Übungen

29.09.2018: BRK-Wasserwacht spielt bei Übungstag drei komplexe Einsatzszenarien durch

Aus der Praxis für die Praxis: Auf Sandbank in der Saalach gestrandet – gekentertes Boot im Thumsee – Vermisstensuche in der Weißbachschlucht

BAD REICHENHALL (mp/ml) – Die vier Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwacht im Berchtesgadener Land haben am Samstag bei einem Übungstag in und rund um Bad Reichenhall komplexe Einsatzszenarien durchgespielt und dabei die neuen Wasserretter auf die vielseitigen Anforderungen im Wasserrettungsdienst vorbereitet.

Auf Sandbank in der Saalach gestrandet
Der Technische Leiter der Kreis-Wasserwacht, Siegfried Hauber, freute sich über die trotz des tollen Ausflugswetters vielen ehrenamtlichen Teilnehmer: „Heute haben wir drei Szenarien für Euch ausgearbeitet, die auf echten Einsätzen basieren, die bei uns in der Region schon passiert sind“. Vorab lernten sich die Teilnehmer aus den verschiedenen Orten beim Frühstück besser kennen und dann gings plötzlich mit der ersten Meldung los: „Alarm für die Kreis-Wasserwacht Berchtesgadener Land: Zwei Personen auf Sandbank in der Saalach Höhe Bicheln!“ Die Retter machten sich unter Einsatzleiterin Sabrina Schauer umgehend auf den Weg, erkundeten vor Ort die Lage und planten die Rettung: Reichenhall und Berchtesgaden queren mit dem Raft zur Sandbank und versorgen die Patienten; Laufen und Freilassing positionieren sich flussabwärts zur Absicherung. „Diszipliniert und routiniert retteten die Einsatzkräfte die beiden Patienten – wie bereits bei einem echten Einsatz am 13. März (wir berichteten) – von der Sandbank und übergaben sie dem Landrettungsdienst, der auch den ganzen Tag zur Absicherung der Einsatzkräfte mit einem zusätzlichen Rettungswagen anwesend war.

Gekentertes Boot im Thumsee
Zurück an der Wache in der Frühlingstraße angekommen rüsteten die Teilnehmer ihre Autos wieder auf, machten sich wieder einsatzklar und stärkten sich, wobei sie vom nächsten Alarm überrascht wurden: „Gekentertes Boot am Thumsee; Melder vor Ort!“. Nachdem sie die einzelnen Kräfte eingeteilt hatten machten sich die Wasserretter unter Führung von Martin Planegger umgehend auf den Weg zum Thumsee. Dort angekommen sprach Planegger mit dem Melder, erkundete die Lage, teilte die Kräfte ein und übergab den betroffenen und geschockten Melder an den Rettungsdienst. Gleichzeitig startete die Wasserrettung mit Planeggers Anweisungen: „Oberflächensuche mit Wasserrettern, Absuche mit dem Boot und Sonar: freie Kräfte suchen zu Fuß den Uferbereich ab!“ Die Wasserretter hängten sich in so genannten Suchketten zusammen und überquerten von mehreren Seiten aus den eingegrenzten Suchabschnitt; gleichzeitig suchte das Reichenhaller Boot mit dem Sonar der Ortsgruppe Laufen den Unterwasser-Bereich vor der Wachstation ab. Bereits nach kurzer Zeit konnten die Ehrenamtlichen die versenkte Puppe am Grund des Thumsees finden, aber aufgrund der Tiefe nur noch mit Tauchern bergen. „Alle Boote ans Ufer, Rücksprache ab jetzt nur mit dem Taucheinsatzführer“, ordnete Planegger über Funk an. Die eingesetzten Rettungs- und Bergetaucher konnten die versenkte Puppe dann umgehend bergen.

Vermisstensuche in der Weißbachschlucht
Nach einer kurzen Pause und einem Mittagessen mit Besprechung gings zur dritten und letzten Übung in die Berge: „Vermisstensuche in der Weißbachschlucht“, lautete der dritte Einsatzbefehl. Die vier SEG´n suchten diesmal unter Führung von Günter Eisenschink die Schlucht in der so genannten Zangen-Technik ab. Mehrere Trupps durchschritten die Schlucht vom Mauthäusl nach unten oder folgten dem Wanderweg talwärts; andere Trupps begannen mit der Suche an der Mündung in die Saalach flussaufwärts und wurden durch Fußtrupps auf dem Wanderweg bergauf unterstützt. Bereits nach kurzer Zeit fanden sie den Vermissten und retteten ihn.

Aus der Praxis für die Praxis
Bei der abschließenden Nachbesprechung in der Wache legte Hauber viel Wert darauf, dass sich die Wasserretter die Übungsszenarien nochmals durch den Kopf gehen lassen und lehrreiche Schlüsse ziehen können: „Wir haben bewusst Szenarien gewählt, die heuer bereits als Echt-Einsatz passiert sind. Glücklicherweise haben wir in der Region nicht wirklich viele echte Wassersport-Unfälle wie ein gekentertes Boot, weshalb derartige Übungen wichtig sind, um Gelerntes praktisch zu trainieren; an den nahen größeren Gewässern wie Waginger See oder Chiemsee gibt es aber jedes Jahr Ertrinkungsunfälle oder gekenterte Boote bei Sturm.“ Hauber bedankte sich bei allen Teilnehmern, dass sie den ganzen Samstag über bei schönstem Wetter ihre Freizeit für eine Übung investiert hatten. Auch der Vorsitzende der Kreis-Wasserwacht, Rudolf Schierghofer, bedankte sich bei allen Teilnehmern und lobte die hohe Leistungsbereitschaft, die in den vier Ortsgruppen im gesamten Landkreis besteht: „Es freut mich zu sehen, dass wir auf alle Szenarien bestens vorbereitet sind! Es kann wirklich alles kommen – Eure gute Ausbildung macht sich bezahlt!“

24.05.2017: Hochwasser in Bischofswiesen: Leichtsinniger Raft-Guide kentert mit Boot – Großeinsatz für Feuerwehr, Bergwacht und Wasserwacht

Schwierige Struktur-Übung an und in der Ache – Organisationen bauen gute Zusammenarbeit mit gemeinsamer Einsatzleitung weiter aus

BISCHOFSWIESEN (mp/ml) – Heftige und lang anhaltende Regenfälle mit extremen Niederschlagsmengen gehen auf Bischofswiesen nieder, und durch das Hochwasser entwickelt sich die sonst friedlich dahinfließende Ache zu einem reißenden Strom. Ein leichtsinniger Raft-Führer nimmt keine Rücksicht auf die extremen Umstände und kentert in den Fluten mit seinem voll besetzen Boot. Was sehr dramatisch klingt, war zum Glück nur Annahme einer komplexen gemeinsamen Struktur-Übung von Freiwilliger Feuerwehr, Bergwacht im BRK und BRK-Wasserwacht.

Uli Hölzl von der Feuerwehr und Martin Planegger von der BRK-Wasserwacht hatten sich das anspruchsvolle Szenario im Vorfeld ausgedacht und realistisch für ihre übenden Kameraden in Szene gesetzt. Mit dabei waren die Feuerwehren Bischofswiesen und Schönau, die Wasserwachten Bad Reichenhall und Berchtesgaden, die Bergwacht Berchtesgaden und die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) „Information und Kommunikation“ (IuK) der BRK-Bereitschaften mit ihrem Einsatzleitfahrzeug. Gegen 9.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert: „Gekentertes Raft-Boot Höhe Panorama Park in Winkl – mehrere Personen vermisst!“ Sofort machten sich die Feuerwehren auf, um die Brücken zwischen Winkl und Berchtesgaden zu besetzen, Fußwege abzugehen und nach treibenden Personen Ausschau zu halten. Die Wasserwachten setzten Fußtrupps ein, um die Ache komplett abzusuchen. In der Tristramschlucht warteten zwei Statisten auf die Rettung durch die Bergwacht.

„Unser Hauptziel war es, die gute Zusammenarbeit der Organisationen weiter zu fördern“, erklärte Hölzl in der Nachbesprechung. „Die gemeinsame Einsatzleitung im neuen Bischofswiesener Feuerwehrhaus hat bestens funktioniert“, lobte Planegger. Ein Schwerpunkt war die effektive Nutzung des neuen Digitalfunks, der seit knapp einem Jahr im Einsatz ist, damit mehrere Organisationen zu koordinieren und ohne größere Störungen einen Funkbetrieb aufrecht zu erhalten. Insgesamt waren fünf Puppen, drei Statisten und sieben Markierungs-Fähnchen als Opfer auf der langen Strecke zwischen Bischofswiesen-Winkl und Berchtesgadener Kreisverkehr verteilt. Knapp über eine Stunde später waren alle gefunden und gerettet.

Feuerwehrkommandant Georg Graßl bedankte sich bei allen beteiligten Organisationen: „Es ist überhaupt nicht selbstverständlich, dass Ihr ehrenamtlich Euren Samstagvormittag opfert!“ Begeistert von der Übung und der effektiven Zusammenarbeit waren auch Vertreter der Landes- und Bundespolizei, die die Arbeit der Einsatzleitung in der Funkzentrale verfolgten. „Auch wenn die Übungsannahme fiktiv war; die Abläufe erfolgen immer nach den selben Mustern und sind bei fast allen Einsätzen sehr ähnlich und vergleichbar und damit auch auf  andere Szenarien übertragbar“, erklärte Planegger.  Insgesamt waren 45 Feuerwehrler aus Bischofswiesen und Schönau sowie der Kreisbrandinspektion, 15 Wasserwachtler aus Berchtesgaden und Bad Reichenhall, fünf Mann der SEG IuK, neun Mann der Bergwacht Berchtesgaden und drei Statisten dabei – alle ehrenamtlich.

 

 

 

 

 

 

 

 


23.01.2017: Angehende Wasserretter lernen Grundlagen der Eisrettung

Spannender Übungstag bei schönstem Winterwetter am Hintersee – Betreuungsdienst kümmert sich um Verpflegung der Einsatzkräfte

RAMSAU (ml/mp) – Die Nachwuchskräfte der BRK-Kreis-Wasserwacht im Berchtesgadener Land haben am Sonntag auf dem zugefrorenen Hintersee die Grundlagen der Rettung von im Eis eingebrochenen Menschen erlernt. Das Modul Eisrettung ist Teil der Grundausbildung für Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht.

Beim Theorieunterricht im Lehrsaal lernten die Teilnehmer zunächst alles über Gefahren am Eis, die Bestimmung der Eisdicke, die Unterkühlung beim Menschen und deren Gefahren, wie man sie notfallmedizinisch behandelt und wie die so genannte Hibler-Wärmepackung funktioniert. Die Methode ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Unterkühlung, wobei der zentrale Herz-Lungen-Kreislauf durch Wärmezufuhr von außen wiedererwärmt wird. Dazu werden chemische Wärmewesten oder – beutel oder andere wärmeabstrahlende Gegenstände auf Brust und Bauch gelegt. Dabei sollten die Wärmequellen keinen direkten Hautkontakt haben, sondern auf Unterwäsche oder Decken gelegt werden, damit keine Verbrennungen entstehen. Darüber folgt eine nach außen isolierende Kleidungsschicht über den Rumpf, aber nicht über Arme und Beine, damit nur das Körperzentrum angewärmt wird und das kalte Blut nicht zum Kern zurückfließt. Falls vorhanden schützt eine Mütze den Kopf, da über ihn viel Wärme verloren geht. Zum Schluss wird der gesamte Körper in Decken oder einen Biwaksack gehüllt. Bei längerem Transport sollten die Wärmepackungen alle ein bis zwei Stunden ausgetauscht werden.

Bevor sie tatsächlich aufs Eis durften, mussten die Nachwuchskräfte praktische Trockenübungen absolvieren: Retten eines Eingebrochenen mit behelfsmäßigen Gegenständen wie Leiter oder Holzbrett, mit den verschiedenen Eisrettungsschlitten der Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall. Erst als sie die Techniken sicher beherrschten, gings ins eiskalte Nass des Hintersees, wo erfahrene Ausbilder an drei Stationen echte Notfallsituationen simulierten. Besonders Wagemutige durften in kompletter Schutzausrüstung an die immer dünner werdende Eiskante gehen, um das Gefühl kennenzulernen, wie das Eis unter den Füßen nachgibt und man schließlich einbricht. Christoph Golser und Susanne Mayer hatten den kompletten Tag geplant und die Übungen ausgearbeitet. „Wir haben versucht, die Zeit im Nassen so kurz wie möglich zu halten, damit es niemanden friert oder sogar die Gefahr einer Unterkühlung droht“, erklärt der stellvertretende Technische Leiter der Berchtesgadener Wasserwacht, Martin Planegger, der zur Unterstützung den Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften an den Hintersee bestellt hatte. Fachdienstleiter Till Schöndorfer und sein Team bauten für die Teilnehmer dort ein beheiztes Zelt auf, in dem sie sie sich aufwärmen konnten, verteilten wärmende Getränke und kochten Chilli.


Großübung der oberbayerischen BRK Wasserwachten auf dem Innkanal

Waldkraiburg – Aus ganz Oberbayern folgten die BRK Wasserwachten am 14. November 2015 der Einladung der Kreiswasserwacht Mühldorf zu einer großangelegten Übung auf dem Innkanal zwischen Au am Inn und Waldkraiburg St. Erasmus.

Mit dabei waren die Ortsgruppen Mühldorf und Waldkraiburg der gastgebenden BRK Kreiswasserwacht Mühldorf, die Wasserwacht Ortsgruppe Töging-Winhöring vom BRK Kreisverband Altötting, die Wasserwacht Ortsgruppen Berchtesgaden und Bad Reichenhall vom Kreisverband Berchtesgadener Land, die Ortsgruppe Moosburg der Wasserwacht vom Kreisverband Freising, die Miesbacher Wasserwacht und die Wasserwacht Ortsgruppen Chieming, Kühnhausen und Obing vom Kreisverband Traunstein. An die 65 Wasserwachtler waren beteiligt; darunter Wasserretter, Rettungsschwimmer, Bootsführer, Rettungstaucher und viele Helfer z.B. als Leinenführer.

Geübt wurde ein breites Spektrum: Die Rettung eines Verunglückten durch die Wasserretter, das Führen des Rettungsbootes durch den Bootsführer, das Suchen einer Person unter Wasser durch die Rettungstaucher, die Bergung von Gegenständen, und natürlich die Koordination durch die Einsatzleitung.

„Der Innkanal ist ein besonders gefährliches Gewässer und auch für die Helfer schwierig aufgrund der schnellen Strömung und der schlechten Sichtverhältnisse von unter einem Meter.“ weiß der stellv. Wasserwachtsleiter Raphael Rumpf und merkt an „Theorie ist eine Sache aber regelmäßige praktische Übung ist unentbehrlich, denn im Ernstfall muß alles sehr schnell gehen und das erfordert sicheren Umgang mit der Ausrüstung.“

Die Wasserwachtler haben aber nicht nur Mut und Geschick bewiesen sondern auch Methoden. So wurde der Innkanal zum Auffinden von versunkenen Gegenständen mit einer Kette durchkämmt und es konnten Kuriositäten an die Oberfläche befördert werden wie beispielsweise ein Hydrant und sogar eine Schußwaffe, die der Polizei übergeben wurde.

Der Spaß kam natürlich auch nicht zu kurz, für alle die ins Wasser gesprungen sind! Am Ende der Übung fanden alle im Trockenen zusammen zur gemeinsamen Brotzeit.

BRK Kreisverband Mühldorf – Pressemitteilung

Bilder: Wasserwacht Bad Reichenhall und Martin Planegger


Einsatzkräfte üben Waldbrand am Königssee

Feuerwehr, BRK-Wasserwacht und Schifffahrt gemeinsam gefordert bei realitätsnahem Szenario

Kürzlich fand die
Oktober-Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehren Königssee, Schönau,
Berchtesgaden zusammen mit der BRK-Wasserwacht Berchtesgaden statt.
Löschmeister Martin Planegger, der gleichzeitig auch stellvertretender
technischer Leiter der Wasserwacht Berchtesgaden ist, hat den
Ehrenamtlichen ein realitsnähes Szenario geboten.


Kurz nach 18.30 Uhr – der Funkkanal der Feuerwehr ist ruhig – ertönt ein
Übungsalarm für die Feuerwehren Königssee, Schönau, Berchtesgaden und
die Wasserwacht Berchtesgaden: „Unklare Rauchentwicklung am Ufer des
Wasserfalls am Königssee“. Die Florianijünger und die Wasserretter
machten sich sofort auf den Weg zur Seelände. In Windeseile müssen nun
Mannschaft und Material mit den Booten der Wasserwacht und der
Schifffahrt Königssee zum Wasserfall-Ufer gebracht werden.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte schaffen in nur 20 Minuten nach der
Alarmierung das schier Unmögliche: Zwei Boote mit Mannschaft und Material
sind am Ufer angekommen – die ersten Atemschutzgeräteträger rüsten sich aus.
Der angenommene Brand ist durch unachtsame Jugendliche entstanden,
welche am Ufer ein Lagerfeuer mit Benzin anheizen wollten. Ein Mädchen
liegt bewusstlos neben dem Lagerfeuer, wo noch der offene Benzinkanister
steht, mit schweren Brandwunden am Boden. Eine weitere Patientin liegt
mit einer schweren Verletzung am Bein in 50 Meter Entfernung während
das dritte Mädchen mit einer kleinen Platzwunde geschockt umherläuft. Um
die Opfer herum lodert ein Vegetationsbrand.

Die ersteintreffenden Atemschutzgeräteträger konzentrieren sich auf die
Patientenrettung und bringen die drei Patienten zur Wasserwacht, welche
von den Sanitätern vor Ort untersucht und medizinisch behandelt werden.
Nach nur zehn Minuten sind alle drei Verletzten „verarztet“ und das
Rettungsboot macht sich auf dem Weg zurück zur Seelände, wo die
Patienten an den Rettungsdienst übergeben werden. Aufgrund der
undurchsichtigen Lage entscheidet der Einsatzleiter der Feuerwehr
Königssee, der durch den Einsatzleitwagen der Feuerwehr Berchtesgaden an
der Seelände unterstützt wird, einen Hubschrauber zur Lageerkundung
anzufordern. Um 19:00 Uhr lautet der Befehl: 1. Rohr – Wasser marsch –
die Pumpe wurde aufgebaut, Schlauchleitungen verlegt – die
Atemschutzgeräteträger beginnen mit der Brandbekämpfung.
Aufgrund der nähernden Dämmerung entscheidet die Einsatzleitung eine
umfangreiche Beleuchtung vor Ort aufzubauen, um die Glutnester im Boden
besser finden zu können.
Um 19:30 schallt es durch den Funk: Feuer aus – die Rückarbeiten beginnen.
Eine perfekt abgelaufene Übung für alle Beteiligten.

Während der Nachbesprechung bedankt sich der Kommandant der Feuerwehr
Königssee, Stefan Punz junior, bei Martin Planegger, der sehr viel Zeit in
die Ausarbeitung und die Genehmigung der Übung einfließen hat lassen.
„Die Übung musste durch den Nationalpark, durch das Landratsamt und durch
die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung genehmigt werden“, so Planegger.
Punz bedankte sich bei allen Teilnehmern, der Schifffahrt Königssee und
der BRK-Wasserwacht. „Eine sehr gelungene und echte Übung – das kann uns
jederzeit passieren“, so Punz.
„Im Ernstfall wären bei uns noch das zweite Fahrzeug sowie das zweite Boot
im Einsatz“, erwidert Franz Kurz von der Wasserwacht Berchtesgaden.
Eine unklare Rauchentwicklung am Ufer des Wasserfalls bzw. im Bereich
Malerwinkl hat es bereits öfters gegeben – so eine Übung muss immer
wieder durchgeführt werden, um das genaue Konzept der Beladung mit der
Feuerwehr durchspielen zu können.