Einsätze 2019

Hier erfahren Sie ein paar Hintergrundinformationen über einen Teil unserer Einsätze. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht jeden Einsatz veröffentlichen.


20.10.2019 – Zwei Einsätze für Berg-und Wasserwacht am Königssee

Älterer Spaziergänger stürzt 15 Meter tief zum Königssee ab – schwerer Radunfall am Hirschbichl – internistischer Notfall an der Jenner-Bergstation – verletzte Frau am Klingerweg – Verstiegene am Teisenberg

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Sonntagabend im letzten Tageslicht zwei Osteuropäerinnen aus der mittleren Watzmann-Ostwand gerettet. Die Frau und ihre Tochter wollten über den Berchtesgadener Weg aufsteigen, hatten Orientierungsprobleme und mussten bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei verhältnismäßig mildem Wetter biwakieren. Am späten Sonntagnachmittag waren sie etwas abseits des eigentlichen Aufstiegs im hinteren Bereich der Gipfelschlucht und konnten vor dem Einbruch der Dunkelheit keinen Platz mehr zum erneuten Biwakieren finden, weshalb sie gegen 17.40 Uhr einen Notruf absetzten.

Danach tickte für die Einsatzkräfte die Uhr, da es bereits langsam dunkel wurde: Während „Christoph 14“ rund 10 Minuten von Traunstein aus anflog, stattete die Berchtesgadener Bergwacht zwei Einsatzkräfte mit umfangreicher Ausrüstung aus, die im letzten Tageslicht noch in der Wand abgesetzt werden sollten und dann für alle Eventualitäten gerüstet sein sollten, weshalb sie Ausrüstung für den weiteren seilgesicherten Aufstieg, zum Wärme-Erhalt und sogar Biwak-Zelte mitführten. Parallel lief eine Anfrage für einen nachtflugtauglichen Polizeihubschrauber, der aber aus Mittelfranken anfliegen hätte müssen.

„Christoph 14“ flog mit zwei Bergrettern los, wobei die Einsatzkräfte die Frauen erst nach zwei Suchschleifen entdecken konnten, geländebedingt aber niemanden über die Kufe absetzten konnten. Vom Zwischenlandeplatz am nahen Hirschwieskopf aus flog der Pilot dann einen Bergretter am 25-Meter-Tau zu den Osteuropäerinnen, der beide in Rettungssitzen sicherte. „Christoph 14“ holte den Retter und die Frauen anschließend per Tau ab, flog sie auf die Halbinsel Hirschau aus und holte noch den zweiten Bergretter vom Hirschwieskopf ab. Mit „Christoph 14“ gings von Sankt Bartholomä zum Schneewinkl-Landeplatz in der Schönau. Die ebenfalls alarmierte Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot wurde nicht mehr benötigt. Da alle sehr effektiv und flott Hand in Hand zusammenarbeiteten, konnten die Retter die Aktion in unter einer Stunde absolvieren und einen womöglich sehr aufwendigen Nacht-Einsatz vermeiden. Aktuell liegt in der Ostwand ab der Biwakschachtel noch immer Schnee vom ersten Winter-Einbruch; ansonsten einfachere Passagen werden dadurch schwieriger und durchaus riskant, was Bergsteiger bei ihren Planungen immer mit berücksichtigen sollten.

Bereits am Sonntagnachmittag gegen 13.20 Uhr war ein älterer Spaziergänger vom Weg über den Schrainbach zum Funtensee unweit des Eisgrabens rund 15 Meter tief über das steile Südwestufer bis hinab zum Königssee abgestürzt, wobei er sich unter anderem schwer, aber nicht lebensgefährlich am Bein verletzte. Weitere Spaziergänger und Wanderer leisteten Erste Hilfe und setzten einen Notruf ab. Bergwacht und Wasserwacht fuhren mit dem Rettungsboot zum Einsatzort; „Christoph 14“ konnte im Schotterfeld des Eisgrabens am Ufer landen und den Notarzt, den Notfallsanitäter und einen Bergretter absetzen, die dann zu Fuß weiter zum Patienten gingen. Die Einsatzkräfte versorgten den Mann, brachten ihn per Boot zur Eisbach-Mündung und dann mit dem Heli zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der Einsatz dauerte gute eineinhalb Stunden. Die Wasserwacht brachte die Frau des Verunfallten und die restlichen Einsatzkräfte mit dem Boot zur Seelände zurück. Ein Wasserwacht-Luftretter zur hubschraubergestützten Wasserrettung war ebenfalls vor Ort, da zunächst nicht bekannt war, ob der Mann in den See gestützt und untergegangen war, was sich aber nicht bestätigte.


14.10.2019 – Beinverletzung Saletalmen

Darüber hinaus waren die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden bei zwei weiteren Einsätzen am Jenner und in Salet am Königssee-Südufer gefordert. Gegen 13.45 Uhr ging ein Notruf aus Salet ein, wo letztlich zwei junge Frauen mit einer Knieverletzung und einer Sprunggelenksverletzung Hilfe brauchten. Die sieben Ehrenamtlichen versorgten sie, brachte sie mit dem Rettungsboot zur Seelände; von dort aus gings per Rettungswagen weiter zur Kreisklinik Berchtesgaden.


01.10.2019: Sturz am Malerwinkl

Gegen 12.40 Uhr rückten die BRK-Wasserwacht und die Bergwacht Berchtesgaden mit dem Rettungsboot ans Königssee-Ufer am Malerwinklweg aus, wo eine 79-jährige Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen über einen Stein gestolpert und gestürzt war. Die vier Ehrenamtlichen versorgten die Verletzte, brachten sie mit dem Boot zur Ladestation, wo sie die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

24.09.2019: Zwei Hubschrauber, Bergwacht und Wasserwacht bei drei Einsätzen am Königssee gefordert

 

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht und der Wasserwacht Berchtesgaden waren am Dienstag bei drei Einsätzen rund um den Königssee gefordert: Los gings gegen 10 Uhr mit einer 41-jährigen Urlauberin aus Brandenburg, die sich in der Saugasse am Sprunggelenk verletzt hatte. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ flog mit dem Bergwacht-Einsatzleiter zu einem Suchflug, fand die Einsatzstelle, brachte Notarzt und Notfallsanitäter per Tau zur Patientin, flog sie dann sitzend per Tau nach Sankt Bartholomä und danach nach Schneewinkl aus, wo sie von der Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernommen und zur Kreisklinik Berchtesgaden gefahren wurde.

Kurz nach 12 Uhr wurde ein bewusstloser Urlauber auf dem Weg zwischen Salet und Obersee gemeldet. „Christoph 14“ aus Traunstein flog mit zwei Berchtesgadener Bergrettern zur Einsatzstelle und konnte rund 200 Meter entfernt in einer Wiese landen. Parallel fuhr auch das Rettungsboot der BRK-Wasserwacht an. Die Retter versorgten den Mann und brachten ihn mit dem Luftrettungssack zum Heli; „Christoph 14“ flog den intern erkrankten Patienten dann direkt zur Kreisklinik Berchtesgaden. Noch während des Einsatzes ging ein weiterer Notruf aus Bartholomä ein, wo eine ältere intern erkrankte 83-jährige Urlauberin medizinische Hilfe brauchte. Berg- und Wasserwacht waren mit der Frau des Patienten auf der Rückfahrt mit dem Rettungsboot zur Seelände, hielten an der Halbinsel an, versorgten die Frau und forderten „Christoph 14“ nach, der direkt wieder von Berchtesgaden aus anflog und die Patientin dann zur Kreisklinik Berchtesgaden flog. Zwei Männer der Bergwacht und drei Retter der Wasserwacht waren bis 14.20 Uhr im Einsatz.

 


22.09.2019 – Schönwetter-Wochenende beschert den Bergwachten und der Wasserwacht 26 oft zeitgleiche Einsätze

Das vergangene Schönwetter-Wochenende hatte es in sich: Die heimischen Bergwachten und die Wasserwacht mussten zu insgesamt 26 zum Teil zeitgleichen Einsätzen ausrücken, wobei allein die Bergwacht Berchtesgaden an drei Tagen 15 mal gefordert war – am Samstag mit neun Alarmen sogar den ganzen Nachmittag über pausenlos.

Am Samstag gegen 20.10 Uhr musste die Wasserwacht Berchtesgaden dann noch zwei 49 und 51 Jahre alte Wanderer aus dem Landkreis Altötting mit dem Boot abholen. Das Paar hatte den Abstieg vom Kärlingerhaus um 15 Uhr wegen Knieschmerzen zeitlich unterschätzt und war wesentlich verspätet in Bartholomä angekommen. Das letzte Schiff fährt dort derzeit um 18 Uhr ab. Eine weitere Behandlung war nicht erforderlich.
Am Sonntag gegen 14 Uhr musste die BRK-Wasserwacht einer 30-jährigen Salzburgerin helfen, die sich in der Nähe der Fischunkelalm erheblich am rechten Sprunggelenk verletzt hatte und nicht mehr weitergehen konnte. Die Ehrenamtlichen hatten gerade eine Tauchübung beendet und waren noch vor Ort. Der hilfsbereite Almbauer fuhr die Verletzte mit seinem Boot zum Nordufer des Obersees. Dort versorgte sie dann die Wasserwacht, brachte sie zur Anlegestelle Salet und von dort aus mit dem Motorrettungsboot zur Seelände, wo sie gegen 15.10 Uhr an die Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes übergeben und dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren wurde.


19.09.2019 -Ehrenamtliche Rettung zu Wasser und am Berg: Zwei Gestürzte mit Kopfverletzungen in Salet am Königssee und am Hochstaufen

Ehrenamtliche Rettung zu Wasser und am Berg: Am Donnerstagnachmittag haben die freiwilligen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht und der Bergwacht im BRK innerhalb von zwei Stunden zwei Gestürzte mit Kopfverletzungen in Salet am Königssee und am Hochstaufen bei Bad Reichenhall versorgt und abtransportiert.
Gegen 14 Uhr ging ein Notruf von Salet am Königssee-Südufer ein, wo eine 69-jährige Urlauberin Hilfe brauchte: Die Berlinerin war bereits am Obersee gestürzt und dann noch selbst bis zur Bootsanlegestelle Königssee hinuntergegangen, obwohl sie sich am Kopf, im Gesicht und am Knie verletzt hatte. Drei Wasserretter der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden rückten mit ihrem Rettungsboot aus, versorgten die Frau und brachten sie mit ihrem Mann zur Seelände zurück. Von dort aus ging es mit dem Krankenwagen des Reichenhaller Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der Wasserwacht-Einsatz dauerte gute zwei Stunden.


07.09.2019 – Am Königssee Ostufer verstiegen

Mit dem Ende der Schulferien und dem schlechteren Wetter ist das anhaltend hohe Einsatzaufkommen für Berg- und Wasserwacht zurückgegangen. Dennoch mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte noch zu Notfällen ausrücken. Am Samstagvormittag gegen 11 Uhr ging trotz des Sauwetters ein Notruf vom Königssee-Ostufer ein, wo sich in rund 900 Metern Höhe ein 23-jähriger Mann und eine 24-jährige Frau verstiegen hatten. Die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden machten sich bei strömendem Regen mit dem Rettungsboot und mit dem Rettungsfahrzeug über den See und den Hochbahnweg auf die Suche, wobei schnell klar war, dass die in Bergnot Geratenen so weit oben sind, dass nur eine Rettung vom Hochbahnweg aus in Frage kommt. Die Einsatzkräfte seilten sich rund 80 Meter tief zunächst über eine Felswand mit Windwurf und weiter über den Steilhang zu dem Duo ab, sicherten es und brachten es versetzt nach oben. Die Unverletzten konnten zu Fuß über den Hochbahnweg absteigen.


28.08.2019: Vermisstensuche rund um den Königssee

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE/RAMSAU – Eine erneut unruhige und nur kurze Nacht hatten die Einsatzkräfte der Bergwachten Berchtesgaden und Ramsau, die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 8“ und die BRK-Wasserwacht: Im Grünstein-Klettersteig brauchte ein akut intern erkrankter und erschöpfter Mann notärztliche Hilfe, zwei Touristen waren vom Funtensee nicht mehr zurückgekommen und zwei junge Männer waren im Hochkalter-Ofental vermisst.
Gegen 22.30 Uhr meldeten Vermieter ihre beiden Gäste als vermisst, da sie nicht von einer geplanten Wanderung an den Funtensee zurückgekehrt waren. Das Paar hatte das Kärlingerhaus erreicht, war aber nicht zur Urlaubsunterkunft zurückgekehrt. Die Bergwacht Berchtesgaden fuhr mit der BRK-Wasserwacht nach Salet, wo die beiden Vermissten ohne Handy-Netz warteten – sie wollten nicht anrufen, als sie das letzte Kursboot verpasst hatten, da ihnen die Kosten für den Wasserwacht-Einsatz zu teuer waren – sie wurden dann mit dem Wasserwacht-Boot zur Seelände zurückgebracht. Der Polizeihubschrauber „Edelweiß 4“ mit Wärmebild-Kamera war bereits auf Anflug für die Suche am Funtensee, wurde aber nicht mehr benötigt und konnte wenige Minuten vor dem Einsatzgebiet wieder umkehren.


24.08.2019: Vier Einsätze auf Salzach und am Königssee

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht waren am Samstag bei insgesamt vier Einsätzen an der Salzach und am Königssee gefordert. Los gings gegen 11.10 Uhr mit einem Bootseinsatz nach Salet, wohin die Bergwacht Berchtesgaden und „Christoph 14“ eine psychisch blockierte 52-jährige Wanderin von der Wasseralm in der Röth ausgeflogen hatten. Die BRK-Wasserwacht übernahm die Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen und fuhr sie zusammen mit ihren Angehörigen mit dem Rettungsboot zur Seelände zurück.

Um 12 Uhr folgte eine große Vermisstensuche auf der Salzach zwischen Freilassing und Laufen. Wie der Freilassinger Anzeiger berichtet, hatte ein Spaziergänger offenbar bereits gegen 11 Uhr einen herrenlosen Gewagen am Flussufer bei Freilassing gefunden und per Notruf gemeldet. „Christoph 14“ flog direkt vom Einsatz am Königssee aus an und konnte eine leblose Person an einem Stein im Fluss auf Höhe von Pendelhagen sichten, die dann sofort Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Freilassing ans Ufer retteten. Der Landrettungsdienst des Freilassinger Roten Kreuzes und die Besatzung von „Christoph 14“ versuchten noch, die Person wiederzubeleben, hatten aber keine Chance. Im Einsatz waren darüber hinaus mit mehreren Booten zur Suche zwischen Laufen und Freilassing die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwacht aus Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen, die örtlichen Feuerwehren aus Freilassing, Saaldorf und Laufen, der Einsatzleiter Wasserrettung, der Einsatzleiter Rettungsdienst und die Kreisbrandinspektion. Die Freilassinger Polizei und die Kripo ermitteln die Hintergründe des Todesfalls. Ein Luftretter der Wasserwacht Berchtesgaden machte sich einsatzklar, musste dann aber nicht eingreifen.

Am Sonntagnachmittag kurz nach 17.30 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein (ILS) die Berchtesgadener Wasserretter erneut: ein dreijähriges Kind aus München litt in Salet unter Atembeschwerden. Zusammen mit einer Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes aus Bad Reichenhall fuhren die Wasserretter mit dem Motorrettungsboot nach Salet. Dort wurde der kleine Patient gemeinsam versorgt und mit den Eltern zurück zur Seelände gebracht und dann von den Eltern mit nach Hause genommen.

Während der Rückfahrt zur Seelände wurden die ehrenamtlichen Wasserretter über einen weiteren Einsatz informiert: ein 55-jähriger Bergsteiger aus Baden-Württemberg war in Sankt Bartholomä unglücklich gestürzt und hatte sich dabei an den Rippen verletzt. Die Sanitäter der Wasserwacht versorgten den Patienten, transportierten ihn zusammen mit seiner Frau per Boot nach Königssee zurück und übergaben ihn dann an die Rettungswagen-Besatzung aus Bad Reichenhall, die noch vom vorherigen Einsatz an der Seelände war und den Mann dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall brachte.

 

11./12.08.2019: Berchtesgadener Wasserretter am Sonntag und in der Nacht zum Montag viermal am Königssee gefordert

Vermisstensuche am Königsbach-Wasserfall – Verdacht einer Beinfraktur auf der Halbinsel Hirschau – letztes Kursboot verpasst – in Ostwand verstiegen

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Die Berchtesgadener Wasserretter waren am Sonntag und in der Nacht auf Montag bei gleich vier Einsätzen am Königssee gefordert.

Gegen 14 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein die Bergwacht und die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden zum Königsbach-Wasserfall – eine Person aus einer Gruppe wurde als vermisst gemeldet. Die jungen Polen feierten am Ufer des Wasserfalls, zwei der Gruppe übertrieben es jedoch mit dem Alkoholkonsum. Nach kurzer Suche konnten die beiden stark alkoholisierten Jugendlichen ohne Verletzungen aufgefunden und zur Seelände transportiert werden.

Um 17.45 Uhr folgte der nächste Einsatz für die Berchtesgadener Wasserretter: Verdacht auf ein gebrochenes Bein auf der Halbinsel Hirschau. Die ehrenamtlichen Kräfte versorgten den Patienten in St. Bartholomä, transportierten ihn zusammen mit den Angehörigen per Boot zur Seelände und übergaben ihn dort dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes zur Weiterbehandlung, der ihn anschließend zur Kreisklinik Bad Reichenhall fuhr.

Noch während der Fahrt zur Seelände meldete die Integrierte Leitstelle Traunstein den dritten Einsatz: zwei Letten hatten in Salet das letzte Kursboot verpasst. Somit fuhren die Wasserretter mit dem Motorrettungsboot nach Salet und transportierten die beiden Letten kostenpflichtig zur Seelände.

In der Nacht auf Montag ging gegen 1 Uhr der vierte Alarm wegen eines Duos aus Hamburg ein, das aus der unteren Watzmann-Ostwand gerettet werden musste. Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden alarmierte die Wasserwacht zum Mannschafts- und Personaltransport. In zwei Fahrten transportierte die Wasserwacht das Quad, Personal und Material auf die Halbinsel Hirschau. Gegen 7 Uhr morgens kehrten die Bergretter mit den beiden Bergsteigern zurück nach St. Bartholomä. Die Wasserretter holten am Montagmorgen in mehreren Fahrten neben den Patienten die Bergretter und das Material ab und brachten alle zur Seelände zurück.


09.08.2019 – Tödlicher Absturz Watzmann Ostwand

Einsatzkräfte retten sechs betroffene Unfallzeugen aus der Wand

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Am Freitagvormittag  gegen 9 Uhr  ist ein 30-jähriger Bergsteiger aus Israel beim Begehen der Watzmann-Ostwand an der Wasserfallplatte abgerutscht und rund 150 Meter tief abgestürzt, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog. Die Bergwacht Berchtesgaden sowie die Besatzungen des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ und des Polizeihubschraubers „Edelweiß 2“ retteten insgesamt sechs weitere unverletzte Bergsteiger aus der Ostwand, die den Sturz direkt miterlebt hatten und nicht mehr weiter aufsteigen konnten.

Der junge Mann aus Israel wollte den Berchtesgadener Weg im Alleingang begehen. Am Beginn der Wasserfallplatte rutschte er mit den Beinen weg, konnte sich nicht mehr halten und es kam zu dem folgenschweren Absturz. Mehrere Seilschaften, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Bereich der Wasserfallplatte aufhielten, mussten den Absturz mit ansehen. Einige der Bergsteiger waren danach nicht mehr in der Lage, ihren Weg fortzusetzen.

„Christophorus 6“ startete sofort von Schneewinkl mit einem Berchtesgadener Bergretter zu einem Suchflug, fand die Einsatzstelle in rund 1.700 Metern Höhe rasch und brachte dann per Tau den Flugretter und einen Bergwachtmann zum Abgestürzten, wobei die Einsatzkräfte nichts mehr für den Mann tun konnten. Der Pilot setzte dann die beiden Retter oberhalb der Wasserfallplatte per Tau ab, die einen Standplatz bohrten und sich zu den betroffenen Bergsteigern abseilten. „Christophorus 6“ und später auch „Edelweiß 2“ nahmen insgesamt sechs Betroffene per Tau und Winde auf und flogen sie nach Sankt Bartholomä aus, wo die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot bereitstand. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte sich anschließend um die Unfallzeugen.

Anschließend nahm ein Beamter der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei den tödlichen Absturz auf und barg die Leiche zusammen mit der Bergwacht und dem Polizeihubschrauber, der den Abgestürzten nach Schneewinkl ausflog. Im Einsatz, der bis 13 Uhr dauerte, waren sechs Berchtesgadener Bergretter, ein Polizeibergführer, die BRK-Wasserwacht, der KID und die beiden Heli-Besatzungen.


04.08.2019 – Sprunggelenkfraktur am Obersee

Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers “Christoph 14” rückten gegen 11.50 Uhr nach Salet am Südufer des Königssees aus, wo eine 34-jährige Frau aus Hongkong Hilfe brauchte, da sie sich auf dem Weg zwischen Obersee und Königssee das rechte Sprunggelenk gebrochen hatte. Die Heli-Besatzung und zwei Sanis der Wasserwacht versorgten die Urlauberin und flogen sie dann zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die BRK-Wasserwacht brachte den Angehörigen mit dem Rettungsboot zur Seelände und dann zum Bahnhof in ein Taxi.


27.07.2019 – Transport nach Bergwachteinsatz

Am Samstag Nachmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zur Unterstützung der Bergwacht Berchtesgaden zum Wasserfall-Ufer alarmiert. Die Einsatzkräfte der Bergwacht wurden per Hubschrauber zur Einsatzstelle geflogen, sicherten den Patienten  ab und seilten sich dann zusammen mit dem Verstiegenen  zum Ufer des Königsbachs-Wasserfall ab. Die Wasserwacht Berchtesgaden wurde zum Transport zur Seelände alarmiert. Die Wasserretter holten den Patienten und die Einsatzkräfte der Bergwacht mit dem Motorrettungsboot am Wasserfallufer ab und brachten alle zusammen zur Seelände.


10.07.2019: 27-köpfige Jugendgruppe kommt nach Notfall im Steinernen Meer zu spät am Königssee an

Zu einem größeren Einsatz für eine 28-köpfige Gruppe aus Jugendlichen und Betreuern mussten am Mittwoch die BRK-Wasserwacht und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ ausrücken.

Die Leute waren gegen 7 Uhr in Maria Alm losgegangen und wollten an einem Tag das Steinerne Meer bis zum Königssee überschreiten. Zwischen Riemann- und Kärlingerhaus zog sich dann ein zwölfjähriges Mädchen eine schwere und schmerzhafte Knieverletzung zu. Da sie keinen Handy-Empfang hatten, konnten sie keinen Notruf absetzen. Die älteren Jugendlichen und Betreuer trugen das Mädchen dann stellenweise, bis die Gruppe schließlich gegen 17 Uhr am Kärlingerhaus ankam. Dort wurde ein Notruf abgesetzt. Die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ holte das Kind ab und flog es nach notärztlicher Versorgung zur Klinik. Die insgesamt 27 Leute gingen weiter zum Königssee, verpassten aber das letzte Kursboot der Schifffahrt. Gegen 20.30 Uhr rückte dann die BRK-Wasserwacht mit ihrem Rettungsboot aus und brachte die erschöpften Leute in zwei Fahrten von St. Bartholomä zur Seelände zurück. Glücklicherweise war unter den ehrenamtlichen Wasserrettern auch ein Busfahrer, der die Gruppe dann vom Königssee nach Berchtesgaden und weiter zu ihrem Urlaubort nach Zell am See fuhr, da in Berchtesgaden keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr frei waren. Gegen 1.30 Uhr konnte auch er dann schlafen gehen“, berichtet Einsatzleiter Martin Planegger.

 


03.07.2019 – Knöchelverletzung Salet

Kurz nach 19 Uhr musste die BRK-Wasserwacht zu einem weiteren Notfall am Königssee-Südufer ausrücken, wo eine 48-jährige Frau aus dem Landkreis Erding mit einer Knöchelverletzung Hilfe brauchte. Die ehrenamtlichen Wasserretter fuhren mit ihrem Boot zur Einsatzstelle, versorgten die Frau und brachten sie zur Seelände; von dort aus gings mit einem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes weiter zur Kreisklinik Bad Reichenhall.


01.07.2019 – Transport nach Bergwacht Einsatz

Am Montagabend gegen 19.30 Uhr meldeten sich eine Mutter und ihre Tochter mit schlechter Handy-Verbindung aus der Röth, da sie zwischen Landtal und Wasseralm den stellenweise abgerutschten Steig verloren hatten und 20 Meter unterhalb im brüchigen Absturzgelände festsaßen. „Christoph 14“ startete mit zwei Bergrettern zu einem Suchflug und ließ sie dann über die Kufe im Landtal aussteigen. Die Bergwachtmänner fanden dann die beiden Urlauberinnen aus Baden-Württemberg, wobei die Tochter wieder selbst zum Weg aufgestiegen war und die Mutter noch im Hang festsaß. Ein Bergretter stieg wegen des brüchigen Geländes versetzt zu der Frau ab, querte dann zu ihr und sicherte sie auf ihrem kleinen Standplatz. „Christoph 14“ wartete währenddessen an der Wasseralm und flog die beiden Frauen und die Retter dann in zwei Tau-Aufzügen nach Salet am Südufer des Königssees aus. Die BRK-Wasserwacht brachte die Retter und die unverletzte Tochter mit ihrem Boot von dort aus zur Seelände zurück; der Heli flog die erschöpfte und intern erkrankte 52-jährige Mutter zum Schneewinkl-Landeplatz, wo sie eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes übernahm und dann in die Kreisklinik Berchtesgaden brachte.


24.06.2019 – Kreislaufkollaps Salet

Die Integrierte Leitstelle Traunstein alarmierte am Montagnachmittag die Wasserwacht Berchtesgaden zum Südufer des Königssees nach Salet. Ein 78jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen erlitt einen Kreislaufkollaps. Er wurde von seiner Tochter und vorbeigehenden Wanderern bis zum Eintreffen der Wasserwacht erstversorgt. Die Wasserretter untersuchten den Patienten und versorgten ihn. Zusammen mit seiner Tochter wurde der Patient zur Seelände transportiert und dort dem Landrettungsdienst zum Weitertransport in die Kreisklinik Berchtesgaden übergeben.


18.06.2019 – Platzwunde nach Sturz

Am Dienstagmittag wurde die Wasserwacht Berchtesgaden zur Halbinsel Hirschau am Königssee alarmiert. Eine 50jährige Frau aus Oberösterreich erlitt nach einem Sturz eine Platzwunde über dem linken Auge. Die ehrenamtlichen Wasserretter versorgten die Patienten in St. Bartholomä und transportierten sie zusammen mit ihrem Ehemann zur Seelände. Dort wurde die Patientin an den Landrettungsdienst zur Weiterversorgung übergeben und in die Kreisklinik nach Bad Reichenhall gebracht.


03.06.2019: Vier Verletzte nach Verkehrsunfall

RAMSAU –  Am Montagvormittag kurz nach 10 Uhr sind bei einem Verkehrsunfall auf der Deutschen Alpenstraße (B305) insgesamt vier Menschen leicht bis mittelschwer verletzt worden. Eine Urlauber-Familie aus Nordrhein-Westfalen wollte offenbar mit ihrem Volvo bergab auf der geraden Gefällstrecke nach der letzten Kurve unterhalb des oberen Felsentors nach links zu den Ferienwohnungen Waldhäusl abbiegen, wobei der Vater einen nachfolgenden Porsche aus Frankreich übersah, der gerade überholen wollte; der Poschefahrer konnte nicht mehr ausweichen, erfasste den Volvo und schob ihn in eine Baumgruppe, wobei bei der Kollision mit einem gemauerten Brückengeländer und Bäumen die Airbags bei beiden Fahrzeugen auslösten. Die Autos blieben in der Böschung zum Holzenbach hinab in den Bäumen hängen.

Die Leitstelle Traunstein schickte die Freiwilligen Feuerwehren  Ramsau, Schönau und Berchtesgaden und ein Großaufgebot des Roten Kreuzes und der Wasserrettung zum Unfallort, da zunächst angenommen wurde, die Autos seien im Bach gelandet und die Insassen eingeklemmt. Ersthelfer, darunter ein Notfallsanitäter der Rettungswache Berchtesgaden, kümmerten sich um die insgesamt sechs Betroffenen, von denen niemand eingeklemmt war. Die ebenfalls alarmierten Wasserwachten, die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall und das Team des Einsatzleitwagens der BRK-Bereitschaften konnten noch auf der Anfahrt wieder umkehren, da niemand im Wasser war. Die Feuerwehr sicherte den Volvo per Greifzug im Hang und regelte den Verkehr. Das Rote Kreuz brachte die insgesamt vier leicht bis mittelschwer verletzten Insassen des Volvos ins Salzburger Landeskrankenhaus, darunter der 42-jährige Vater, die 35-jährige Mutter, die fünfjährige Tochter und der zweieinhalbjährige Sohn; die beiden älteren Franzosen im Porsche blieben weitgehend unverletzt und wurden nicht transportiert.

Insgesamt waren drei Rettungswagen, ein Krankenwagen, zwei Notärzte, der Einsatzleiter Rettungsdienst und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ vor Ort. Beamte der Berchtesgadener Polizei nahmen den genauen Unfallhergang auf. Es entstand ein geschätzter Gesamtschaden von rund 70.000 Euro.


02.06.2019: Missverständnis löst große Alarmierung aus

Am Sonntagabend gegen 16:30 Uhr meldete eine einheimische Frau am Echostüberl am Königssee ihren Bruder als vermisst. Der Einheimische wollte nur kurz zur Insel schwimmen und war dann plötzlich verschwunden.
Nach 45 Minuten löste die Frau Alarm aus. Die Wasserwachten Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit Eindatzleiter Wasserrettungsdienst sowie die Feuerwehr Königsee mit Kreisbrandinspektion, der Landrettungsdienst und der Einsatzleiter Rettungsdienst wurden an die Seelände am Königssee alarmiert.
Der Vermisste wurde schnell durch einen Fußtrupp der Feuerwehr aufgegriffen, als er sich gerade im Werftgelände der Schifffahrt ausruhen wollte.
Die angerückten Einsatzkräfte konnten den Einsatz glücklicherweise schnell abbrechen.
Der Einheimische wurde noch kurz durch die ehrenamtlichen Wasserretter untersucht und dann unverletzt an die Polizei übergeben.


26.05.2019: Vierköpfige ungarische Wandergruppe aus dem Steinernen Meer gerettet

Einsatzkräfte der Bergwacht und der Wasserwacht Berchtesgaden und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ haben am Sonntagabend eine vierköpfige Wandergruppe aus dem Steinernen Meer gerettet. Die Ungarn waren nur noch sehr langsam vorangekommen, da ein 30-Jähriger wegen einer Fußverletzung kaum mehr aus eigener Kraft gehen konnte und setzten kurz nach 18.30 Uhr einen Notruf ab. Die Einsatzkräfte fanden die Leute zwischen Landtal und der Wasseralm in der Röth im Gelände verteilt. Sie flogen den Verletzten mit dem Tau nach Salet ans Königssee-Südufer aus; der Rest der Gruppe konnte in den Heli einsteigen, wurde ebenfalls ausgeflogen und dann mit der Wasserwacht per Boot über den Königssee zur Seelände zurückgebracht. Eine Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes brachte den Mann dann zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Bereits am Samstagnachmittag gegen 16.40 Uhr musste die Berchtesgadener Bergwacht eine Rumänin suchen und retten, die mit ihrer Handy-Navigation am Kehlstein unterwegs war und sich zwischen Dalsenwinkelstraße und Urschenlochsteig im Altschnee des Bergwalds verstiegen hatte. Die Retter fanden die Unverletzte nach rund einer halben Stunde Fußmarsch und brachten sie ins Tal zurück.

Gleichzeitig versorgte die Bergwacht Teisendorf-Anger, die beim Stoißeralm-Berglauf am Teisenberg zur Absicherung vor Ort war, eine gestürzte 59-jährige Mountainbikerin mit einer Armverletzung. Die Rettungswagen-Besatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes übernahm die Einheimische in Hochpoint und brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.


02.05.2019: Vermeintlicher Bergunfall am Röthbach-Wasserfall löst sich in Wohlgefallen auf

BRK-Wasserwacht am Donnerstag bei fünf Einsätzen rund um den Königssee gefordert – Frau meldet ihren Mann als vermisst – Mann meldet später seine Frau als vermisst

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Ein vermeintlicher Bergunfall am Röthbach-Wasserfall südlich oberhalb des Obersees hat sich als ein großes Missverständnis herausgestellt: Am Donnerstag gegen 17.20 Uhr meldete eine Frau ihren Mann über Dritte als vermisst, da er beim Wandern im Bereich des Röthbach-Wasserfalls verschwunden war. Während Ersthelfer, Bergwacht, Wasserwacht und ein Hubschrauber aufwendig nach dem Mann suchten und von einem Unfall ausgingen, tauchte plötzlich der Mann bei der Schifffahrt auf und meldete dort wiederrum seine Frau als vermisst. Die Einsatzkräfte konnten beide unversehrt wieder zusammenbringen. Darüber hinaus waren die BRK-Wasserwacht und die Bergwacht aufgrund der vielen Menschen und des schönen Wetters den ganzen Tag über bei vier weiteren Einsätzen am Königssee gefordert.

Gegen 9 Uhr rückte die Wasserwacht Berchtesgaden an den Obersee aus: Ein Taiwanese hatte bereits am Mittwoch seinen Rucksack am Obersee verloren. Nachdem im Rucksack neben Geld und Handy auch die Reisepässe der ganzen Familie waren, bat der Mann die Wasserwacht um Hilfe. Die ehrenamtlichen Retter fuhren mit dem Mann nach Salet, suchten den Weg am Obersee ab und könnten dann den gefundenen Rucksack an den Touristen übergeben.

Gegen 12.15 Uhr wurden Berg- und Wasserwacht zu einem Einsatz am Rinnkendlsteig alarmiert (separater Bericht). Gegen 17.20 Uhr ging dann die Vermisstensuche nach dem Mann aus Niederbayern am Röthbach-Wasserfall ein. Die Frau war bei der gemeinsamen Tour am Röthsteig abgestiegen, hatte sich in der Wiese ausgeruht und auf ihren Mann gewartet, der weiter aufgestiegen war, um noch zu fotografieren – als er nicht mehr auftauchte, ging sie vom Schlimmsten aus. Weitere Wanderer halfen ihr und setzten einen Notruf ab. Der Einsatzleiter forderte zur Unterstützung die Wasserwacht Berchtesgaden, den Rettungshubschrauber „Christoph 14“, den Technikbus der Bergwacht-Region Chiemgau und einen Polizeihubschrauber zur Handy-Ortung an.

Im Pendelverkehr wurden durch „Christoph 14“ und die Wasserwacht Personal und Material über den Königssee nach Salet und zum Röthbach gebracht. Nach einiger Zeit meldete sich dann bei der Schifffahrt an der Seelände der Mann, der wiederrum seine Ehefrau vermisst melden wollte. Nach kurzer Zeit konnten die Einsatzkräfte die beiden Eheleute wieder vereinen und die große Suche abbrechen. Die Frau hatte ihr eigenes Handy lautlos im Rucksack ihres Mannes deponiert und konnte ihn deshalb nicht erreichen – der Mann hatte zudem eine neue Handynummer, die die Frau nicht kannte. Der Mann war von Salet aus ohne seine Frau mit dem Boot zur Seelände zurückgefahren. Der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht war zur Betreuung der Frau im Einsatz, die sich große Sorgen machte, dass ihr Mann abgestürzt sein könnte.

Während des Einsatzes war die Reichenhaller Bergwacht am Predigtstuhl unterwegs, um eine Wanderin mit Knieproblemen abzuholen und ins Tal zu bringen. Die Frau war mit weiteren Leuten zwischen Dreisesselberg und Hochschlegel unterwegs und schaffte selbst noch den Abstieg bis zur Schlegelmulde. Von dort aus holte sie die Bergwacht ab und brachte sie mit der Predigtstuhlbahn ins Tal zurück, die dafür extra nach Dienstschluss wieder den Betrieb aufnahm.

Bei einer Rückfahrt von Salet zur Seelände schickte die Leitstelle die BRK-Wasserwacht zu einem Mann am Ostufer zwischen Königsbachfall und dem Anleger Kessel, der den verfallenen Steig verloren hatte und zum See abgestiegen war. Danach mussten sie noch eine Familie mit zwei Kindern von Salet zur Seelände zurückbringen.


23.04.2019: Zwei 21-jährige Männer sterben beim Baden in Gumpen am Königsbach-Wasserfall

Junge Sachsen können Wasserbecken möglicherweise aufgrund des starken Schmelzwasser-Drucks nicht mehr verlassen – schwieriger Einsatz für die Rettungskräfte

SCHÖNAU AM KÖNIGSSEE – Am Dienstagabend sind zwei 21-jährige Männer aus Sachsen beim Baden am Königsbach-Wasserfall auf der steilen Ostseite des Königssees ums Leben gekommen. Die Beiden waren in einen Gumpen nur wenige Höhenmeter über dem See gegangen und hatten möglicherweise das aktuell viele Schmelzwasser unterschätzt, weshalb sie vermutlich aufgrund des hohen Sauerstoff-Anteils und des starken Wasserdrucks das Becken nicht mehr verlassen konnten. Einsatzkräfte von Bergwacht, Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei konnten die jungen Männer in einem schwierigen Einsatz trotz aller Bemühungen nur noch tot bergen.

Als gegen 18.15 Uhr der Notruf einging, schickten die Leitstelle Traunstein und die Polizei-Einsatzzentrale Rosenheim sofort ein Großaufgebot an Rettern los, darunter die Bergwacht und die Wasserwacht Berchtesgaden, die Wasserwacht Bad Reichenhall, die gemeinsame Canyon-Rettungsgruppe von Berg- und Wasserwacht, den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“, den Polizeihubschrauber „Edelweiß 2“, den Landrettungsdienst des Roten Kreuzes mit Rettungswagen, Notärztin und Einsatzleiter, die Freiwilligen Feuerwehren Königssee, Berchtesgaden und Bad Reichenhall mit der Tauchergruppe und mehrere Polizeibeamte zur Unfallaufnahme.

Während Wasserwacht, Polizei und Feuerwehr mit drei Booten Einsatzkräfte von der Seelände über den Königssee zum Anleger an der Königsbach-Mündung brachten, flogen die Helis weitere Retter über den See ans Ostufer, die nur rund 70 Meter zur 15 bis 20 Höhenmeter über dem See gelegenen Unfallstelle gehen mussten. Die Einsatzkräfte konnten die beiden 21-Jährigen in der starken Strömung nur mit großem Aufwand erreichen und schließlich trotz aller Bemühungen nur noch tot aus dem Gumpen bergen. Der starke Wasserdruck und der hohe Sauerstoff-Anteil mit seinem fehlenden Auftrieb (Weißwasser) gestalteten den Einsatz besonders schwierig. Der nachgeforderte Bergwacht-Notarzt löste die reguläre Notärztin des Landrettungsdienstes ab.

Die BRK-Wasserwacht brachte die Verstorbenen mit dem Rettungsboot zur Seelände zurück und übergab sie an den Bestatter. Der nachgeforderte Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht betreute die Betroffenen. Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden und des Malteser Hilfsdienstes (MHD) kümmerten sich um die sanitätsdienstliche Absicherung und Verpflegung der insgesamt rund 60 Einsatzkräfte, wobei sie sehr unbürokratisch die Kantine der Schifffahrt nutzen konnten. Die beiden Helis flogen kurz bevor es dunkel wurde wieder zur ihren Standorten zurück. Der Einsatz für Berg- und Wasserwacht dauerte rund dreieinhalb Stunden.

Nach den jetzigen Erkenntnissen des ermittelnden Polizeibergführers hatten sich die beiden aus Sachsen stammenden Männer ausgezogen und waren in einem der Gumpen des Königsbach-Wasserfalls nur wenige Höhenmeter über dem See baden gegangen. Derzeit führt der in den Königssee mündende Gebirgsbach sehr viel Schmelzwasser; es gelang den beiden 21-jährigen offenbar nicht mehr, das stark durchspülte Becken zu verlassen. Ein weiterer Mann vor Ort setzte deshalb gegen 18.15 Uhr einen Notruf ab. Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache übernahm noch am Abend der Kriminaldauerdienst der Kripo. Weitere Details stehen noch nicht fest.

Der starke Wasserdruck des vielen Schmelzwassers im Königsbachfall und der hohe Sauerstoff-Anteil mit seinem fehlenden Auftrieb gestalteten den Einsatz für die Canyon-Retter besonders schwierig. Im sauerstoffreichen Weißwasser geht ein menschlicher Körper trotz Schwimmbewegungen unter – man kommt ohne Sicherung und fremde Hilfe nicht mehr ans Ufer und ist wie in einer Waschmaschine gefangen, wenn sich das Wasser in einer Walze im engen Gumpen dreht. Vor fast 40 Jahren, am 22. Mai 1979 sind im selben Gumpen zwei einheimische zwölf und 14 Jahre alte Buben ums Leben gekommen. Der Berchtesgadener Bergwachtmann und Polizeibergführer Hubert Heil hat den Unfall in seinem Archiv dokumentiert. Einer der Beiden war über den etwa sieben Meter hohen Wasserfall in den rund 2,60 Meter tiefen Gumpen gesprungen; der Zweite verstand die hilflosen Handbewegungen falsch und deutete sie als Aufforderung, nachzukommen und sprang ebenfalls. Ein junges Mädchen, das mit den Beiden unterwegs war, holte Hilfe. Der Taucher der BRK-Wasserwacht konnte die Buben zwar rasch, aber nur noch tot bergen.


20.04.2019 – Zwei Einsätze am Karsamstag

Gegen 16.30 Uhr mussten Bergwacht und Wasserwacht mit dem Rettungsboot zur Halbinsel Hirschau ausrücken und mit E-Bikes und zu Fuß in Richtung Eiskapelle starten, wo auf etwa halber Strecke wenige Minuten von der Kapelle Sankt Johann und Paul entfernt eine gestürzte 49-jährige Frau mit einer tiefen Schnitt-Platzwunde am Knie medizinische Hilfe brauchte. Ein Ersthelfer war zuvor zu Fuß zum Fischer hinuntergelaufen, hatte dort einen Notruf absetzen lassen und war dann mit Erste-Hilfe-Material der Schifffahrt wieder zur Einsatzstelle gelaufen. Die Retter versorgten die Patientin, brachten sie mit der Gebirgstrage zum Ufer und mit dem Boot zur Seelände zurück – von dort aus gings mit dem Roten Kreuz per Rettungswagen zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Die Wasserwacht holte anschließend noch per Boot die restlichen Bergretter in Bartholomä ab.

Gegen 19.20 Uhr musste die Wasserwacht nochmals mit ihrem Rettungsboot ausrücken, da ein zuvor in den See gestürzter Mann abgeholt und zur Seelände zurückgebracht werden musste. Der Wanderer wollte offenbar am unwegsamen Ostufer von Salet aus zur Seelände zurück und war dann an der Felswand mit der großen Tafel zu Ehren von Prinzregent Luitpold gescheitert und in den See gestürzt. Er blieb unverletzt, war aber durchnässt und kehrte nach Salet zurück, wo er aufgrund seiner Notlage duschen und sich aufwärmen konnte.


18.04.2019 – Zwei Verstiegene Urlauber im Rinnkendlsteig

Am Donnerstagabend kam ein Urlauberpärchen aus Heidelberg am Rinnkendlsteig vom Weg ab und geriet daraufhin in Bergnot. Die beiden setzten mit ihrem Handy bei der Integrierten Leitstelle Traunstein einen Notruf ab, welche umgehend den Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden alarmierte. Da bereits langsam die Dämmerung einsetzte, forderte der Bergwacht-Einsatzleiter den Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ nach, welcher die beiden Unverletzten mit Hilfe des Rettungstaus noch im letzten Tageslicht aus der Notlage rettete und auf der Halbinsel Bartholomä absetzte. Von dort aus wurden sie mit dem Rettungsboot der Berchtesgadener Wasserwacht zur Seelände gebracht, wo die beiden selbstständig in Ihre Unterkunft heimfahren konnten.


22.03.2019 – Treibende Person Saalach

82-Jährige tot aus der Saalach geborgen
Während der Suche lief eine weitere Vermisstensuche der Polizei nach einer dementiell erkrankten 82-jährigen Frau, die am Vormittag gegen 10 Uhr aus ihrer Wohngruppe in Piding verschwunden war. Gegen 14.25 Uhr entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers die Vermisste auf Höhe von Hirschloh in der Saalach treibend. Die Leitstelle Traunstein schickte sofort ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur Rettung los, darunter die BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall und Berchtesgaden, die Freiwilligen Feuerwehren Ainring, Piding und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus dem Landkreis Traunstein, den Einsatzleiter Wasserrettung, den Innsbrucker Notarzthubschrauber „Christophorus 1“, den Einsatzleiter Rettungsdienst und einen Rettungswagen des Reichenhaller Roten Kreuzes. Die Einsatzkräfte konnten die Frau nur noch tot aus dem Fluss bergen und nicht mehr wiederbeleben. Die Kriminalpolizei Traunstein hat zur Klärung der genauen Todesursache die Ermittlungen aufgenommen.


18.03.2019: Großaufgebot an Einsatzkräften sucht in der Saalach und im Saalachsee nach vermeintlich verunfalltem Wildwasser-Kajakfahrer

Teisendorf-Angerer Bergwachtfrau findet unterhalb der Staumauer des Saalachsee-Kraftwerks ein noch recht neues Topolino – bisher fehlt vom Besitzer jede Spur

SCHNEIZLREUTH/BAUMGARTEN – Ein Großaufgebot an Einsatzkräften hat am Montagmorgen rund zwei Stunden lang im Saalachsee und in der Saalach nach einem vermeintlich verunfallten Wildwasser-Kajakfahrer gesucht. Eine Teisendorf-Angerer Bergwachtfrau war am Morgen gegen 7.20 Uhr mit dem Auto auf der B21 unterwegs und sah das herrenlose Kajak unterhalb der Staumauer des Saalachsee-Kraftwerks im Wasser treiben, woraufhin sie einen Notruf absetzte.

Die Leitstelle Traunstein und die Polizeieinsatzzentrale schickten die BRK-Wasserwacht, die Feuerwehr, einen Polizeihubschrauber und die Bergwacht mit ihrem Technikbus samt Drohne los. Wasserretter der Feuerwehr bargen das Boot und weitere Ausrüstung aus dem Wasser. Die Einsatzkräfte suchten rund zwei Stunden lang den See und den Fluss oberhalb und unterhalb der Fundstelle per Boot, aus der Luft und mit Fußmannschaften am Ufer ab, konnten aber niemanden finden, der vermeintlich verunfallt ist. „Edelweiß 4“ flog den Fluss von der Landesgrenze bei Melleck über den Stausee bis zur Luitpoldbrücke in Kirchberg ab

Die Frau hatte das beschädigte Einsitzer-Kajak ungefähr 100 Meter unterhalb des Stauwehres am Saalachsee gefunden. Es handelt es sich um ein orange-rotes Modell der Marke Spade mit der Aufschrift „Ace of Spades“. Personen, die Hinweise auf den Eigentümer geben können oder ein solches Topolino vermissen, werden dringend gebeten, sich mit der Polizei in Bad Reichenhall in Verbindung zu setzen: +49 (0) 8651970-0.

Im Einsatz waren die BRK-Wasserwachten Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring und Laufen-Leobendorf, die Freiwilligen Feuerwehren Schneizlreuth und Bad Reichenhall mit ihrer Tauchergruppe, die Polizei mit mehreren Streifen und dem Hubschrauber „Edelweiß 4“, die Bergwachten Bad Reichenhall und Traunstein mit dem Technikbus und dem Einsatzleiter Saalachtal, der Einsatzleiter Wasserrettung, die BRK-Bereitschaften mit ihrem Einsatzleitwagen (Schnelleinsatzgruppe Information und Kommunikation – IuK) und ein Rettungswagen des Freilassinger Roten Kreuzes.


19.+21.02.2019 – erschöpfte Tourengeher und abgestürzte Drohne

Am Dienstag (19. Februar) gegen 16.20 Uhr musste die BRK-Wasserwacht mit ihrem Boot zwei erschöpfte Skitourengeher retten, die nach einer ausgedehnten Tour eigentlich in Sankt Bartholomä mit den Kursboot zurückfahren wollten, aber nicht wussten, dass die Schifffahrt am Königssee von Montag bis Mittwoch wegen Eisbildung eingestellt war.

Am Donnerstagmittag musste die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Berchtesgaden eine auf dem zugefrorenen Hintersee notgelandete, teure Drohne bergen. Einem Urlauber war das 1.000-Euro Gerät mitten im See außerhalb des Nationalparks bei privaten Film-Aufnahmen abgeschmiert; er fragte sich dann durch und nahm Kontakt zum stellvertretenden Technischen Leiter der Wasserwacht auf, da er sich nicht ohne die entsprechende Ausrüstung aufs brüchige Eis und damit in Gefahr begeben wollte.


21.01.2019: Vorläufige Bilanz des zehntägigen Schnee-Katastrophen-Einsatzes im Berchtesgadener Land: Bis zu 150 Rotkreuzler gleichzeitig im Einsatz und insgesamt fast 14.000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt

BERCHTESGADENER LAND – Das Rote Kreuz hat mit seinen drei Gemeinschaften, den BRK-Bereitschaften, der Bergwacht im BRK und der BRK-Wasserwacht, aber auch mit dem regulären Rettungsdienst und Krankentransport den zehntägigen Schnee-Katastrophen-Einsatz im Berchtesgadener Land personell und logistisch unterstützt, wobei bis zum 150 Helfer gleichzeitig im Schichtbetrieb im Einsatz waren. Die Aufgaben der Ehrenamtlichen waren sehr vielseitig: Während sich die BRK-Bereitschaften, der Malteser Hilfsdienst (MHD)  und das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) aus Salzburg vor allem um die Verpflegung, Betreuung und Unterbringung der Einsatzkräfte kümmerten und die rettungs- und sanitätsdienstliche Absicherung der Arbeiten auf den Dächern und der nicht mehr oder nur noch schwer erreichbaren Ortsteile übernahmen, waren die Spezialisten von Berg- und Wasserwacht absturzgesichert mit Schneeräumarbeiten auf Dächern in Neukirchen, Schneizlreuth und dem südlichen Landkreis gefordert, wobei die BRK-Wasserwacht auch in der Verpflegung mithalf. Zusammen mit dem MHD bereiteten die Ehrenamtlichen insgesamt fast 14.000 Mahlzeiten zu und gaben sie an die Einsatzkräfte aus.

Die Bergwachten mussten neben den Dachräumarbeiten und Patienten-Transporten auf nicht mehr befahrbaren, zugeschneiten Straßen auch zur Abklärung und Verschütteten-Suche nach mehreren zum Teil sehr großen Lawinenabgängen ausrücken, darunter auf die Alte Berchtesgadener Straße in Marktschellenberg (9.1.), in der Gerstfeldrinne auf der Südostseite der Reiter Alpe (11.1.), auf die B305 am Gletschergarten (13.1.) und am unteren Felsentor zwischen der Engedey und Ramsau (15.1.). Die Leiter der ehrenamtlichen Gemeinschaften ziehen eine vorläufig recht positive Bilanz und sind froh, dass die Freiwilligen trotz der langen Einsatzdauer sehr motiviert bei der Sache geblieben sind und niemand trotz der durchaus riskanten Arbeiten ernsthaft verletzt wurde. „Ein großer Dank gilt dabei vor allem den Arbeitsgebern, Kollegen und Familien, die so lange Zeit auf die Einsatzkräfte verzichten mussten“, lobt MHD-Kreisgeschäftsführer Michael Soldanski, der auch vom guten Zusammenspiel der beteiligten Organisationen, vieler privater Helfer und Unternehmen sehr angetan ist. Dankbare Anwohner hatten sich spontan mit eingebracht und bei der Essensausgabe unterstützt und die Verpflegung um Kuchenspenden ergänzt, was die gute Stimmung der Einsatzkräfte förderte.

Getreu dem Motto „Ohne Mampf kein Kampf“ haben Fachdienstleiter Till Schöndorfer und sein Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften und Michael Soldanski und sein MHD-Team bis einschließlich Samstagabend (19.1.) zehn Tage lang ein Mammut-Projekt im Hintergrund gestemmt, die Einsatzkräfte verpflegt und dabei fast 14.000 Mahlzeiten zubereitet und verteilt. „Eine gewaltige logistische Arbeit im Hintergrund, die aber sehr wichtig für die gute Stimmung und Motivation aller Beteiligten war. Vor allem die überregionalen Einheiten freute es auch sehr, dass sie bei ihrem Katastrophen-Arbeitsurlaub im Berchtesgadener Land kostenlos die Thermen in Bad Reichenhall und Berchtesgaden besuchen durften und sich nach stundenlangem Schneeschaufeln in der Kälte ein wenig erholen konnten“, freut sich BRK-Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter, der den Einsatz auch als sehr lehrreich empfand. Halter: „Ich war überrascht, wie schnell wir insgesamt doch allein wegen der Einsatzdauer auf überregionale Unterstützung angewiesen waren, obwohl es keine größere Anzahl an Verletzten oder Erkrankten gab. Vor allem bei der Ablöse von Einsatzkräften im Schichtbetrieb haben sich die überregionalen Strukturen des komplexen Hilfeleistungssystems gut bewährt.“

Das Rote Kreuz stellte auch Personal für die Einsatzleitung, zeitweise den Örtlichen Einsatzleiter (ÖEL) im Abschnitt Süd sowie durchgehend die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) mit Unterstützungsgruppe (UG-SanEL). Die heimischen BRK-Bereitschaften, die Bergwachten und die Wasserwacht waren auch vor dem Katastrophenfall wegen der Schneefälle und des erhöhten Einsatzaufkommens immer wieder zur Spitzenabdeckung des regulären Rettungsdienstes und mit zum Teil sehr aufwendigen und  belastenden Einsätzen stark gefordert, beispielsweise beim tödlichen Lawinenunfall am Teisenberg (5.1.) und wegen der abgestürzten Chinesin am Königssee (29.12.), aber auch bei geplanten Sanitätsdiensten an der Bobbahn am Königssee oder beim Biathlon in Ruhpolding. Eine Summe der insgesamt ehrenamtlich geleisteten Stunden während des zehntägigen Katastrophen-Einsatzes liegt noch nicht vor – die einzelnen Bereichsleiter werten den Einsatz in dieser Woche noch aus.

„Von den Einsatzkräften wurde trotz der durchaus riskanten Einsätze auf den Dächern niemand ernsthaft verletzt“, freut sich Bergwacht-Regionalleiter Dr. Klaus Burger, der vor allem froh ist, wie gut und rasch die überörtliche und überregionale Zusammenarbeit funktioniert hat – die Bergwacht wurde durch Einsatzkräfte aus schneeärmeren Regionen unterstützt – die BRK-Bereitschaften durch das ÖRK Salzburg und Einsatzkräfte aus Altötting und dem Landkreis Fürth. „Wir können Wasser in jedem Aggregatszustand meistern!“, resümiert Martin Planegger von der BRK-Wasserwacht, der ebenfalls sehr stolz auf seine Leute ist, die mit viel Spaß an der Sache die ganze Woche über Dächer abgeschaufelt und in Ainring und der Schönau die Verpflegung der Einsatzkräfte mit übernommen haben.

Während der der starken Schneefälle versorgte das Rote Kreuz im Berchtesgadener Land insgesamt 13 Frauen und Männer, die sich beim Schneeräumen verletzt hatten, da sie beispielsweise ausrutschten und stürzten, von Dächern fielen oder durch morsche Bretter brachen. Am Dienstag (8. Januar) kurz nach 16.30 Uhr stürzte ein 77-jähriger Einheimischer in der Schönau fünf Meter tief vom Hausdach ab. Das Berchtesgadener Rote Kreuz versorgte ihn notärztlich und brachte ihn dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Donnerstagmittag (10. Januar) gegen 12.15 Uhr brach eine 27-jährige Einheimische in Bad Reichenhall beim Schneeräumen auf einer Hütte durch ein morsches Holzbrett und stürzte zwei Meter tief auf den Rücken ab. Eine Rettungswagen-Besatzung des Reichenhaller Roten Kreuzes schaffte es trotz des heftigen Schneefalls mit Hilfe von Anwohnern, die die Straße räumten, über die steile Zufahrt zum Einsatzort, versorgte die junge Frau und brachte sie in die Kreisklinik Bad Reichenhall. Am Sonntagnachmittag (13. Januar) gegen 14 Uhr wurde eine 59-jährige Frau auf der Roßfeldstraße durch eine Schneefräse verletzt, wobei Einsatzkräfte der Feuerwehr die Erstversorgung übernahmen, bis das Berchtesgadener Rote Kreuz mit Rettungswagen und Notarzt eintraf und die Verletzte zum Salzburger Unfallkrankenhaus brachte.

Folgende Gemeinschaften und Einheiten des Roten Kreuzes und des MHD waren  während der zehntägigen Schnee-Katastrophe im Berchtesgadener Land im Einsatz:

  • Regulärer Landrettungsdienst und Krankentransport des BRK-Kreisverbands Berchtesgadener Land
  • BRK-Bereitschaft Ainring
  • BRK-Bereitschaft Bad Reichenhall
  • BRK-Bereitschaft Berchtesgaden
  • BRK-Bereitschaft Stadt Freilassing
  • BRK-Bereitschaft Roßtal im Landkreis Fürth
  • BRK-Bereitschaft Teisendorf-Laufen
  • Fachdienst Betreuungsdienst der BRK-Bereitschaften Berchtesgadener Land
  • Fachdienst „Information und Kommunikation“  der BRK-Bereitschaften Berchtesgadener Land
  • Fachdienst „Information und Kommunikation“  der BRK-Bereitschaften Altötting
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Bad Reichenhall
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Berchtesgaden
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Freilassing-Ainring
  • BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Laufen-Leobendorf
  • Bergwacht Bereitschaft Altötting
  • Bergwacht Bereitschaft Bad Reichenhall
  • Bergwacht Bereitschaft Berchtesgaden
  • Bergwacht Bereitschaft Freilassing
  • Bergwacht Bereitschaft Inzell
  • Bergwacht Bereitschaft Marktschellenberg
  • Bergwacht Bereitschaft Ramsau
  • Bergwacht Bereitschaft Teisendorf Anger
  • Bergwacht Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau
  • Bergwacht Region Fichtelgebirge
  • Bergwacht Region Frankenjura
  • Bergwacht Region Rhön-Spessart
  • Malteser Hilfsdienst Berchtesgadener Land
  • Malteser Hilfsdienst München
  • Österreichisches Rotes Kreuz – Landesverband Salzburg


10.01.2019-19.01.2019 – Katastrophenalarm im Landkreis Berchtesgadener Land

Die ehrenamtlichen Kräfte der Wasserwacht Berchtesgaden sind seit dem 13.01.2019 im Einsatz. Der Schwerpunkt hierbei liegt bei der Verpflegung der Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Schönau. Die beiden Gemeindefeuerwehren Königssee und Schönau koordinieren alle Einsätze im Gebiet Schönau am Königssee gemeinsam aus dem Feuerwehrhaus Schönau. Nach den einzelnen Einsätzen kommen die Einsatzkräfte zur „Stärkung“ ins Feuerwehrhaus. Die Wasserretter verpflegen die Kräfte mit Kaffee, Tee, Wurstsemmel, Butterbrezen, Würstl, Obst und verschiedenen Milchprodukten. Die Einsatzdauer läuft täglich von ca. 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr für die Wasserwacht Berchtesgaden.