstelle abzusichern.

Aufgrund des langwierigen
Einsatzes am Sonntag (Traktorbergung aus der Ache) waren die Einsatzkräfte gut
auf dieses Szenario vorbereitet.

Die Feuerwehr sicherte das
Fahrzeug gegen weiteres Abrutschen, stellte den Brandschutz sicher und begann
mit der Rettung des Patienten aus dem Auto. Die Wasserwacht sicherte die
Unfallstelle im Wasser und die Arbeiten am Auto ab – gleichzeitig baute man eine
Seilbahn auf, um die Verletzten an der anderen Uferseite versorgen und retten zu
können.

Nachdem die beiden Patienten
versorgt waren, wurden sie mit dem Schnelleinsatzboot zur Straßenseite
transportiert.
Nun
galt es mit vereinten Kräften die beiden über Steckleitern der Feuerwehr auf den
Parkplatz zu bringen.
Auch diese Aufgaben wurden von allen
Beteiligten bestens gemeistert.

Im Resume
gingen der Einsatzleiter der Feuerwehr Marktschellenberg Volkhard Geiger und der
Einsatzleiter der Wasserwacht Berchtesgaden Franz Kurz auf das Übungsziel und
das Ergebnis der Übung ein und zogen Bilanz. Die Zusammenarbeit der Wehr mit den
Wasserettern ist ausgezeichnet und der Übungsverlauf war äußerst positiv. Auch
die Vorsitzende der Berchtesgadener Wasserretter Elke Schneider, selbst eine
Schellenbergerin, bedankte sich bei den Übungsteilnehmern.

Die Ehrenamtlichen der
Wasserwacht Berchtesgaden freuen sich, einen eigenen Ausbilder
Fließwasser-Rettung in den eigenen Reihen haben zu können.

Die Ausbildung kann so immer besser vertieft
werden.

Vielen Dank an alle Beteiligten an den insgesamt vier Übungen, an
die Ausarbeitenden, an Adventure Elements und an die Feuerwehr Marktschellenberg
sowie an Jürgen Klapfenberger.

Generationenwechsel bei der Wasserwacht Berchtesgaden

Berchtesgaden – Gerhard Däuber führte als erster Vorsitzender die Wasserwacht Berchtesgaden 32 Jahre lang durch dick und dünn. Am Freitagabend nahm er in der Jahreshauptversammlung Abschied von seinem Amt. In seine Fußstapfen tritt Elke Schneider, deren Vater sich bereits große Verdienste um die Wasserwacht erworben hatte. Ganz muss die neue Vorsitzende aber nicht auf Gerhard Däuber verzichten. Als zweiter Vorsitzender wird er weiterhin Elke Schneider mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Gerhard Däuber freute sich am Freitagabend zum letzten Mal darüber, im Amt als Vorsitzender viele Ehrengäste befreundeter Institutionen zur Jahreshauptversammlung der Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden begrüßen zu können. Im Totengedenken gedachten die Mitglieder vor allem der im letzten Vereinsjahr Verstorbenen Rudolf Huber und Kurt Wagner. Däuber hielt in seinem Rechenschaftsbericht Rückschau auf ein bewegtes Vereinsjahr mit 58 Einsätzen vielfältiger Art sowie Fortbildungen und Arbeitsaufträgen (siehe Kasten).

Der Technische Leiter in der Wasserwacht Franz Kurz ging noch einmal auf die Einsätze ein und sprach von 4 460 geleisteten Stunden der Aktiven. Ferner wurde in 3 150 Stunden alleine mit Kindern das Schwimmen erlernt und geübt. Kurz ließ jedoch nicht nur Einsätze und Ausbildungen Revue passieren, sondern auch gesellschaftliche Anlässe zur Pflege der Kameradschaft rief er den Mitgliedern ins Gedächtnis.

Eine der Hauptaufgaben der Wasserwacht ist es, Groß und Klein Schwimmen beizubringen. Die Jugendleiterinnen Katharina Maltan und Johanna Moch organisieren ein wöchentliches Kinder- und Jugendtraining in der Watzmann Therme. Zur Seite steht ihnen ein qualifiziertes Team, um die Ausbildung der rund 80 bis 100 Kinder und Jugendlichen zu bewältigen. Ferner wurden 178 Stunden Schulschwimmen durchgeführt. In der Jugendausbildung wurden 43 Seepferdchen und weitere 134 Leistungsabzeichen in den Stufen Bronze, Silber und Gold erworben.

Voll des Lobes für die Wasserwacht Berchtesgaden war der Vorsitzende der Kreiswasserwacht Rudi Schierghofer aus Bad Reichenhall, der vor 25 Jahren das Schulschwimmen eingeführt hatte. Schierghofer bezeichnete die Wasserwacht Berchtesgaden als intakte Einheit und lobte vor allem die ausgezeichnete Jugendarbeit.

In Rekordzeit führte der Kreisgeschäftsführer des BRK Tobias Kurz die Neuwahlen durch. Diese Wahl war gut vorbereitet, und so konnten die vorgeschlagenen Mitglieder per Handzeichen bestätigt werden (siehe Kasten).

»Wenn der Papa jetzt von oben herunter schaut, dann wird er sagen: ›Dirndl, was hast du dir denn da angetan?‹«, meinte Elke Schneier lächelnd in Erinnerung an ihren Vater, der ein sehr engagierter Wasserwachtmann gewesen war. Die neue Vorsitzende betonte, sie habe die ehrenvolle Aufgabe angetreten, weil ihr der langjährige erste Vorsitzende Gerhard Däuber nach wie vor zur Seite stehen wird. Mit den Worten »Packen wir es an, ich hoffe, meine neue Aufgabe zu meistern«, startete Elke Schneider in ihre neue verantwortungsvolle Aufgabe. Als erste angenehme Tätigkeit zeichnete sie langjährige, verdiente Mitglieder der Wasserwacht-Ortsgruppe aus. Kreisvorsitzender Schierghofer ehrte im Anschluss mehrere Wasserwachtmänner und -frauen für geleistete Dienstjahre mit der Auszeichnungsspange (siehe Kasten).

Als krönenden Abschluss einer gelungenen Versammlung überbrachten die kommunalen Vertreter sowie die Vertreter verschiedener Institutionen ihre Grußworte und lobten dabei die stets vorbildliche Zusammenarbeit mit der Wasserwacht.

Der scheidende erste Vorsitzende Gerhard Däuber blickte auf 32 schöne Jahre zurück, nach denen es nun Zeit wurde, die Verantwortung in jüngere Hände abzugeben. Gleichwohl bekundete er auch weiterhin als aktiver Rettungsschimmer, Taucher, Bootsführer, Schwimmausbilder und für die Einsatzleitung zur Verfügung zu stehen.

Quelle: Berchtesgadener Anzeiger – Christian Wechslinger

Das Einsatzjahr 2012, Zahlen und Daten

58 Einsätzen   bisher einsatzstärkstes Jahr,  davon
   4 auf Anfahrt abgebrochen
 34 Bootseinsätze
   8 Taucheinsätze
   6 Sucheinsätze
   7 Erstversorgungen bei Unfällen, wir waren in
der Nähe
   2
Tierbergungen
   1
Canyoningeinsatz
 
34  Bootseinsätze
2   Bootseinsätze abgebrochen
Einsatzbeispiele:
  Bootseinsätze  mit medizinische Erstversorgung,
                 Verbände, Schienen, Kreislaufprobleme,
dehydriert und schwäche.  
  Kind intern unklar erkrankt,  Rettungshubschrauber (RTH) hinzugezogen
  Rettung aus Gelände, Paar wollte aus
unwegsamen Gelände vor zur Seelände schwimmen.
  Spektakulär alarmiert, ein
gekenntertes Faltboot am Ufer bei St.Bartholomä entpuppt sich als Ausflug
       von zwei Bergwanderern, die ihr Boot
am Ufer abgelegt haben.
  Transport Feuerwehr (FFW) nach
BMZ-Alarm, 
  Transport der Bergwacht von und
zu Einsätzen
  Transport Angehörige nach Bergunfall
  Notlandung Gleitschirm, mit Bergwacht
und RTH
  Nachteinsätze             
                Patient
mit Kopfverletzung Erinnerungslücken St. Bartholmä
                Vermisstensuche
Obersee und Transport Bergwacht

6  Sucheinsätze
  KFZ- Unfall: Unfallfahrzeug nähe
Wasser ohne Fahrer, aufwändige Absuche der Ache
                Fahrer nass und nahezu
unverletzt 1,5 km vom Unfallort am Fußweg gefunden,
  Teilnehmerin aus Reisegruppe fehlt,
  Jugendlicher nach Feier Einsatz von 3:30
Uhr bis 06:00 Uhr
                Absuche Ache bis
Österreich, Hubschrauber…….zuhause aufgefunden,
  Saalach und Saalachsee  -> erkrankt von Polizei am Ufer gefunden
  2 Suchen abgebrochen , Personen
wohlbehalten gefunden

Tragischer Canyoningeinsatz,  tödlich verletztes Kind

7 Erstversorgungen 
auf Grund Erkrankungen und Unfällen,
                wir
waren in der Nähe und wurden von der ILS als Erstversorger eingesetzt
                Kind
mit Atemnot,  Kreislaufprobleme,  Mithilfe, Betreuung Angehörige nach
Ertrinkungsunfall,    
                Kind
mit Verbrennungen, Person mit Verdacht Schlaganfall, VU mit Motorrad,  
                Unfall
Kind mit Verdacht Oberschenklelfraktur

8 Taucheinsätze
               
Unterwasserarbeiten  Bootshütte
               
Suchen nach verlorenen Gegenständen

Personal der
Wasserwacht Berchtesgaden

 35 Aktive, meistens in Personalunion
   4 Einsatzleiter Schnelleinsatzgruppe (SEG)
   3 Einsatzleiter Wasserrettung
 25 Wasserretter
 13 Rettungs- und Bergetaucher,  im Wasserrettungszug Obb integriert
 19 Bootsführer
   3 Canyoningretter
   2 Luftretter
   3 Wasserretter auf Hubschrauber
ausgebildet

Ausbilder

 
9  Ausbilder Rettungsschwimmen                       
 
2  neue Ausbilder Rettungsschwimmen
 
7  Ausbilder Schwimmen
 
2  Ausbilder Tauchen
 
1  Ausbilderin EH
 
1  Ausbilderin San und Wasserretter

3 Lehrgänge Deutsches
Rettungsschwimmabzeichen, 60 Rettungssschwimmabzeichen abgenommen

Übungen
Bootsübungen   
                alle
BF müssen jährlich mehrere Fahrten und Übungen absolvieren
Einsätze im Gelände werden geübt
                an
den Steilufern des Königssees, Abseilen,  Seiltechniken,
                Sicherung
Retter Patienten, Selbstsicherung
Rettung aus Fließgewässern
                 
fließender Übergang zu  Gebirgsbächen bzw. ähnlichem Zustand.
               
bei
Tag und Nacht und im Grenzbereich
Tauchen   jeder Taucher jährlich mindesten 10
Tauchgänge + Eis- und Nachttauchgänge

Planung, große Einsätze wurden soweit vorgeplant, dass
die erste Phase automatisch anläuft.
                Technischer
Leiter Kurz zusammen in Abstimmung  mit
FFW´en u. Sachbearbeiter im LRA
                Alle
Achen mit dem sogenannten Brückenkonzept beplant.
                gemeinsame EL
(Wasserrettung, FFW, POL, BERGWACHT, RD ….

 
   408  StundenSanitäts- und Absicherungsdienst   
 
4460
 Stunden nur Aktive gesamt

3150 Stunden mit Kinderschwimmen, nur Kinder

 

 

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